Mehr oder weniger sinnfreies Alltagsblabla #13

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Schnipsel…

Vor einiger Zeit habe ich wieder mit dem Malen begonnen. In meinem kreativen Tief hatte ich auf einmal wieder Lust darauf; jedoch- im Gegensatz zu sonst – eher auf etwas „abstraktes“. Ja, das ist für alle die mich kennen wohl die größte Überraschung. Damit kann ich nämlich meistens eher weniger anfangen. Allerdings wollte ich einfach nur mit Farbe spielen! Was hübsches machen, ohne groß darüber nachzudenken. Vielleicht tat es auch einfach gut zur Abwechslung mal mehr mit den Händen zu arbeiten; wer weiß.
Was dann folgte war aber eine große Überraschung: ich hatte ein paar der Bilder auf Instagram (sogar nur in den Stories…) gepostet und auch verkauft! Und weil mir das Malen nach wie vor großen Spaß macht, eine angenehme und willkommene Abwechslung ist, allerdings auch niemand sich so viele Bilder in so unterschiedlichen Farben an die Wand hängen kann, habe ich kurzerhand einen Shop auf Etsy eröffnet. Dazu demnächst mehr. Wenn dort mehr online ist und ich mehr dazu erzählen kann. Momentan habe ich definitiv noch mehr via Instagram verkauft. ;)

Ich war neulich nach vielen, vielen Jahren wieder Minigolf spielen. Und habe… verloren. Genau wie bei sämtlichen anderen Brett- und Kartenspielen an diesem Wochenende. Ich verlieren nicht gern. Nun nicht gerade so ungern, dass ich Spielbrett und Figuren durch den Raum werfen würde, aber nun ja. Mein Ego hat schon schwer gelitten.

Gelitten habe ich auch sehr darunter, dass ich mal wieder (das dritte Mal nun!) zum falschen Zeitpunkt in Bonn war. Ihr wisst schon. Da gibt es diese Straße; die mit den ganzen Kirschbäumen, von der man wirklich überall Fotos sieht…

Vor kurzem löste eine Freundin ihre Schulden bei mir ein. Ich hatte vor ein paar Monaten die Porträts für ihre neue Homepage von ihr gemacht und weil das im wahrsten Sinne des Worte ein 20 Minuten Job vor einem Shooting war und ich mir angesichts dessen und auf Grund unserer Freundschaft schwer damit tat Geld dafür zu verlangen, hatte ich den Wunsch geäußert im Austausch für die Fotos etwas über Make-up zu lernen. Wie viele mit heller Haut – hallo liebe Kalkleisten; ihr versteht mich! – habe auch ich so meine Probleme die passenden Farbe bezüglich Concealer&Co für mich zu finden. Gesellt sich dann noch ein, meiner Meinung nach, seltsamer Unterton und der Wunsch nach vernünftigen Inhaltsstoffen von vernünftigen Firmen (meiner Meinung nach gehen Tierversuche beim Thema Make-up heutzutage einfach so gar nicht mehr) dazu, wird die Sache fast zu einem Ding der Unmöglichkeit!
Und wer kann einem bei so einem Thema besser helfen, als eine Visagistin, der man vertraut und schon viele Male gut zusammen gearbeitet hat? Eine, deren Arbeit man schätzt?
Ergebnis des Tages war zwar, dass ich bisher nichts so wirklich falsch gemacht habe (so ein paar Dinge schaut man sich bei der Arbeit über die Jahre hinweg dann ja doch ab – wenn auch in meine Fall eher was Haare angeht!), ich bei meiner Haut zum Glück auch tatsächlich auf Foundation und Co verzichten kann (was man von meinen Augenringen nicht behaupten kann…), aber allein für so ein paar Kniffe bezüglich Pinsel anfeuchten war es das absolut wert. Und natürlich die Sache mit dem perfekten color match – unbezahlbar!
Ach ja, und ich kann jetzt mit Fug und Recht behaupten: all diese YouTube Damen haben keine Ahnung davon, wie man so ein richtiges Smokey Eye Make-up schminkt.

Interessiert sich hier jemand für einen Newsletter? Einen klassischen – aka regelmäßige Abstände usw. – wird es nicht geben, allerdings arbeite ich aktuell an einem, um ein paar Kunden immer mal wieder auf den neusten Stand zu bringen. Besteht Interesse daran, den für die Allgemeinheit zugänglich zu machen?

Über die Osterfeiertage war ich mit meiner Familie am Gardasee. Und während das Wetter zwischen traumhaft schön (was habe ich die Sonne genossen! – und es zur Abwechslung sogar einmal geschafft mir nicht gleich den ersten Sonnenbrand zu holen) und regnerisch (und fürchterlich kalt) schwankte, erlebte ich eines nachts den Schock meines Lebens. Die ganze Nacht über hatte es schon gestürmt, geregnet und gehagelt. Dann weckte uns allerdings ein gigantischer Knall… Der Blitz war ganz in der Nähe eingeschlagen. So muss sich der Weltuntergang anhören! Ich war wirklich fix und fertig und stand im wahrsten Sinne des Wortes senkrecht im Bett. Wie ein kleines Kind war ich sehr froh, dass meine Schwester da war. Und meine Papa eine Taschenlampe dabei hatte; denn das ganze bescherte uns auch ein paar Stunden Stromausfall.

Buchblabla

Ich habe Stephen King’s Der dunkle Turm Reihe beendet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (ganz ehrlich; die Story fängt sich wirklich erst im dritten Band – und das sagt ein riesiger Stephen King Fan) hätte ich ja nie damit gerechnet, aber am Ende war ich wirklich voll dabei. Was habe ich gelitten! Für mich nun eine der besten Buchreihen aller Zeiten! Ich meine… Von Game of Thrones werden wir ja wohl nie mehr das Ende von G. R. R. Martin erfahren.

Wobei… Den Rang der besten Buchreihe aller Zeiten, könnte Stephen King auch Justin Cronin und seine The Passage Trilogie streitig machen. So ganz kann ich mich da nun gar nicht entscheiden! Ich habe ihren letzten Teil – Die Spiegelstadt – erst neulich beendet und muss schlicht und ergreifend sagen, dass das Ende herzzerreissend perfekt ist. Es ist selten, dass ich in einer Sci-Fi/Mystery/Horror Geschichte abseits der Ereignisse auch so an den Charakteren interessiert war. Und es gab da so ein, zwei Szenen… Puh! Tolle Reihe, würdiger Abschluss!

Serienblabla

Black Mirror habe ich irgendwann (aber nach vielen Folgen…) abgebrochen. Die Serie wurde ja viel gehypt und ich war echt neugierig. Nach der ersten Episode (die mit dem Schwein…) war ich wirklich euphorisch! Nur dann… tja, dann fiel das Ganze extrem ab. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe oder auch nur andere Erwartungen an die Geschichten. Aber so gut wie jede Episode hatte zwar eine interessante Grundidee, nahm dann allerdings abstruse Wendungen… Noch dazu wirkten – für mich als Buch- und Filmfan – halt viele Ideen wie schon mal da gewesen. Recycelt aus unzähligen anderen Geschichten. Nein, das hielt ich nicht lange durch.

Mindhunter dagegen fand ich interessant. Die Charaktere und Erzählstruktur wirken irgendwie ein wenig ungewöhnlich, aber die Geschichte über die Anfänge der Kriminalpsychologie beim FBI ist wirklich fesselnd. Gerade da die Dialoge mit den Serienmördern auf echten Interviews basieren. Und es ist verrückt darüber nachzudenken, dass die Serie Ende der 70iger Jahre spielt – was ja eigentlich noch gar nicht so lange her ist – und wie anders/schlicht die Leute damals noch über Psychopathen gedacht haben.

Filmblabla

Mehr als positiv überrascht hat mich kürzlich Die Auslöschung (Original: Annihilation) auf Netflix. Der Film war vielen – wenn überhaupt – im Vorfeld wohl vor allem deswegen aufgefallen, weil es sich dabei eigentlich um einen Kinofilm handelte, an dem sich allerdings dann Netflix die Rechte sicherte und er so eben nicht in den Kinosälen, sondern gleich online und zum Streamen landete.

Man kann an dieser Stelle nun natürlich darüber streiten, was das für die Zukunft des Kinos bedeutet und ob der Film als Kinostart nicht wesentlich mehr Marketing erfahren hätte; auf der anderen Seite frage ich mich, ob der Film hierzulande überhaupt viele Kopien und Aufmerksamkeit bekommen hätte. Gerade für kleinere Filme und Independent Produktionen (wenn meistens weder für viele Kopien, noch für Werbemaßnamen Geld vorhanden ist) sehe ich diese Vorgehensweise auch durchaus als Chance von Anfang an ein größeres Publikum zu erreichen. Gerade wenn ein Film nur in einer handvoll Kinos in den wirklich großen Städten anläuft und somit definitiv für mich – und viele andere – erst Monate später zu sehen ist, würde ich mir oft einen Dienst wünschen, in dem ich mir diese Perlen (zuletzt bei A Ghost Story und It comes at night der Fall gewesen) ins heimische Wohnzimmer hohlen kann. Dafür würde ich auch breitwillig gerne eine extra-Gebühr zahlen; denn natürlich sollen die Macher noch was dran verdienen! Und ich frage mich, ob gerade kleinere Produktionen so – mit einem potentiell größeren Publikum – nicht sogar mehr Einnahmen erzielen könnten.

So viel zu diesem kleinen Exkurs; nun aber zurück zum Film. Ich bin ohne große Erwartungen rein, mir hatten nur die Trailer ganz gut gefallen. Und was bekam ich? Einen wirklich einzigartigen Sci-Fi Film! Gerade die extrem kreativen Kulissen und Ideen stechen wirklich hervor. Und diese eine Szene (haha, nein nicht der Bär! Der Darm…)… Himmel! Die war auf eine Art und Weise albtraumhaft, mit der ich bei so einem Film nicht mal gerechnet hätte! Nebst dem Cast – der fast nur aus Frauen bestand (auch mal eine angenehme Abwechslung!) – stach aber auch der Soundtrack hervor. Der passte gerade bei den visuell verstörenden Szenen einfach perfekt.

Manch einem mag das Ende ein wenig zu seltsam erscheinen. Allerdings mag ich es ja durchaus, wenn man als Zuschauer gefordert ist ein bisschen mitzudenken und auf gewisse Zeichen zu achten; dementsprechend erklärte sich vieles für mich. Einzig ein paar Logiklücken machten mir zu schaffen. Diese kann man sich auch leider – wie ich mittlerweile weiß – nur durch die Buchvorlage erklären. Was ich zwar etwas schade fand, aber bei diesem wirklich sehr guten Film (wir brauchen mehr solche Geschichten und Filme!) auch nur ein kleines Manko ist.

Übrigens: aktuell lese ich nun auch die Bücher, auf denen der Film (wenn auch nur lose) basiert. Und während ich den ersten Teil wesentlich schwächer als den Film fand, hat es der zweite in sich… Generell schafft diese Reihe eine wirklich eigenartige, bedrückende Atmosphäre und ich bin gespannt, was ich nach Band 3 von diesen Büchern halten werde.


Over and out.

Behind the Scenes: Porträts mit Avianna McKee

Wer hier schon lange mitliest, der weiß, dass Avianna und ich uns schon seit dem Beginn meiner Selbstständigkeit kennen. Sie war das erste professionelle (Agentur-) Model, dass ich fotografiert habe. Und noch dazu machte es zwischen uns irgendwie sofort Klick. Über die Jahre stellten wir viel Unsinn an, hatten ein paar tolle Shootings zusammen und wurden auch abseits vom Set zu Freundinnen.

Dann wurde ich krank. Als ich wieder gesund war, wurde sie schwanger und zog in ein renovierungsbedürftiges Haus. Wir hielten zwar die Zeit über lose Kontakt, aber sahen uns viel zu lange nicht. Erst als bei uns beiden so etwas wie Alltag eingekehrt war, war es endlich so weit: wir sahen uns wieder. Und stellten fest, dass sich irgendwie alles und nichts geändert hatte.
Seitdem habe ich sie ein paar Mal in ihrem neuen Zuhause besucht, den kleinen Noah (nach dem ist übrigens meine ganze Familie verrückt) kennen gelernt und mittlerweile hatten wir sogar schon den ersten Noah-freien Tag. Nicht, dass der Kleine nicht zuckersüß wäre, aber der hat den Papa-Tag sicherlich genauso genossen wie wir die spontane Möglichkeit endlich mal wieder gemeinsam ein paar Fotos zu machen.

Die Sache war ziemlich spontan und simpel; so gut wie kein Make-up, nur wir zwei. Und ja, auch das Wohnzimmer meiner Eltern musste wieder her halten… Wobei sie in diesem Fall (sie kennen Avianna eh schon aus der Vergangenheit und mögen sie sehr) erst dann beunruhigt waren, als Avianna sie nach Salatöl fragte… Ihren Blick werde ich nie vergessen! Zum Glück fand sich dann im Bad doch noch Haaröl für den gewissen Glow im Gesicht; ich schätze das Salatöl hätte doch etwas streng gerochen. Bei uns zwei Make-up Pros wäre allerdings auch das nicht sonderlich abwegig gewesen.
(Wobei ich natürlich nicht behaupten möchte, dass das gute Moroccain Oil unbedingt ins Gesicht gehört…)

Letztlich lief dann eh alles anders als gedacht. Ich hatte gerade ein paar Kleider hier, die eigentlich für ein anderes Editorial gedacht waren und wir verwenden konnten. Aber goldene Klamotten, die für ein farbiges Model gedacht waren, stellten sich dann doch als nicht sonderlich passend für eine blasse Alaska-Schönheit heraus. Letzten Endes entstand der größte (und schönste Teil) der Fotos dann mit natürlichem Licht (ein Hoch auf das Wohnzimmer meiner Eltern; es ist wirklich perfekt für so etwas) und ihrem Pulli (bzw. dem Pulli den sie zwar an hatte, der aber eigentlich ihrem Ehemann gehört). So kann’s laufen. Stundenlanges Licht ausrichten, Kleider an- und wieder ausziehen und am Ende ist man quasi wieder am Anfang.

Egal. Es war mir ein großes Vergnügen zur Abwechslung mal wieder so simple Fotos, ganz ohne große Vorbereitung oder nachfolgende Retusche, ganz ohne Druck und einfach nur zum Spaß zu machen. Und vor allem: endlich, endlich Avianna wieder vor der Kamera zu haben. Das letzte Mal ist eh schon viel, viel zu lange her und mit kurzen Haaren (die ihr meiner Meinung nach übrigens ganz vorzüglich stehen) hatte ich sie sogar noch nie fotografiert.


PS: Also dieses Mal müssten die GIFs hier auf jeden Fall funktionieren! Aber fragt nicht, was das für ein Aufwand war… Trillionen Abstürze später (ich weiß wirklich nicht, was das mit Photoshop und GIFs bei mir ist…) und über fünf Umwege (in die ich auch Julia mit reingezogen habe), warf ich dann noch mal alles um. Und irgendwann ging es.

Die Frage ist jetzt nur: interessieren solche kurzen Videos von Shootings überhaupt jemanden?
Ich persönlich fand die Idee so etwas hin und wieder einzubauen eigentlich ganz lustig (und hätte auch ein paar „interessantere“ von anderen Shootings auf Lager), frage mich aber auch, ob das verwursteln meiner Instagram Stories auf diese Art überhaupt jemanden reizt? Gebt mal Bescheid.

#iPhoneonly: Winterliebe 5.0

Graseck Bahn; Bayern; Deutschland; iphoneonly

Wie allein schon die Überschrift (oder besser: die Nummerierung) verrät, liebe ich den Winter. Und in diesem Jahr wurden wir ganz besonders verwöhnt. Fast durchgehend war es kalt, wir hatten immer Schnee und es war einfach ein sehr schöner Winter. Umso besser, wenn man sich ausgerechnet dann einen Bänderriss zuzieht… So wirklich rum kommt man so nicht. ;)

Dennoch bekam ich noch einige sehr schöne Wintertage und Ausblicke zu sehen. Was nicht zuletzt meinen Eltern geschuldet ist, die mich, noch humpelnd, in eine Bergbahn steckten. Das hatte zwar ein bisschen was von einem Rentnerausflug, war aber mehr als schön.

So alles in allem habe ich dann trotz Verletzung noch einiges zu sehen bekommen. Und  bin nun – obwohl sogar ich nun zugeben muss, dass ich langsam bereit bin für Frühling und mich nach Wärme und Sonnenschein sehne – fast ein wenig traurig, dass sich der Schnee so langsam verabschiedet.

Partnachklamm im Winter; Bayern; Deutschland; iphoneonly

Barmsee; Bayern; Deutschland; iphoneonly


PS: Ich wiederhole es bei solchen Posts immer wieder; und auch dieser soll keine Ausnahme sein: ja, all diese Fotos wurden nur mit meinem iPhone (übrigens ein altes 5S, keins der neuen) gemacht und bearbeitet (mit Afterlight; meiner Meinung nach der besten App dafür. Vor allem seit es in Afterlight 2 Kurven gibt).
PPS: Zu meinem Instagram Account geht es hier.