Schnipsel

Genauso wenig wie eine Überschrift, fällt mir nun eine passende Einleitung ein. Das sind einfach nur Schnipsel. Fragmente, ohne übergeordnetem Thema oder so. Ich könnte natürlich „Random Facts“ schreiben, ich steh allerdings nicht so auf Anglizismen ohne triftigen Grund. Oder darauf, was halt alle schreiben. Sicherlich schlecht für die SEO, aber egal. Es folgen also Schnipsel; entstanden immer wieder dann, wenn ich etwas Luft hatte und ein paar Zeilen – ohne gleich genug Stoff für einen ganzen Post zu haben – schreiben wollte.

#1 Ich habe eine Telefonphobie…

Das ist vielleicht eines der Dinge, die Menschen, die mich persönlich kennen, am meisten überrascht. Ich rede gerne. Und manchmal auch zu viel. Aber ich hasse telefonieren!

Tatsächlich gibt es nur sehr wenige Menschen, mit denen ich gerne telefoniere… Und das dann auch eher gezwungenermaßen.

Gerade beruflich bin ich heilfroh, dass es heutzutage so etwas wie eMails gibt. Ansonsten würde ich nämlich ständig in die Röhre schauen… Ich habe keinerlei Probleme damit mich zu verbeissen, bleibe hartnäckig und schreibe lieber ein paar mehr Mails, gehe so richtig auf die Nerven, bevor ich auch nur ein Mal freiwillig zum Telefon greife! Dabei käme ich so manchmal sicherlich etwas schneller vorran… trotzdem! Beim Telefonieren – gerade bei Arbeitsdingen – werde ich schrecklich nervös und komme mir beim Gespräch selbst dann immer etwas dumm vor; als würde ich mich dabei besonders doof anstellen und könnte einfach nicht das rüberbringen, um was es mir geht. Ich verhasple mich ständig und fühle mich nach dem Auflegen als hätte ich einen Marathon hinter mir. Einen, bei dem ich nicht durchs Ziel gelaufen bin. 

Seltsamerweise macht es mir weniger aus, wenn ich angerufen werde… Nur das Wählen, das Warten aufs Abheben und das von mir aus Anfangen bereitet mir Schwierigkeiten. Und das, obwohl ich doch nun schon seit Jahren offiziell erwachsen und schon groß wäre. Und auch schon ganz andere Dinge geschafft habe…

Das ist auch einer der Gründe, warum ich es seit Monaten vor mir her schiebe, endlich meinen völlig veralteten (mit wirklich lächerlichen Konditionen) Handyvertrag umzustellen. Weil ich das in meinem Fall nicht selbst im Internet erledigen kann und bei einer Hotline anrufen müsste…!

Ziemlich lächerlich, wenn ich ehrlich bin.


#2 Ich sehe eigentlich nur auf einem Auge schlecht

Eigentlich sehe ich nur auf einem Auge schlecht; nämlich auf dem linken. Deshalb sieht man mich durchaus öfter mal ohne Brille. Oder sie plötzlich bei einem Shooting abnehmen. Immer ein guter Trick, um die Leute um einen herum zu verunsichern. ;)

Theoretisch könnte ich also ohne Brille leben; tatsächlich nehme ich sie zum Beispiel zum Fernsehen immer ab (was schon alleine daran liegt, weil es viel bequemer ist, wenn man eine horizontale, auf der Seite liegende, Fernseh-Stellung bevorzugt), die Praxis sieht jedoch ganz anders aus. Weil ich auf dem anderen Auge fast normal sehe (bzw. die „Schwäche“ auf dem Auge zu verachten ist), macht mir der Unterschied manchmal ganz schön zu schaffen; umso mehr seit ich weiß wie scharf ich mit Brille sehen kann! Ohne Brille hat mein Gehirn allem Anschein nach so viel mit dem Ausgleich zu tun, dass ich umso mehr zu Kopfschmerzen neige. Während ich die – und diverse Nackenverspannungen – um ein großes Maß verringern konnte, seit ich eine Brille trage.

Und obwohl ich kurzsichtig bin, kann ich mir die Arbeit vor dem PC ohne mittlerweile überhaupt nicht mehr vorstellen! Die empfinde ich sofort als mega-anstrengend und ich kann – selbst um nur mal eben etwas nachzuschlagen – nicht mehr an den Laptop gehen, ohne zur Brille zu greifen.

Bisschen eigenartig.


#3 Mein Bedarf an Alleinsein und Nähe kann auf andere seltsam wirken

Ich brauche Zeit allein. Zeit für mich, ziemlich viel Zeit für all die Ideen und Pläne, die mir den Tag über im Kopf herumspuken. Und so etwas wie Langeweile? Kenne ich nicht. Irgendwas fällt mir immer ein…

Und dann neigt sich der Tag dem Ende zu und ich stelle fest: einiges geschafft heute, aber geredet habe ich bisher mit niemandem. Man darf natürlich nicht vergessen, dass ich – sieht man von Shootings ab, die man halt nicht jeden Tag hat – unheimlich viel Zeit alleine vor dem PC verbringe. Ich gehe in kein Büro, treffe keine fremden Menschen. Ich stehe auf, frühstücke, staubsauge, und setze mich vor meinen PC, der in meinen vier Wänden steht. Tag für Tag, so gut wie immer sechs Tage die Woche. Da kann einem schon mal die Decke auf den Kopf fallen! Irgendwie ist es also kein Wunder, dass ich nach einigen Tagen produktiver, konzentrierter Arbeit umso mehr den Bedarf nach irgendetwas anderen als dieser Wohnung habe. Und manchmal das Gefühl habe, mehr Abwechslung zu brauchen. Öfter mal raus zu müssen. Auch mal weiter raus als meine übliche Spaziergehrunde.

Und doch ist es für meine Mitmenschen sicherlich nicht immer einfach bei mir durchzusteigen: hat sie den Kopf gerade wieder irgendwo in den Wolken? Oder braucht sie Zerstreuung?
Gerade wenn ich von Shootings nach Hause komme, gäbe es eigentlich so viel zu erzählen. Und dennoch bringe ich gerade dann den Mund nicht auf. Ich, die sonst immer eher zu viel redet…

Ich kann ziemlich gut mit mir allein sein. Und irgendwie doch nicht.

Während ich die meiste – und eher mehr als andere – Zeit ganz zufrieden damit bin so vor mich hin zu wurschteln, brauche ich sie auf einmal ganz plötzlich. Die Nähe. Die Ansprache. Den Austausch. Und das kollidiert mitunter dann schon mal ganz schön mit dem Alleinsein/Nähe Bedürfnis meiner Mitmenschen… Trifft die kurz nach Feierabend. Oder im Stress. Oder halt irgendwie unpassend. Aber weil ich niemand bin, der ständig Nähe braucht und vorher so lange kein Verlangen danach hatte, habe ich sie dann umso nötiger. Fordere sie ein und bin entmutigt und enttäuscht, wenn der andere gerade noch sein eigenes Süppchen kocht. Und mir dann nicht bietet, was ich jetzt in diesem Moment brauche.

Obwohl ich selbst ständig so bin, mich genauso verhalte und weiß wie sich das anfühlt, wenn man noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, bin ich dann enttäuscht, wenn mir Menschen nicht gleich das geben, was ich jetzt, in diesem Moment, brauche.

Vor kurzem habe ich mich mit einer meiner ältesten Freundinnen über mein seltsames Verhältnis zum Nah- und Alleinsein unterhalten; und erleichtert festgestellt, dass ich nicht die einzige bin, die nicht ständig aufeinander sitzen muss, ohne dass das bedeuten würde, dass wir das manchmal nicht ziemlich dringend bräuchten.

Vielleicht ist das so ein typisches Künstlerding. Wir brauchen Zeit für uns; für alle das, was sich nur in unserem Kopf abspielt. Aber nach einiger Zeit wiederum jemanden, der uns da raus holt. Weil wir sonst verdammt einsam werden. 


#4 Ich habe abartige Flugangst

Ziemlich blöd gelaufen, würde ich sagen. Flugangst und ständiges Fernweh vertragen sich nämlich nicht sonderlich gut! Trotz all der Atemtechniken und Meditationsübungen (bei denen ich ehrlich gesagt kläglich versage) bin ich im Flugzeug regelmäßig kurz vorm Nervenzusammenbruch und mittlerweile bei meinen Sitznachbarn gefürchtet. Inzwischen wird mir zwar kommentarlos die Hand entgegen gestreckt, jedoch auch irgendwann mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück gefordert.

Problematisch wird das natürlich vor allem, wenn neben mir mal kein Familienmitglied oder wohlgesonnene Begleitung sitzt…

Bis heute sehe ich als einen meiner größten Triumphe, wie ich damals allein – und ohne Belästigung meiner, mir fremden, Sitznachbarin –  von München nach Edinburgh geflogen bin. Ganze 1 1/2 Stunden lang…


#5 Ich bin mir selbst selten gut genug…

Ich bin mir selbst der größte Feind. Bin mir selten mal gut genug und nur in Ausnahmen mit meiner eigenen Leistung zufrieden. Dabei gibt es diese Phasen, in denen ich mit einer ganz anderen Selbstverständlichkeit an die Dinge heran gehe und spüre, dass es so viel besser läuft. Wenn ich nicht jede Handlung drei Mal überdenke, jedes Wort fünf Mal im Kopf umstelle und nicht zu viel – an mir – zweifle. Wie die Dinge dann auf einmal ganz natürlich an ihren Platz zu fallen scheinen. Als hätten sie immer so ein sollen.

Und dennoch sind diese Zeiten nie von langer Dauer. Holt mich der alte Selbstzweifel immer wieder ein. Werde wieder ängstlich, wo ich es nicht sein dürfte. Sollte. Oder müsste.

Bin traurig darüber, enttäuscht über mich selbst. Und schaffe es dennoch nicht die Dinge geradliniger oder klarer anzugehen.

Ich hadere, denke zu viel nach und zögere im falschen Augenblick. Weil ich Angst habe. Weil ich nicht glauben kann, dass das jetzt in diesem Moment wirklich für mich passieren soll.

Und darum, lasse ich es manchmal einfach bleiben. Ziehe den Schwanz ein, ergreife die Flucht. Und frage mich manchmal, vor was ich da eigentlich Angst habe. Für was ich nicht gut genug bin und was passieren sollte, damit ich es jemals bin.

Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

Diese Fotos sind alt. Ich meine so alt, dass man sich schon überlegt, ob man noch zeigt.

Aber dennoch mag ich sie noch immer. Vielleicht wegen all den Farben.

Denn seit einiger Zeit hat sich heraus kristallisiert, dass das die Sache ist, mit der ich definitiv am meisten Zeit verbringe.

Die meiste Zeit beim Bearbeiten frisst eigentlich die Retusche der Haut; zu perfektionieren, ohne sie künstlich aussehen zu lassen. Allerdings läuft das in der Regel nach Schema F ab. Ein sich wiederholendes Muster an eingespielten Vorgängen, die es erlauben nebenbei Netflix „zu hören“ (ihr habt richtig gelesen; gleichzeitig zu hin zu schauen ist dann doch nicht drin).

Auch wenn das definitiv die zeitaufwendigste Arbeit bei der Bearbeitung ist, ist es noch lange nicht der Schritt, der mir am meisten Kopfzerbrechen – oder Spaß – bereitet. Das ist nämlich definitiv die Farbgebung!
Und das ist nicht nur eines meiner liebsten Dinge bei der Fotografie, sondern macht meiner Meinung nach auch einen nicht unerheblichen Teil des persönlichen Stils eines Fotografen aus.

Natürlich wäre es einfacher, sich an das Erfolgsrezept zu halten. Einen etwas gängigeren Stil zu wählen, etwas mehr in Richtung „SZ-Stil“ (wie es ein Fotograf, dem ich vor langer Zeit assistiert habe, immer nannte) zu gehen, sich für entsättigte Fotos mit seltsamen Grüntönen zu entscheiden. Sich an dem zu orientieren, was läuft, was geklickt und geliked wird (man muss sich ja nur mal auf Instagram umsehen…). Das wäre sicherlich der einfachere Weg, der, der schneller zum Erfolg führen würde.

Aber will ich das? Will ich einen Farbstil, der einem nicht einmal mehr erahnen lässt welcher Fotograf hinter welchen Fotos steckt? In Zeiten, in der sich quasi jeder eine Digitalkamera und Photoshop leisten kann? Kann man damit Erfolg haben?

Vielleicht. Ich halte es dennoch lieber mit dem, was mir besagter Fotograf einmal gesagt hat: es mag länger dauern sich damit durchzusetzen, aber es ist das einzige, womit man auch Bestand haben wird.

Fashion Editorial: Color me Free! Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free! Fashion Editorial: Color me Free!
Fashion Editorial: Color me Free! Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free! Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Color me Free!
Photography: Christine Polz
Model: Luisa S. (@ Munich Models)
Hair&Make-up: Hannah Manser
Styling: Jana Wagenknecht

Fashion Editorial: Color me Free!

 

Mehr oder weniger sinnfreies Alltagsblabla #11

Irgendwie fehlte mir ein Anfang. Ein Punkt, an dem ich wieder ansetzen konnte. Die ersten Zeilen (genau genommen sogar zwei Posts) habe ich eigentlich schon im Zug nach Hause geschrieben, aber irgendwie – irgendwie eben – wurden die Texte nicht fertig. Was zur Abwechslung einmal – ausnahmsweise – nicht den üblichen Verspätungen und dem Ärger mit der deutschen Bahn geschuldet war, sondern dem netten Mädchen neben mir.

Und weil mich danach sofort der Alltag wieder verschluckt hat, noch Chaos herrscht im Kopf, sind die Texte eben noch immer nicht fertig. Und immer dann, wenn wüstes Durcheinander meine Gedanken bestimmt, wird es eben wieder Zeit für einen dieser Posts…

Alltagsblabla

Bei BBC Scotland gehört und herzlich drüber gelacht: die Steinmännchen-Bauer (okay, ich vermute, da gibt’s sicherlich ein wesentlich präziseres, offizielles Wort dafür, aber ich habe keine Ahnung) werden in Cornwall zum Problem. Da gibt es nämlich so historische Mauern. Und die Leute nehmen ernsthaft für Steine aus dieser Mauer und bauen daneben ein Steinmännchen… Ich glaube die Menschheit ist langsam nicht mehr zu retten.

Wenn wir schon beim Thema Radio sind: mein Leben ist weniger lebenswert, seit ich um 10.30 Uhr nicht mehr Popmaster auf BBC Radio 2 hören kann. Ich hatte während meiner ganzen Zeit in Schottland genau eine Frage richtig; amüsant war dieses Quiz trotzdem.

Hätte ich meinem Schul-Selbst damals erzählt, dass die letzte Sache, über die sich das Jetzt-Ich bei einem Shooting Gedanken machen würde, irgendwann das Englischreden sein würde, hätte es wohl herzlich gelacht. Ein eingeschlagenes Fenster in San Francisco und ein paar Shootings mit internationalen Models später ist es aber so.

Als ich mit dem Fotografieren angefangen habe, hieß es immer: die Models aus dem ehemaligen Ostblock sind unheimlich gut. Mittlerweile hatte ich selbst das Vergnügen eine Polin vor der Kamera zu haben und muss sagen: die im Ausland haben echt Mut zu ungewöhnlicheren Typen als hier in Deutschland. Ich habe jede Sekunde des Shootings mit ihr geliebt.

Nach zwei Wochen Schottland, gab es nichts schöneres als eine vernünftige Scheibe Käse auf einer vernünftigen Schreibe Brot! Ich konnte keinen Toast mehr sehen!

Ich habe neulich tatsächlich das erste Mal in meinem Leben ein Glas Wein getrunken…

Kurz zuvor musste ich noch einen anderen Kulturschock verwinden: mein Papa hatte uns jahrelang die falschen Mühle-Regeln eingebläut!
Ergebnis: ich war erschreckend leicht zu schlagen, was meinem Ego nicht gut tat. Und: es gibt leider keine Mühle-Apps mit vernünftiger KI. Dabei muss ich doch üben! Für die Revanche…

Multimediablabla

Ein bisschen lachen musste ich schon, als wir in Inverness in unserem B&B saßen, zwar keinen einzigen Fernsehsender empfingen, aber WLAN und einen WLAN fähigen Fernseher hatten. Und… Tja und einen fremden Netflix Account, auf den wir zugreifen konnten!
Da saßen wir also, durchstöberten das englische Netflix Angebot und entschieden uns (oder besser gesagt: ich) dafür „The Circle„, ein Film der bei uns gerade erst ins Kino kam, zu schauen. Und was soll ich sagen? Dass Monate seit dem amerikanischen Kinostart vergangen sind bevor er hier anlief und er in Großbritannien einfach nur gleich online kam, sagt eigentlich alles aus. Verdammt mieser Film, der trotz Tom Hanks echt nur TV-Filmqualitäten aufweist. An sich ein wichtiges, aktuelles Thema, über das man sich mal Gedanken machen sollte (Stichwort: Gläserner Mensch), aber schlicht und ergreifend verdammt schlecht gemacht.

Total begeistert war ich hingegen von „A Cure for Wellness„. Ich habe selten einen derart wunderschön gefilmten, einzigartigen, verrückten Film gesehen (den ich mittlerweile sogar schon zwei Mal geschaut; und beim zweiten Mal sogar noch mehr genossen habe). Endlich wieder ein Film, der kein Prequel, keine Fortsetzung oder in irgendeiner Form Teil eines ganzen Universums ist! Wir brauchen mehr dieser für sich allein stehenden Filme, mit wirklich origineller Story. Vor allem wenn sie so gemacht sind, wie Gore Verbinski’s Werk. Die Bilder und Kulissen sind überwältigend, das Sounddesign herrlich beklemmend (das Scharren der Krücken über die Flure…) und obwohl er auf intelligente Weise mit Ängsten – die auf die ein oder andere Weise so jeder schon mal erlebt hat – spielt, ist er trotzdem kein klassischer Horrorfilm (als der er leider vermarktet wurde) geworden. Die große Überraschung für mich war dabei übrigens Dane DeHaan. Ich habe ihn zuvor tatsächlich noch nie in einem Film gesehen und war begeistert. Perfekter hätte die Wahl für Mr. Lockhart nicht fallen können!
Mein einziger Kritikpunkt am Film: er war mit seinen 147 Minuten ein klitzekleines bisschen zu lang. 20 bis 30 Minuten weniger hätten der Story gut getan. Und: ein gewisser Hinweis zur Story war mir gleich in den ersten Minuten zu offensichtlich. Allerdings fiel das sonst niemandem auf; vielleicht liegt’s auch an der Art wie ich Filme schauen und daran, dass ich generell solche „Vorzeichen“ immer recht früh bemerke.

Übrigens ist das hier einer der wenigen existierenden Trailer, die neugierig machen und dennoch nichts von der Story verraten…

Der Anschlag“ war übrigens zur Abwechslung mal wieder eine recht angenehme Adaption eines Stephen King Romans. Da die Vorlage zu einem meiner absoluten Lieblinge von ihm zählt, war ich natürlich ein wenig von den Änderungen in der Story enttäuscht… aber wenigstens hatten die Macher die Eier das Ende wie vorgesehen durchzuziehen! Endlich mal wieder eine Serie, die in acht Folgen zu einem Ende kam. Und mal davon abgesehen: mit einem wirklich grandiosen James Franco! Ich habe ihn schon lange nicht mehr in so einer Rolle gesehen und wirklich mit ihm gelitten… Toller Schauspieler, der leider zu oft zu seltsame Sachen dreht.

Ob ich gleiches auch bald über „The Mist„, was erst vor kurzem bei Netflix online ging, berichten werde? Keine Ahnung. Ich liebe die Idee, die Stephen King da hatte. Auch auch wenn die ersten Folgen durchaus fesselnd waren, muss man leider schon sagen, dass einige Charaktere echt ziemlich dumm sind/agieren… Wir werden sehen, gerade macht’s noch Spaß; auch wenn man nicht weiter drüber nachdenken darf.

Endlich! Jack Johnson hat ein neues Album am Start! Jetzt brauch ich nur noch eine Deutschland Tournee und ein Konzert in München und ich bin restlos happy. Mal von meiner Freude über musikalischen Nachschub von einem meiner Lieblingsmusiker abgesehen, hat mich die Idee zu einem seiner neuen Videos total begeistert. Was für ein simpler Einfall und man muss dennoch die ganze Zeit hinschauen… Manchmal braucht’s echt nicht viel… Und die Message dahinter könnte momentan nicht aktueller sein.

Und für alle, die jetzt laut schreien (wie es viele getan haben): „Oh! Jack Johnson wird endlich mal politisch…“ Leute… Wie glaubt ihr waren „Good People“ oder „Gone“ zu verstehen? Die Good People waren sicher nicht nur mal eben einen Kaffee trinken. 

Kann bitte endlich die zweite Staffeln von The OA los gehen? Ich meine… die haben gerade erst mit dem Drehen angefangen. Wie soll ich das aushalten?! Kann mir jemand das Drehbuch klauen…?

Bahnblabla

Ich dachte ja eigentlich ich hätte mittlerweile alles durch, was man mit der deutschen Bahn im Allgemeinen so erleben kann. Denkste!
Den Vogel schoss dieser Verein definitiv bei meiner letzten Fahrt ab, als bereits eine Woche im Vorfeld klar war, dass der komplette Zug ausfallen würde. Ein Telefonat (zur Absicherung…) mit der Hotline bestätigte, was schon vermutet wurde: anstatt dessen könnte ich jeden beliebigen Zug an diesem Tag auf dieser Strecke nehmen.

So weit so gut. Da saß ich dann also. In eine zwei Stunden später fahrenden ICE und dachte mir nichts böses, als ich der Dame freundlich lächelnd mein Ticket in die Hand drückte. Was dann folgte war ebenso unverschämt wie unerwartet wie unangenehm. Anstatt die Sache kommentarlos zu akzeptieren, musste ich mir einen lautstarken Vortrag darüber anhören, dass ich hier in diesem Zug nichts zu suchen hatte! Als ich daraufhin, noch immer freundlich, meinen Fall erklärte, gab es weitere Vorhaltungen. Laut ihrer App wäre Personal auf den Zug gebucht worden und dieser auch wie geplant gefahren. Und überhaupt… den kompletten Ausfall hätte ich mir schriftlich von einem (!) Schaffner bestätigen lassen sollen!!

Dass das völlig hirnrissig ist, sah die Dame dann letztlich zwar ein und zog – mich nun in Ruhe lassend – von dannen; nur hätte ich gut und gerne auf die Aufregung und den Ärger verzichten können.

Danke deutsche Bahn, ich reise so gerne mit euch…

Telekomblabla

Viel besser beim Thema Kundenservice schneidet allerdings auch die Telekom nicht ab. Erinnert ihr euch noch? Ich hatte da vor vielen, vielen Monaten mal etwas erwähnt. Über eine Umstellung; auf’s Telefonieren über’s Internet. Das war im April!

Mittlerweile haben wir September und von einer Klärung sind wir meilenweit, ganze Universen wie mir scheint, entfernt. Zwischenzeitlich hatten wir tatsächlich auch mal (ungefähr eine Woche lang) funktionierendes, schnelles (wuhuu! 50.000er Leitung!) Internet und Telefon. Nur hat man uns das abgeschalten. Auf die simple Frage hin, warum wir auf einmal 90€ und für (!) sechs Telefonnummern zahlen. Natürlich erst, nachdem man uns versichert hatte, eine Gutschrift zu schicken, dass ein Fehler von ihrer Seite vorlag und man das nun umstellen würde (selbstverständlich wäre davon nicht unser Internet bzw die zwei Telefonleitungen, die wir auch wirklich wollten, betroffen).

Ihr ahnt etwas, nicht wahr?

Genau. Das Ende vom Lied war, dass wir auf einmal wieder ohne alles da standen. Und nach viel Ärger landeten wir dann wieder bei analoger Telefonie und der alten – super lahmen – Internetleitung. Joa.

Seitdem bekommen wir verwirrende Anrufe, werden vertröstet und es tut sich (mal wieder) nichts. War ja auch zu schön, als nach (!) 16 Technikerterminen alles mal für zwei Wochen funktioniert hat.

Und das beste: letzte Woche kam ein Schreiben. Weil wir ja noch immer analog telefonieren, diese Technik abgeschafft wird und wir uns daher bald um eine Umstellung kümmern müssten…

Hahahaha….


So. Reicht jetzt auch.