Diese Sache mit den Kooperationen…

Flatlay with laptop, glasses, sketches and book

Während ich mich vor einigen Monaten an dieser Stelle noch über unpassende Kooperationsanfragen (wobei mein Favorit immer noch diejenigen sind, die behaupten der von ihnen geschriebene Text – zu einem Thema das selbst bei großzügiger Auslegung nicht zu den sonstigen Inhalten passt – würde einen großen Mehrwert für meinen Blog und meine Leser darstellen) aufgeregt hätte, treten nun die Art in der die Anfragen erfolgen an diesen Platz.

Der echte Mehrwert…

Kurz gesagt: da würden durchaus passende Angebote in meinem Mailkasten laden. Nur: sobald ich das Thema Bezahlung in den Raum werfe, bricht der Kontakt schlagartig ab. Während man früher wenigstens noch eine Absage in Richtung: „Wir haben leider kein Budget dafür“, bekam – die wenigstens für ein Fünkchen Respekt sprach – herrscht nun einfach gleich Funkstille. Was nur die sowieso schon vorhandene Vermutung bestätigt, was hinter der angeblichen genauen Betrachtung des Blogs und der – in solch blumige und ausschweifende Worte gepackten – Begeisterung über Fotos und Inhalt steckt: nichts als leere Worte einer massenhaft verschickten Mail. So viel zum Grundsatz dieser Firmen auch – „wie Dein Blog“ – auf individuellen Content (mit echtem Mehrwert!)  Wert zu legen!

Followerzahlen und Co.

Wir brauchen an dieser Stelle erst gar nicht eine Diskussion über Followerzahlen, gekaufte Likes und Traffic oder anderen Betrügereien in dieser Richtung, die geschickt die Algorithmen der jeweiligen Plattformen ausnutzen und für frisierte Zahlen sorgen, eröffnen. Darüber wurde schon so viel geschrieben und gestritten. Ja; das machen viele. Und ja, auch die vermeintlich großen Blogger haben das anscheinend nötig. Und ja: vielen Firmen scheint das vollkommen egal zu sein. Das dürfte mittlerweile eigentlich jedem klar sein.
Und nachdem man sich Follower/Likes/Traffic gekauft hat, wird sich ausschweifend über eine Änderung im Algorithmus beschwert! Warum? Weil der – wie beispielsweise auf YouTube vor ein paar Monaten – den großen Spielern im Game um die Gunst der Follower den unverhältnismäßigen Vorteil nimmt.

Eine ernsthafte Frage: spürt jemand von euch – mit einem eher kleineren Instagram-Account – ernsthaft die Änderung des Algorithmus? Wenn ich ganz ehrlich bin profitiere ich sogar davon! So undurchsichtig all die Mathematik dahinter auch sein mag, die Anzahl meiner Likes ist definitiv gestiegen. Und mein Feed wächst was die Followerzahlen angeht sogar – wenn auch langsam – im Gegensatz zur ewigen Stagnation in den Monaten davor, wieder.

Wenn ich die Entwicklung der letzten Monate auf sozialen Plattformen betrachte, dann komme ich vor allem zu dem Schluss, dass einige Änderungen in den Algorithmen nun die Feeds mit echter Interaktion pushen. Und davon profitieren halt meistens eher die Kanäle die kleiner sind und dafür eine treue, aktive Followerschaft haben.

Gut, wir brauche an dieser Stelle natürlich gar nicht erst zu erwähnen, dass es nun auch (neben all den gekauften Likes und Followern; aber vielleicht wird diese „Neuheit“ jetzt auch erst der Allgemeinheit bekannt und mehr darüber gesprochen) Bots zu kaufen gibt, die kontinuierlich Fotos liken und so für mehr Traffic im eigenen Feed, und somit letztlich mehr Follower, sorgen. Das lassen wir nun einfach mal außen vor. Und es dürfte auch jedem klar sein, dass es auffällig ist, wenn jemand den größten Teil der Likes, die ein Foto bekommt, bereits in den ersten Minuten erhält und sich anschließend nicht mehr sonderlich viel tut…

Die Frage nach dem wahren Wert von vielen Followern

Es stellt sich nun die Frage, was mehr wert ist: zig tausende Follower – egal auf welcher Plattform – oder echte Interaktion? Was versprechen sich Firmen von der Platzierung ihres Produkts auf einem Blog, auf dem es unter all den Kooperationen und gesponserten Dingen untergeht? Oder von der ewig gleichen Art der Präsentation?

Ich frage mich das oft, wenn ich mich auf vermeintlich größeren Blogs umschaue. Was mir oft auffällt: wie wenig Kommentare man dort findet. Oder auch wie wenige, die sich wirklich auf den Inhalt beziehen und über: „Wie toll du aussiehst“, hinaus gehen. Gut, wäre ich wirklich böse müsste ich dafür auch dem Blogger die Schuld geben. Zu ein paar Fotos (wobei die zumindest im Falle der großen Blogs natürlich hochwertig gemacht sind!) und drei hingeklatschten Textzeilen – ein Prinzip was sich noch dazu fünf Mal die Woche wiederholt – lässt sich auf die Dauer eben auch nicht viel mehr sagen.

Ich denke viele Firmen übersehen zur Zeit leider das Potential von all den Blogs dort draußen, die vielleicht nicht hauptberuflich, dafür aber mit umso mehr Liebe und echtem Austausch der Leser gefüllt werden. Wenn wir mal ehrlich sind, bekommen Blogs im kleineren oder mittleren Followerbereich doch eh nur die ewig gleichen Angebote…!
Wie wäre es mit etwas mehr Mut der Firmen? Denn vielleicht hätten gerade diese Blogger ganz andere Ideen und Ansätze, als die großen Player. Die natürlich jede Kooperation absolut professionell umsetzen; diese aber meistens dennoch auf (wenn auch tolle) Bilderschlachten und ein paar Sätze gespickt mit Affiliatelinks hinauslaufen. Aber mir – und damit stehe ich sicherlich nicht alleine da – würden zig Ideen einfallen, wie man so manches Produkt, das aber leider nur den großen Blogs vorbehalten ist, kreativ und liebevoll oder eben auch einfach mal anders und individueller, umsetzen könnte.

Und bedauerlicherweise übersehen die Firmen dabei auch, dass echter Mehrwert nun mal auch nur mit Zeit und Mühe entstehen kann. Und man diese nicht geschenkt bekommt! Ich will nicht behaupten, dass ich mit meinem Stop-Motion-GIF, dass anlässlich der letzten Kooperation entstanden ist, das Rad neu erfunden habe. Dennoch habe ich mich bemüht dem Thema wenigstens etwas neuen Wind einzuhauchen (was in diesem Fall aber auch von den Verantwortlichen gewürdigt wurde). Und auch wenn die Sequenz so kurz war, steckte nun mal eine Menge Zeit darin. Zeit, die ich gerade als Selbstständige (wobei natürlich niemand – gerade in diesem Zusammenhang – für lau arbeiten müssen sollte) vergütet bekommen muss. Gerade wenn es um Content für eine Firma geht!

Flatlay with laptop, glasses, sketches and book

Die Möglichkeiten wären schier unendlich; gerade in Zeiten in denen selbst auf Instagram Video-Content immer mehr gepusht wird. Cinemagraphs wären hierbei ein Stichwort, zu dem mir einiges einfallen würde. So etwas aber „nur“ für meinen Blog und ganz ohne Vergütung für eine Firma zu entwicklen, sprengt jedoch schlicht und ergreifend jeglichen vernünftigen Zeit- und Aufwandsrahmen.

Was wäre wenn…

Mir ist selbstverständlich bewusst, dass dieser Wunsch sehr naiv ist. Aber stellen wir uns trotzdem für einen Moment vor, was passieren würde, wenn wir alle keine unbezahlten Kooperationen mehr annehmen würden. Wenn die Firmen gar keine Chance hätten ihre bisherige Taktik fortzuführen und gezwungen wären umzudenken?

Natürlich wird dieser Fall nicht eintreten; irgendwo wird immer jemand vor Begeisterung laut: „Ja! Her damit“, rufen, wenn eine Firma einen kostenlosen Lippenstift anbietet. Und dabei nicht verstehen, dass sie sich unter Wert verkauft. In einer Zeit, in der Suchmaschinen-Ranking, Backlinks und Internetpräsenz für Firmen derart wichtig geworden sind, ist jede Erwähnung eines Produkts auf einem Blog, bei Instagram oder einer anderen Plattform für eine Firma ein Gewinn. Gerade und vor allem in der Masse. Und was bekommt der (kleinere) Blogger im Gegenzug für diese Werbung? Deren Umsetzung Zeit und im besten Fall auch Mühe und Kreativität gekostet hat? Einen Artikel, der der Firma ein paar Euro kostet und den diese als Werbekosten auch noch von der Steuer absetzen kann. All das ist nichts im Vergleich zu den Kosten, die auf eine Firma zukommt, sollte sie eine richtige Werbekampagne in Auftrag geben und launchen!
Und im besten Fall wird zu der eigentlichen Kooperation gleich noch ein Gewinnspiel für die Leser vorgeschlagen und schwups… schon verbreitet sich der Name der Marke quasi von allein und die Kosten bleiben dabei minimal. Eigentlich ein ziemlich geniales Prinzip.

Warum also sollte man für eine Leistung, die einen Gewinn für eine Firma darstellt, nicht vergütet werden? Natürlich darf diese durchaus einen Blick auf die Followerzahlen werfen und selbstverständlich werden sich dabei Unterschiede bei der Bezahlung ergeben. Das ist nur fair, weil es nun mal einen Unterschied macht, ob ein Blogpost oder Foto 100 oder 1000 Mal gesehen wird.

Aber nur durch das Produkt selbst bezahlt zu werden? Das ist schlicht und ergreifend nicht fair und nur für die Firmen ein echter Mehrwert.

Diese Sache mit den Kooperationen
Diese Sache mit den Kooperationen

Behind the Scenes: Caroline.

Manchmal treffen bei Shootings nicht nur ähnlich tickende kreative Menschen zusammen, sondern finden sich auch Seelenverwandte. Zumindest was den Musikgeschmack anbelangt.
Caroline und mich verbindet nicht nur unsere Liebe für schwarz/weiß Fotos (der wir demnächst fröhnen werden), sondern auch recht ähnlichen Vorliebe beim Thema Musik.

Musik läuft eigentlich bei den meisten Shootings. Um in Stimmung zu kommen, als kleiner Anreiz oder auch einfach nur, weil es doch mal recht ruhig werden kann, wenn alles gut läuft, dass Model sich quasi von alleine bewegt und man nur noch den Auslöser meiner Kamera hört. Allerdings eher selten mein Zeug. Nicht, weil ich so einen außergewöhnlichen – oder gar so einen befremdlichen wie beispielsweise meine Schwester – Musikgeschmack hätte, dennoch finde ich die meisten Dinge die so im Radio gespielt werden oder in den Charts mitspielen eher… nicht ganz so toll. Zumindest würden sie privat nie bei mir laufen!

In der Regel höre ich spätestens wenn ich meine Kamera in die Hand nehme eh nicht mehr wirklich hin und bin ganz auf etwas anders konzentriert, weswegen ich auch mit einer – drücken wir es mal neutral aus – eher massentauglichen Musikauswahl klar komme. Und trotzdem: als ich mein übliches Sätzchen zum Thema Musik gesagt hatte und ein: „Nein, die sind gut!“, als Antwort bekam, brach natürlich meine glorreiche Stunde an.

Wir waren uns ziemlich einig was die Lieblinge angeht: neben den Kings of Leon (für deren Konzert wir beide keine Karten hatten…), standen auch Mumford&Sons („Die magst du dann doch sicher auch?“) ganz oben in unserer Gunst. Und The Killers? Mann, die waren mal cool. Aber eben bevor sie zum gewöhnlichen Chart-Gedudel (das allerdings äußerst erfolgreich war…) gewechselt sind.

Dieses Shooting war definitiv in mehr als nur einer Hinsicht ein wahres Vergnügen. Da kann das nächste ja kommen…

Beim Lichttest darf man hat noch die Straßenklamotten anhaben…

Wenn man im Winter sommerliche Klamotten fotografiert und die Heizung nicht schnell genug warm wird, dann muss man kreativ werden. Wie gut, dass so ein Profi-Föhn einiges aushält, bevor er heiß läuft.

Umziehen und ein weiterer Lichttest.

Das fast schon traditionelle Hilfe-eine-Lampe-ist-gerade-dabei-umzufallen-und-die-Fotografin-merkt-es-nicht-Foto.

Der misslungene Versuch so etwas wie ein Gruppenfoto zu Stande zu bekommen. Den Timer des Selbstauslösers auf zwei Sekunden zu stellen war wohl doch etwas zu sportlich gedacht…


Model: Caroline Schrödl (@ Munich Models)
Hair&Make-up: Hannah Manser
Styling: Bonny Fersch

Mehr oder weniger sinnfreies Alltagsblabla #7

Ich habe das Gefühl in der Einleitung zu diesen Posts schreibe ich auch immer das Gleiche: viel zu tun, Gedankenchaos, nur Schnipsel angesammelt… blablabla.

Fangen wir doch einfach an, den Rest kennt ihr ja eh schon.

Sting glasses

Brillenblabla

Eine neue Brille musste her. Ich hatte eh schon länger das Gefühl, dass die Sehstärke nicht mehr so ganz passt, nachdem mein rechtes Auge aber Anfang letzen Jahres so lange krank war (an diesem Punkt komme ich mir übrigens auch langsam so vor als würde ich mich wirklich ständig wiederholen), hab ich mir auch nicht allzu viel gedacht. Die Augenärztin meinte: „Nein.“, und ich dachte mir: „Braucht halt noch, bis es ganz verheilt ist“. Dann begann mich aber ein sehr großer Kratzer (…) im Glas zu stören und meine Versicherung lief eh aus. Der perfekte Moment also, um sich auf den Weg zum Optiker zu machen…

Dachte ich. Der Sehtest war nicht das Problem. Ich hatte recht, meine Stärke hat sich etwas verändert. Aber sonderlich blind bin ich immer noch nicht (PC ohne Brille ist trotzdem einfach zu anstrengend…).
Die Schwierigkeiten begannen erst, als es ums Aussuchen des neuen Gestells ging. Himmel! Ich war wohl an den unfähigsten Berater der ganzen Filiale geraten. Gleich zu Anfang stellte ich klar, dass ich kein zu buntes Gestell haben möchte. Das ist etwas, was für mich einfach nicht in Frage kommt. Etwas heller, etwas feiner geschnitten dürfte es sein, aber nicht bunt. Was zieht der Herr als erstes raus? Ein Gestell, dass mir von der Form her perfekt gefiel, aber eben hellblau war! Auf meine Nachfrage hin, ob das Modell auch in Schwarz verfügbar wäre, meinte der nur: „Nein, natürlich nicht.“ Öhm? Ahnt ihr was?

So ging das dann leider weiter und am Ende bin ich erfolglos abgezogen. Mit einer zur Auswahl bestellten Brille, bei der mir versichert wurde, dass die Farbe genau der eines anderen Modells entsprechen würde. Nur, damit ich dann 1 1/2 Wochen später feststellen durfte, dass das nicht der Fall war.

Dieses Mal wollte ich mich jedoch nicht so schnell abfertigen lassen und hatte dann auch Glück mit der Beraterin. Natürlich war da auch einiges an nicht passenden Modellen dabei, nur entsprachen die von Anfang an viel mehr dem was ich wollte. Bis die Kleinigkeiten stimmen dauert es eben immer. Und was soll ich sagen? Ich war ein bisschen skeptisch, als mir die Optikern davon erzählte, dass man Brillengläser nun auch dahingehend entspiegeln kann, dass sie schädliches Blaulicht (dem man viel vor dem PC und anderen Bildschirmen ausgesetzt ist) heraus filtern. Aber: ich kann’s nur empfehlen. Es ist so viel angenehmer und wesentlich weniger anstrengend für meine Augen.

Allerdings: ich habe niemals – nie! – damit gerechnet, dass es so schwierig werden würde sich an die neue Brille zu gewöhnen. Gerade, da sich eigentlich nicht so viel an meiner Sehstärke geändert hat und ich ja vorher auch schon eine getragen habe. Die ersten Tage waren wirklich schwierig!

Multimediablabla

Ich kann mich noch gar nicht so ganz beruhigen, aber nach einer Staffel The Man in the High Castle habe ich immer noch das Gefühl es hier mit der wohl dümmsten Widerstandsbewegung aller Zeiten zu tun zu haben. Dabei mag ich die Charaktere. Und die Grundidee der Serie (in der mit der Idee gespielt wird, Hitler hätte den Weltkrieg gewonnen und Amerika zwischen Deutschland und Japan aufgeteilt)! Dennoch… Das ein oder andere Geschwafel hätten sie sich sparen können und vor allem: was für eine seltsame Mystery-Wendung (ich habe es befürchtet!!) nimmt das denn nun?
Mal schauen, ob mich die zweite Staffel nun noch versöhnlich stimmt, oder nicht.

Begeistert war ich im Gegensatz dazu von The OA. Nachdem von der ersten Sekunde der Ankündigung an darauf gewartet habe, hat diese Serie meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Ganz große Empfehlung für alle, die tiefgründige Serien schätzen, die mal ganz anders und eigen und wirklich bewegend sind. Etwas zum drüber nachdenken, was einen tagelang nicht mehr loslasst. Die erste Serie, die ich noch ein zweites Mal schauen werde! Und was eine mögliche zweite Staffel angeht: umso länger ich darüber nachdenke, umso weniger will ich eine. Gewisse Dinge wirkten anfangs offener als sie sind, sobald man wirklich – so richtig und tiergehend – drüber nachdenkt. Beste Serie 2016! (Aber dazu muss es eigentlich in einem extra Post noch mal mehr geben…)

Wer einfach mal einen guten Thriller sehen will: Don’t Breath hat uns mitfiebern lassen. Da brechen Jugendliche bei einem Blinden ein, der dann nicht ganz so harmlos ist wie gedacht…

Eher ungewöhnlich für mich war mein Hinfiebern auf The Last Guardian. Ich selbst spiele eigentlich nie Games, hin und wieder ist dann aber doch eins dabei, dass mich fesselt und dann immerhin gemeinsam mit meiner Schwester gespielt wird. Und was soll ich sagen? All die Jahre Warten haben sich gelohnt. Was für eine einfache und dennoch so packende Story vor genialer Kulisse! Ich habe es geliebt, wie man sich nach und nach in immer weitere Höhen der Türme hinauf gekämpft hat; wie sich eine immer bedrückender werdende Atmosphäre aufbaute und kleine, beinahe übersehene Details böse Vorahnungen weckten. Dabei ergaben sich Handlung und Spielmechanik quasi ganz natürlich im Verlauf des Spiels. Was mich am meisten überraschte: die Bindung zwischen dem Jungen und Trico hat uns wirklich berührt! Mit jeder vergangenen Spielstunde versetzte es einem mehr und mehr einen Stich, wenn sich das Tier (wegen unseren Fehlern!) verletzte… Verrückt wie sehr die Macher es geschafft haben, dass man mit dem seltsamen Gespann mitgefiebert und gelitten hat (und wie echt doch dieses Fabelwesen in all seinen kleinen Details wirkt!). Auch wenn ich wenig Games spiele, das hier war was ganz besonderes.

The Purge: Election Year macht wiederum alles verkehrt, was die Vorgänger auch schon falsch gemacht haben. Der Anfang ist atmosphärisch stark, so bald die Sirene erschallt und die gesetzfreie Nacht eröffnet läuft es einem kalt den Rücken runter. Und dann? Tja, geht’s rapide den Bach hinunter. Wenn die bei all der sinnlosen Ballerei wenigstens was treffen würden! Puh. Schade drum, gerade dieser Teil hätte auch mal so was wie Charaktere gehabt. Ich wünschte da hätte sich mal wer hingesetzt und mehr aus der wirklich guten Idee rausgeholt!

Ziemlich gut war auch das neue Werk von M. Night Shyamalan: Split. Mann! Der Kerl ist wieder da! Definitiv. Und dieser Bogen, der da zu einem seiner alten Filme geschlagen wurde… Perfektes Kino. Der Herr respektiert wirklich seine Zuschauer und geht davon aus, dass wir auch bei einem Thriller noch ein bisschen mitdenken wollen. Wer also diesen Nervenkitzel-Film über die Entführung einiger Mädchen durch einen Psychopathen mit 23 Persönlichkeiten (übrigens genial gespielt von James McAvoy! Und ich meine wirklich genial) gegen Ende mal seltsam findet… wartet es ab. Und dann kann man nur hoffen, dass auch ihr einen seiner zum Klassiker gewordenen  Filme in der Vergangenheit schon einmal gesehen habt.

Alltagsblabla

Ich war das erste Mal bei einer Massage. Und es wird wohl auch das letzte Mal gewesen sein. Denn es war die skurrilste Erfahrung meines Lebens. Die Uhr hat derart laut getickt, dass ich mich fragen musste, wer sich dabei ernsthaft entspannen soll und permanent wurden meine vielen Muskeln und zierlichen Handgelenke gelobt. Ich fand das irgendwie… seltsam. Und fühlte mich ein wenig so, als hätte die Dame bereits potentielle Ehemänner in Thailand für mich im Kopf. Wobei… die hatte ja einen sehr einheimischen Nachnamen… Meinen Traum (…) Thai-Prinzessin zu werden kann ich also wohl doch vergessen.

Was ich neulich mit dem Support von Adobe und Photoshop erlebt habe, verdient eigentlich noch einen eigenen Blogpost. Es hat ja nur vier Tage und unzählige Versuche benötigt, bis ich wieder arbeiten konnte… Wer hätte gedacht, dass ich so etwas jemals in den Mund nehmen würde, aber: seitdem erscheint mir die Kundenhotline der Telecom direkt viel hilfreicher und freundlicher!

Meine Schwester hat im Rahmen eines Uni-Projekts Zaubern gelernt. Vor kurzem war es dann so weit: die nicht sonderlich-vorbereitete-und-recht-spontane-Zaubershow fand bei uns im Wohnzimmer statt. Und was soll ich sagen? Mich kriegt man wohl viel zu leicht; selbst mit Tricks, die eigentlich für Kindergartenkinder gedacht waren. Drauf gekommen wie die funktionieren bin ich tatsächlich nur bei einem! Nun gut, bei zweien… später beim Bettfertig machen fiel meiner Schwester da nämlich noch was aus der Hose… Auf jeden Fall war das einer der denkbar lustigsten Abende!

Ich habe den perfekten Wintertag erlebt. An einem meiner Lieblingsorte bei Mondaufgang… perfekt eben.

Ende letzten Jahres habe ich mir mal was gegönnt: einen goldenen Pailetten-Rock. Ich liebe ihn; anziehen kann ich den wohl trotzdem nur zu Silvester und… und joa. Sonst eher nicht. Vor allem auch sonst nicht, weil man das Teil keinem antun kann. Nicht, weil ich damit so unmöglich aussehe, aber das Ding fusselt und pailettiert (tolles Wort nicht wahr? Gerade ausgedacht?) wie blöd. Auf gut Deutsch: man verliert mit jedem Schritt so viele Bestandteile, dass ich mich am Ende der Nacht darüber gewundert habe, dass sich überhaupt noch Pailletten auf dem Rock befanden. Mein Papa hat das Dilemma für sich einfach gelöst und mich im Auto (kein Scherz!) auf eine Inkontinenzeinlage (okay… es war… ein Handtuch… aber angefühlt hat es sich wie im Altersheim!) gesetzt.

Neulich haben wir uns mal an Matcha-Tee probiert. Meine Mama hatte ein Döschen (für über 30€) geschenkt bekommen, also fühlten wir uns und er Pflicht es zumindest mal auszuprobieren. Und was soll ich sagen? Schmeckte genauso, wie ich es mir gedacht habe. Nach grünem Tee halt. Okay, aber eben nicht meins. Roch schon so nach… Kranksein…

Das Highlight der Woche: ich habe einen neuen Schreibtischstuhl! Nachdem ich es nun einige Zeit mit einem ohne Lehne probiert habe und der auch ganz okay war, war der Anblick meines Kissens, der mir das lange Sitzen auf dem wirklich harten Teil etwas erträglicher gemacht hat, wohl zu viel für meine Mama. Vor allem, da nun seit neustem das Futter aus dem Kissen quillt… Also hat sie mich mit einem sehr futuristischen Teil überrascht. Wieder mit Lehne und so viel angenehmer. Was für ein Unterschied!

Neulich klingelte ein Fremder an unserer Türe und gab uns, nachdem er lang und breit versichert hätte mal in der Rhododendron Abteilung des botanischen Garten gearbeitet zu haben, Tipps für unseren Rhododendron (der gerade dabei ist endgültig den Geist aufzugeben). Mann, ich muss zugeben, der Strauch sieht nicht gesund aus, aber er muss offensichtlich noch wesentlich erbarmungswürdiger aussehen als gedacht. Wenn schon fremde Leute einfach so klingeln….

Nachdem er die Fotografie aufgegeben hat, ist mein Papa jetzt mit einer GoPro unterwegs. So auch neulich beim Rodeln. Das Ergebnis ist ein Film, in dem man vor allem eins sieht: seine Füße. Nur seine Füße…


So. Bevor ich nun wieder meinen üblichen Satz von „genug Gelabert“ oder ähnliches zu Papier bringe, beende ich die Sache lieber. Zu lesen habt ihr ja nun ausreichend viel.