Mehr oder weniger sinnfreies Alltagsblabla #3

View from Arco, Lake Garda, Italy

Viel schneller als gedacht – aber so ist das eben manchmal – haben sich erneut so einige Schnipsel angesammelt. Nichts ganzes und nichts halbes – einfach nur ein Sammelsurium an Dingen aus der letzten Zeit. Und somit wird es mal wieder Zeit für ein bisschen Alltagsblabla.


Ein wenig traurig gestimmt hat mich kürzlich, dass ich aus Italien leider keinerlei (scharfe) Fotos – abseits von Handyschnappschüssen – nach Hause gebracht habe. Was mich angesichts des Ausblicks (ausführlich in diesem Post erzählt) von Arco aus wirklich nervte. Der Grund? Ich hatte durchaus eine Kamera dabei, nur leider wollte die nicht so wie ich. Ich habe mir schon vor einiger Zeit eine etwas kleinere Kamera zum Reisen und Unterwegs sein angeschafft. Nach Japan, wo ich meine Mark III inklusive 24-70mm dabei hatte, musste einfach etwas anderes her. Klar, die Qualität ist unschlagbar. Aber zum Reisen und für meine Zwecke bzw. den Stil wie ich Landschaften etc. fotografiere, sollte es in Zukunft dann doch nicht mehr meine Arbeitskamera sein. Zu schwer war sie und zu groß die Sorge, irgendetwas könnte passieren oder gar die Kamera abhanden kommen.
Nun besaß ich also eine XE-2 von Fujifilm. Sie entsprach auch genau meinen Vorstellungen. Klein, handlich, leistungsstark. Am meisten genoss ich das Gefühl, dass sie mir gab: als würde ich eine analoge Kamera in den Händen halten. Nur dummerweise bemerkte ich recht schnell, dass irgendetwas nicht so ganz stimmte. Augenscheinlich stellte das Objektiv scharf, aber die Fotos ließen Schärfe vermissen; waren oftmals sogar total unscharf. Zunächst schob ich es auf die jeweils schlechten Bedingungen, in denen ich sie getestet hatte. Aber spätestens in Italien stimmte einfach alles: tolles Licht, genug Helligkeit. Die Fotos waren trotzdem Mist: verwaschen und unscharf. Wie ärgerlich! Nicht einmal die Familienfotos lassen sich in dieser „Qualität“ ertragen.
Wenigstens hatte ich ein Mal Glück im Unglück und noch Garantie auf die Kamera.

Etwas was man von meinem Computer nicht gerade behaupten kann… Wie darin eine Speicherkarte und eine Haarklammer landeten (also ich spreche hier wahrlich vom Innenleben…)? Verrate ich nicht. Nur so viel: an der Haarklammer bin nicht ich schuld. Und: ich will auch gar nicht wissen was meine Eltern, ein Lineal und der Staubsauger damit zu tun hatten beides wieder heraus zu befördern. Ehrlich nicht.

Wer mal so richtig schöne Photoshop Fails sehen möchte, der sollte in diesem Onlineshop vorbei schauen.
Mal im Ernst: wer hat das verbrochen? Wer hat das übersehen oder gar abgesegnet? Manche Dinge sind mir einfach unverständlich…

Bikini Onlineshop Photoshop Fail

Sind wir mal ehrlich, liebe Leidensgenossinnen mit kleiner Oberweite: Einkaufen kann da manchmal ganz schön ernüchternd sein. Neulich erst wieder in der hiesigen Filiale der Kette xy erlebt: kaum den Fuß über die Türschwelle gesetzt und noch nicht mal einen vollen Blick in die Runde des Sortiments geworfen, stürmt auch schon eine übermotivierte Verkäuferin auf mich zu. „Kennen Sie Ihre xy-Größe? Bei uns fallen nämlich alle BHs zwei Nummern kleiner aus.“ Nicht ganz ehrlich tat ich die Sache einfach mit einem gemurmelten: „Ich schau mich nur um“, ab und ging kleinlaut mit meiner Wahl (dem mit Abstand kleinsten BH des Ladens) in Richtung Umkleidekabinen. Wenn der nicht passen würde, würden alle übereifrigen Verkäuferinnen der Welt nicht mehr helfen. Und was soll ich sagen? Dieses „unsere Sachen fallen kleiner aus“ habe ich ja noch nie verstanden. Wo ist da Bitteschön der Sinn dahinter? Natürlich passte das Ding nicht. Hinten und vorne Nicht. Überhaupt nicht. Gar nicht. Ich ging also deprimiert nach Hause, setzte mich verzweifelt vor den PC und bin dann – nach einer traurigen Suche – doch noch im Internet fündig geworden. Und wurde dabei sogar um eine Erkenntnis reicher: Problem bei kleiner Oberweite ist nicht etwa, dass es in der Theorie nicht genügend kleine BHs geben würde, die Schwierigkeit besteht viel mehr darin, dass die Firmen eine Standardgröße produzieren und alle anderen Größen nur von diesem Modell ausgehend herunter skalieren… Kein Wunder also, dass manchmal – allen Tabellen, Maße und Größen (zwei Nummern kleiner als bei anderen Firmen…) zum Trotz – ums Verrecken nichts richtig sitzen will!
Einen simplen, weißen, nicht komplett durchsichtigen BH zu finden, der wiederum nicht so aussieht als würde er meiner Ur-Oma gehören, kann also ziemlich schwierig sein.

Während es Serien-technisch bei mir immer noch nur Sons of Anarchy gibt (die dritte Staffel ist zu viel für mich… ich ertrage das nicht mehr lange), habe ich auch wieder vermehrt Filme geschaut habe. Herausgestochen sind dabei vor allem Soul Surfer (die wahre Geschichte einer jungen Surferin, die bei einem Hai Angriff ihren Arm verliert und trotzdem Surf-Profi wird; tolle Story, bei der mir neben der eigentlichen Story vor allem der so lustige und starke Familienzusammenhalt gefallen hat) und Whiplash. Zu letzterem gibt es genug für einen eigenen Post zu sagen. Das Lazarus Projekt dagegen hätte ziemlich viel können. Herausgekommen ist auch kein wirklich schlechter Film, nur beschlich einem schnell das Gefühl, dass man diese Auflösung (leider!) schon zu häufig so oder so ähnlich gelesen oder gar gesehen hatte. Schade drum, der hätte noch besser sein können! Gilt übrigens auch für Die Vorsehung… gegen manche Logiklücken kommt nicht mal mehr Anthony Hopkins an.

Gestern (vorgestern für euch – ich schreibe diese Zeilen am Vorabend) habe ich eine recht persönliche Porträtserie fotografiert. Ein Teil davon war ein absolutes Experiment (und ich war froh, dass sich Leute gefunden hatten, die das Risiko einzugehen bereit waren) und funktionierte auch nur teilweise, aber wir hatten einfach eine tolle Zeit und immerhin eine Erfolgsquote von 50%. Die Reste davon dürften noch auf Snapchat (christinepolz) zu sehen sein.

Allerdings werde ich um das Element Wasser bei Shootings erst mal wieder einen großen Bogen machen… hat sich nicht gelohnt, war einzig und allein eine große Quälerei des Models (trotz Wasserkocher…).
Falls jemand eine Lösung für ein flaches, großes Becken parat hat: her damit. Planschbecken, tiefe Pools oder gar Seen/Flüsse/etc. kommen nämlich nicht in Frage.

Hozier mochte ich schon, bevor auch nur irgendjemandem hier in Deutschland „Take me to Church“ im Ohr lag. Mein Liebling momentan ist (mal wieder) „Jackie und Wilson„. Aber die YouTube Videos dazu hören sich alle akustisch relativ mies an. Ich mag ihn also eigentlich etwas lauter und live, aber ganz ruhig geht manchmal eben auch.

Und vom Iren Hozier (was für eine Überleitung!) kommen wir nun auch schon zum letzten Punkt: es wird hier und generell erst mal ruhig werden. Die nächste Woche über werde ich mich nämlich in Irland herumtreiben und bin schon sehr gespannt darauf. Irland steht schon lange auf meiner Liste und ich freue mich vor allem auf Landschaft, Landschaft und noch mehr Landschaft. Zunächst einmal freue ich mich aber auf eine sicherlich (wie immer) total entspannte und problemlose (…) Bahnfahrt (ihr bemerkt die Ironie, nicht wahr?).

The Polaroid Diary: Japan {Teil II}

Nachdem ich euch ja bereits im ersten Post in dieser kleinen Reihe die Hintergründe zu all diesen Polaroids aus Japan erzählt habe, wird es nun Zeit für den zweiten Schwung der Fotos.

Verlieren wir nicht weiter Zeit mit Geschwafel; here we go.

Mein kleines Polaroid „Tagebuch“ aus Japan (Teil 2):

Polaroid of Torii at Miyajima; Hiroshima; Japan

Von Hiroshima aus machten wir uns auf den Weg zur Insel Miyajima. Am Ufer dieser Insel befindet sich wohl eines der meistfotografierten Wahrzeichen Japans. Ein Torii im Wasser… zumindest meistens. Als wir ankamen, begann nämlich gerade die Ebbe! Ich habe also tatsächlich nur dieses eine Polaroid (und ein Foto…) vom Tor im Wasser… auf allen anderen sieht man viel Schlamm und Algen. Allerdings ist mir die Insel sowieso am meisten wegen all den Rehen in Erinnerung geblieben. Die leben da nämlich wild, sind Touristen gewohnt und daher ganz und gar nicht schreckhaft…

Polaroid of a red temple in Koya-san; Japan Polaroid of the castle in Kumamoto; Japan

Wie gesagt, kleinere Tempel und Pagoden findet man in Japan quasi überall (und dieses etwas am linken Rand rührt wohl daher, dass das Polaroid noch während dem Entwickeln aus Versehen etwas geknickt habe…). // Das „Schloss“ aus „The Last Samurai“.

Polaroid of Shirakawago at sunset; Japan

Ich werde nicht müde immer wieder zu betonen was für einen außerordentlich besonderen, zauberhaften, witzigen Abend ich in Shirakawa-go hatte. Dem Dorf, das zum UNESCO Weltkulturerbe zählt und dessen besondere Atmosphäre nach „Nachhausegehen“ aller Tagestouristen einfach kein Foto, kein Polaroid und nichts auf der Welt gerecht wird.

Polaroid of Korakuen garden; Okayama; Japan

Hübsche Gärten haben die Japaner ja fast genauso viele wie Torii und Tempel. Hier einer der berühmtesten. (Diese Gärten sind mit ein Grund, warum ich unbedingt noch mal zu anderen Jahreszeiten nach Japan muss. Im Herbst oder Frühling… denn gerade wenn sich das Bunt der Blätter oder Kirschblüten zum Grün gesellt, kommt die besondere Ästhetik der japanischen Gärten sicherlich erst richtig zur Geltung.)

Polaroid of Mt Fuji; Japan

Der Fuji. 

Polaroid of a temple entrance in Japan

Joa. Mal wieder ein Tempel…oder zumindest der Eingang zu einem.

Polaroid of the big buddha statue at Kamakura; Japan

Riesige Buddha Statue.

Japan; Tokyo: view from the hotel over the city

In Tokyo angekommen war dies das erste Polaroid, dass ich gemacht habe. Unser Blick aus dem Hotelzimmer. Wahnsinn wie hoch wir doch gewohnt haben (darüber darf man wirklich nicht nachdenken. Vor allem nicht in Zusammenhang mit dem Thema Erdbeben…).

Polaroid of a street in Japan Japan; Tokyo; view from the Skytree over the city

Straße in Japan. // Der Ausblick über ganz Tokyo vom Skytree aus. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, wie riesig diese Stadt ist! Selbst wenn man dort oben steht und nur dieses unendliche Meer aus Häusern und Straßen sieht, entzieht es sich irgendwie dem Begreifen wie groß diese Stadt doch ist.

Polaroid of the view from the Tokyo Skytree; Japan

Noch einmal der Blick über Tokyo. Gaaaaaanz weit hinten (wo man schwach die Berge erkennen kann) sieht man den Fuji! Eine solche Fernsicht ist im Sommer (mit all dem Dunst, auf Grund der Luftfeuchtigkeit und dem Smog) sehr selten. Den Fuji sieht man von Tokyo aus so gut wie nie um diese Jahreszeit.

Polaroid of a street in Asakusa; Tokyo; Japan

Asakusa, einer der Stadteile Tokyos (der für unsere Begriffe gut als eigene Stadt durchgehen würde).


Das waren sie also, meine Polaroids aus Japan. Lange lagen sie ungescannt auf meinem Schreibtisch, aber das hat ja nun ein Ende. Zwar spät, aber wenigstens noch pünktlich vor den nächsten Reisen (und neuen Polaroids).

Porträts mit Yamelin

yamelin-puchbauer-tanja-zuendt-christine-polz-photography-nude-portrait

Eines der Dinge, die ich an meiner Arbeit am meisten liebe, ist die Tatsache, dass ich mit solch unterschiedlichen Menschen zusammentreffe und arbeiten darf. Was da nicht alles dabei ist… von der Tänzerin (die ich lustigerweise schon Jahre vor einem gemeinsamen Job auf der Bühne gesehen habe) bis hin zu bekannteren Models (die tatsächlich jeder von euch schon in TV-Spots gesehen hat) oder gar Bachelorette Kandidaten war da schon so einiges dabei.

Und manchmal trifft man auf ganz schön exotische Mischungen. Wie zum Beispiel auf Yamelin (aus deren Namen mir die Autokorrektur ständig „Kamelien“ machen möchte… ich hoffe all diese „Verbesserungen“ sind mir beim Korrekturlesen aufgefallen. Wobei… es wäre nicht das erste Mal, dass mir da was entgangen wäre!). Leider ist das Shooting nun schon einige Zeit her (mehrere Monate, wenn nicht sogar ein Jahr), daher bin ich mir bei ihrer Herkunftsgeschichte nicht mehr ganz sicher. Ich garantiere für nichts; bin mir aber ziemlich sicher, dass auch euch ihr exotisches Aussehen ins Auge stechen dürfte. Yamelin (wenn mich nicht alles täuscht!) hat peruanische und indianische Wurzeln, aber einen herrlich deutschen Nachnamen. Ihr Hautton stellte für die Visagistin durchaus eine gewisse Herausforderung dar (was hin und wieder bei recht exotischen Mischungen vorkommt), machte sich aber umso besser vor dem von mir gewählten Hintergrund. Vor allem etwas „nackiger“ und ohne großes Drumherum.

Und hey, seht ihr den All-over-Jeans Look? Sieht man ja jetzt ständig. Wir fanden das im letzten Frühjahr schon ziemlich cool…

yamelin-puchbauer-tanja-zuendt-christine-polz-photography-nude-portrait2 yamelin-puchbauer-tanja-zuendt-christine-polz-photography-nude-portrait3

yamelin-puchbauer-tanja-zuendt-christine-polz-photography-allover-jeans-look2

yamelin-puchbauer-tanja-zuendt-christine-polz-photography-allover-jeans-look3 yamelin-puchbauer-tanja-zuendt-christine-polz-photography-allover-jeans-look

Model: Yamelin Puchbauer
Hair&Make-up: Tanja Zündt