12 Monate – 12 Fotos

Eigentlich ist es schon viel zu spät für einen Jahresrückblick 2018. Eigentlich hat sich schon jeder daran satt gesehen und schon zu viele davon gelesen. Und eigentlich finde ich diese Beiträge selbst gar nicht so doll. Eigentlich. Denn auch wenn die Idee dazu weder besonders neu oder innovativ ist, gab es da eben diesen halbfertigen Post, den ich nun doch noch beenden und veröffentlichen wollte. 12 Monate – 12 Fotos


JANUAR

Ausblick aus der Bergbahn

Der Januar fing im wahrsten Sinne des Wortes gleich (nämlich am 2.1) ziemlich blöd an. Mit einem kleinen Unfall, einigen geprellten Knochen und einem Bänderriss. Eigentlich nichts weiter Tragisches, aber die Sache im Krankenhaus (beim Röntgen) geriet ich gleich an eine besonders unverschämte (oder dumme?) Dame und da noch dazu in meiner Familie leider nie irgendwer etwas in die Richtung gehabt hatte, vertrauten wir erst mal einer Woche der Aussage: „Ein paar Tage hochlagern, dann wird das wieder.“ Der Hinweis, dass da unter Umständen doch mehr Heilen müsste als die Schwellung, fehlte leider und als selbst der naivste Mensch – also ich – einsehen musste, dass das so nicht stimmen kann, hinkte ich irgendwann selbst zum Physiotherapeuten. Da wurde mir dann freundlicherweise gleich mal gezeigt, wie man überhaupt Stufen mit Hilfe von Krücken meistert. Und dann wurde mir eine ganze Liste an Terminen in die Hand gedrückt…

Was folgte war so ziemlich die nervigste Zeit überhaupt! Weniger wegen der Physiotherapie selbst (die natürlich super angenehm war…), als wegen der ganzen Panik drum herum. Kurzzeitig wurde auf Grund der enormen Schwellung angenommen ich hätte so ein seltsames Syndrom mit unaussprechlichem Namen – was wirklich übel gewesen wäre, aber meiner Meinung nach halt einfach davon kam, dass ich eine Woche lang überhaupt keine Ahnung davon hatte, dass die nicht einfach so wieder zurück gehen würde. Und nachdem ich sowieso immer schon große Panik vor Spritzen und gerade erst den Kampf mit den Thrombosespritzen hinter mit hatte (ja, zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es auch Tabletten gibt… danke liebe Dame im Krankenhaus! Dabei hatte ich meine Panik noch erwähnt…), war ein MRT vermeintlich mit Kontrastmittel noch die Krone auf meine eh von Schmerzen geplagten Nerven.

Zum Glück traf ich beim MRT auf wesentlich nettere Menschen und das Kontrastmittel war auch gar nicht nötig. Das Syndrom hatte ich ebenfalls nicht und so konnte die eigentliche Therapie beginnen.

Die dann auch ziemlich schnell anschlug. Innerhalb von zwei Wochen bin ich wieder ohne Krücken gegangen, innerhalb eines Monats wieder beim Sport gewesen. Zwar hatte ich noch eine zeitlang Schmerzen bei längerer Belastung und Treppen bzw. Autofahren blieben noch unangenehm, aber im Endeffekt hatte ich mal wieder Glück im Unglück.

Nun bin ich schon seit vielen Monaten absolut schmerzfrei und habe – im Gegensatz zu dem was ich so von so vielen anderen höre – weder Problem noch eine nennenswerte Schwäche im Sprunggelenk. Und das obwohl man mir erzählt hatte, es würde sich, wenn wirklich alle Bänder einmal gerissen sind, nie mehr ganz erholen. Pff. Es kommt halt leider doch immer darauf an, an welchen Physiotherapeuten/Osteopathen man gerät und ich hatte da wirklich gute Leute an der Hand! Aber…

FEBRUAR

Ein „Rentnerausflug“ (da mit Bergbahn erreichbar) mit Ausblick

…irgendetwas stimmte nicht. Ja, die Sache hatte meine Pläne etwas durcheinander gewirbelt. Und die Schmerzen beziehungsweise die dadurch recht unruhigen und unbequemen Nächte waren eine zeitlang wirklich auslaugend, aber eigentlich war doch alles ziemlich glimpflich ausgegangen. Da ist es wieder, dieses Wort. Eigentlich. Irgendwie hatte mich der Unfall nämlich in eine ausgewachsene Krise bugsiert! Nichts lief! Wirklich gar nichts. Und vor allem und gerade nicht in der Arbeit. Im Nachhinein betrachtet hatten die Vorfälle einige alte Wunden aufreissen lassen, Ängste und Gefühle wieder hochkommen lassen, die ich zwar glaubte hinter mir gelassen zu haben, aber letztlich noch lange nicht verwunden hatte.

Zum Bänderriss gesellte sich, dass ich mich gesundheitlich auch nach über zwei Jahren noch nicht völlig auf dem Damm fühlte. Noch immer war ich schnell abgeschlagen, hatte wenig Energie und Durchhaltevermögen; fühlte mich zwar besser, stagnierte aber trotzdem irgendwie im wohlbefindlichen Mittelfeld.
Das alles trug nicht gerade zu meiner guten – die ja eh nicht gut war – Laune bei und machte aus der körperlichen Krise auch bald eine mentale. Das alles mündete in meiner wohl existentiellsten Arbeitskrise aller Zeiten. Ich hatte keinen Plan B oder eine andere Idee. Noch nicht einmal wirklich Lust auf etwas anderes oder wirklich die Absicht mit allem aufzuhören. Aber nah dran war ich dennoch. Weil ich das erste Mal wirklich keinen Weg mehr sah und nicht wusste wie es weiter gehen soll.

Ansonsten war der Februar der Monat der „Rentner“-Ausflüge. Mein Fuß und der Schnee vertrugen sich noch nicht so gut und so machten wir einige Ausflüge, für die man nicht viel gehen musste. Und eigentlich stellte sich das als recht lustig heraus. Allein schon der eine Sonntag, an dem wir uns völlig im Wald verliefen (und ein totes Reh fanden)…

MÄRZ

Nach viel zu langer Zeit Avianna McKee endlich wieder gesehen und fotografiert. Mit quasi nix; im Wohnzimmer, mit Haaröl als Highlighter…

Der März war der Monat, in dem ich langsam wieder das Gefühl hatte, festen Boden unter den Füßen zu haben. Ich hatte wieder zu so etwas wie einer Arbeitsroutine gefunden, wieder mit dem Malen angefangen und sogar Bilder verkauft, es gab wieder Shootings und es lief besser. Dachte ich.

APRIL

Ein Tag vor dem „Desaster“ – Iseosee

Und dann kam der April und machte mir einen Strich durch die Rechnung. Auf einen vermeintlichen Hörsturz hin (der in Wahrheit ein eingeklemmter Halswirbel war – was ich leider auf Grund der Feiertage zu spät herausfand und nur mal wieder zeigt: es ist so wichtig an den richtigen Arzt zu geraten…), bekam ich eine für mein Gewicht und Größe zu hohe Kortison Dosis verschrieben. Und die verwandelte mich und meine psychische Verfassung, die sich gerade so wieder erholt hatte, in ein ständig in tränenaufgelöstes, streitsüchtiges Etwas. Erst nach 1 1/2 Wochen bekam ich die richtige Diagnose und erfuhr, dass meine extremen Stimmungsschwankungen nicht daran lagen, dass ich mich nun vollendens darauf bewegte durchzudrehen, sondern durch das übermäßig hohe Kortison ausgelöst worden waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte mein Umfeld bereits in den Wahnsinn getrieben und auch wenn ich – so dumm es sich anhören mag, aber das muss man wirklich selbst erleben, um es zu verstehen – wirklich keinen Einfluss mehr darauf hatte, tun mir einige getane und gesagte Dinge bis heute unendlich leid.

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass jeder andere das allem Anschein nach besser weggesteckt hat als ich…

MAI

Manarola bei Sonnenuntergang

Und wieder ging es bergauf. Im Mai liegen immer so einige Feiertage und das bedeutete nicht nur viel Zeit mit der Familie, sondern auch Cinque Terre. Endlich sah ich die Orte live und in Farbe (wobei „in Farbe“ ja relativ ist; wie habe ich über die in der Regel übermäßig bearbeiteten Farben der Häuser auf all den Fotos geschmunzelt), die ich schon auf so vielen Fotos gesehen hatte. Schön war’s!

Und schon da kam mir ein Gedanke, der auf den Familienroadtrip 2019 noch großen Einfluss nehmen sollte: eigentlich kennen wir nur den Gardasee und ein bisschen Norditalien; es wird Zeit für das „wahre“ Italien…

JUNI

Gleicher Ort wie auf dem Foto im Februar – nur eben ganz anders

Während es mit meiner seelischen Verfassung ungefähr so lief wie mit der körperlichen – weitestgehend Stagnation – hatte der Juni so einige schöne Dinge in petto. Einen Raum voller Luftballons, Ausflüge und Shootings.

JULI

Gásadalur – Färöer Inseln

Mein Blog Relaunch (DSGVO sei’s gedankt), weitere Shootings und langsam der Countdown in Richtung Familienurlaub. Auf die Färöer Inseln sollte es gehen! Ein weiteres Ziel – neben Cinque Terre – in jenem Jahr, das quasi schon vor Island auf meiner Liste ganz weit oben stand. Und dann kam zu Beginn erst ein Mal das ganz große Chaos: eine Sicherheitspanne am Münchner Flughafen sorgte für annullierte Flüge und für eine zwei Tage spätere Ankunft auf den regnerischen Inseln. Aber halt ohne Gepäck… Die ersten Tage waren also alles andere als entspannt… Wir waren mit den Nerven am Ende. Gerade ich; was ja generell ganz gut zu meiner psychischen Verfassung in der ersten Jahreshälfte passte. Anspannung und Freude, Tränen und Lachen lagen in diesen Tagen sehr nah beieinander.

AUGUST

Ein weiteres Mal Färöer Inseln – dieses Mal eine der wenigen sonnigen Momente auf Mykines. Der wunderschönen Insel voller Puffins, die man nur mit einer beängstigenden Bootsfahrt erreicht

Und dann… dann fand unser Gepäck zu uns. Genau an jenem Tag, als wir von unserem Appartement in der Nähe des Flughafens in die Hauptstadt umzogen. So konnte der Urlaub nun noch einmal und dieses Mal so richtig beginnen. Mit der gesamten Ausrüstung (endlich wieder so wirklich wohlfühlen und nicht mehr frieren!) und eine einem gigantischen Loft!

Die Färöer Inseln sind auch noch so ein Thema, dass hier bisher leider zu kurz gekommen ist. Nur so viel sei gesagt: ja, sie sind so schön und leer (aka Touristenarm) wie sie scheinen. Aber: das Klima ist auch noch mal wesentlich rauer als man es sich selbst nach Besuchen von Irland, Schottland oder Island denken würde. Der Regen oder der unglaublich dichte Nebel machten uns den ein oder anderen Ausflug nicht gerade einfach… genauso wenig wie die oft interessanten Beschreibungen von Bootsfahrten (die wahren ernsthaft ein Albtraum!!), Zeitangaben oder Wanderungen. Und obwohl das mitunter wirklich nerven konnte, hatten wir gerade wegen diesen Seltsamkeiten (auch bei den Tischreservierungen… ein ganz eigenes Thema…) oft am meisten zu lachen!

Ach ja, und es gab echten Skyr. Nicht dieses Zeug, was hier in Deutschland als Skyr nach isländischem Rezept verkauft wird. Nein, den echten. Den, der so richtig gut schmeckt.

Gegen Ende des Augusts traf ich dann aber nicht nur auf eine der liebsten, schönsten und besten (Arbeits-) Freundinnen, die ich in diesem Jahr kennen lernen durfte und mit der ich hoffentlich noch viele schöne Jahre und Shootings erleben darf, sondern auch eine Entscheidung, die alles für mich verändern sollte: so konnte es nicht weiter gehen. Irgendwas musste ich ändern. Denn mit meiner körperlichen Verfassung, ging es ebenso bergauf und bergab wie mit meiner seelischen. Und das musste aufhören. Das war nicht mehr ich, so mochte ich mich nicht. Es ist keine Ausrede, sondern eine Tatsache, dass ich oftmals gar nicht anders konnte. Depression ist ein großes Wort und eine schlimme Krankheit, die ich in diesem Zusammenhang gar nicht wirklich in den Mund nehmen möchte, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht weit davon entfernt war.

Ich hatte vor allem und jedem Angst. Vor der Arbeit, dem Versagen, der Zukunft, Menschen und irgendwann sogar vor dem Telefonieren. Vor allem Großen und Kleinen. Und so kommt man nicht weiter. Weder im Leben, noch als Selbstständige.

SEPTEMBER

Nur ein Beispiel von einem der tollen Shootings im September – dafür aber eins, von einem mit einer ganz besonderen Person; Anja Straubhaar

Nach meinem Entschluss, begannen sich bereits im September die Dinge zu ändern. Anfangs fast unbemerkt – auch von mir selbst; was im Nachhinein wohl mich selbst am Meisten überraschte – aber stetig. Aus Anfragen wurden fast, wie von allein, keine Absagen mehr, sondern Aufträge. Meinen Geschäftssinn, den ich in der Theorie längst hatte, auch wirklich einzusetzen, führte dazu, dass ich ein paar Dinge tat, für die ich vor einigen Monaten noch nicht einmal Ansatzweise den Mut aufgebracht und die ich lieber gleich ganz bleiben lassen hätte. Aber genau darüber gar nicht mehr groß nachzudenken und einfach zu machen; das brachte die Dinge wieder ins Rollen.

Es mag ein wenig so klingen, als würde ich hier um den heißen Brei herum reden und ein großes Geheimnis darum machen möchte, was denn nun die die große Veränderung für mich brachte. Genau das Gegenteil ist der Fall, ich würde nur ein riesiges Fass aufmachen, dass an dieser Stelle den Rahmen sprengt. Daher möglichst kurz zusammen gefasst: ich habe damit angefangen, was am Anfang von allem steht. Dem Atmen. So bescheuert das klingen mag (und ich merke jetzt schon, wie meine Ausführungen den Rahmen sprengen…), aber genau das war die Lösung für mich. Ich hatte zu diesem Punkt bereits beinahe drei Jahre Probleme, Schmerzen und mittlerweile extreme mentale Schwierigkeiten. Und das, obwohl ich wirklich tolle Menschen (sowohl in der Familie als auch vom Fach) um mich herum und unzählige Dinge ausprobiert hatte. Alles brachte etwas, aber nichts brachte die große Lösung. Und dabei habe ich mich nicht nur auf die Hilfe anderer verlassen, sondern auch selbst unglaublich viel gelesen und versucht. Und ich kenne sie alle. Dispenza, verschiedene Mediationstechniken, Law of Attraction, Dr. Joseph Murphy – von neuen Erkenntnissen bis hin zu Büchern, die schon mein Opa kannte.

Ich sage nicht, dass diese Techniken nicht funktionieren (nein, dass sie das tun, habe ich schon noch selbst erlebt), aber sie haben für mich in diesem Moment und in meinem Zustand nicht funktioniert. Es mag durchaus sein, dass sie mir etwas gebracht hätten, wenn ich diese Methoden bereits vor meiner Erkrankung gekannt hätte. Aber sie zu einem Zeitpunkt anzuwenden, an dem ich mir gar nicht mehr vorstellen konnte schmerzfrei zu sein und gar keinen Zugang mehr zu einem Wohlfühlen oder Gleichgewicht im eigenen Körper hatte, brachte mir mal ein paar Stunden, vielleicht auch ein oder zwei Tage, etwas Erleichterung. Das Problem an der Wurzel packen gelang mir damit jedoch nicht. Die Schmerzen und die Verzweiflung kehrten stets zuverlässig zurück.

Uncontrolled stress hormons will culminate in anxiety out of control.

Wim Hof

Wo also anfangen, wenn man gar nicht mehr daran erinnern kann, wie man sich gesund und ausgeglichen fühlt? Die Antwort ist so einfach wie banal: beim Atmen. Geholfen hat mir dabei etwas, was ich schon vor vielen Monaten entdeckt und mir durchaus kurzzeitig bereits geholfen hatte. Der Schlüssel darin lag aber im Commitment dazu. Es nicht vor lauter Angst auch das könnte nicht funktionieren (oh ja, auch das war eine meiner Ängste…), nur hin und wieder mal kurz auszuprobieren, sondern sich voll und ganz darauf einzulassen. Was mir vorher mal wieder nicht möglich war, zog ich nun durch. Es war eh schon egal.

Was manch einer belächeln mag, ist letztlich nichts anderes als simple Chemie: Schmerz ist nichts anderes als Stress (und für den braucht es ja nicht mal Schmerz…) für den Körper. Wir beginnen flacher und somit weniger Sauerstoff einzuatmen. Und umso schlechter der Körper damit versorgt ist, umso schlechter laufen die Prozesse im Körper, und den Organen und in den Zellen. Der Körper wird sauer, es entstehen Entzündungen, weitere Erkrankungen (gerade diese Krankheiten, für die niemand so ganz Erklärung oder Ursache findet), Schmerzen und noch mehr Stress. Ein Teufelskreis.
Aber genau dagegen gibt es dort draußen ein paar ebenso einfache wie faszinierend machtvolle Übungen.
Und dabei muss man auch erst mal nichts weiter tun, als genau das: atmen. Man muss nicht jahrelang üben, etwas schwieriges Erlernen oder positive Gefühle hervor holen, die man einfach nicht in sich finden kann. Und letztlich muss man es nicht mal lange betreiben. Man merkt sofort eine gewisse Wirkung, nach einigen Wochen eine große Veränderung. Die Schmerzen gingen und mit meiner bescheidenen körperlichen Verfassung auch die Ängste. Nach und nach. Was drei Jahre da war, verschwindet nicht über Nacht. Aber wenn ich ehrlich bin: eigentlich war’s so. Die Auswirkungen waren innerhalb kürzester Zeit erstaunlich.

So, jetzt habe ich doch noch ein Fass aufgemacht. Aber da das der Ausgangspunkt für alles Gute im weiteren Verlauf des Jahres war, sei es der Sache gegönnt.

Und wer nun mehr wissen will, fängt am besten mit dieser Dokumentation an und macht bei diesem Interview weiter.

OKTOBER

Wanderung um die drei Zinnen – Südtirol

Im Oktober stand nicht nur endlich Südtirol an – sondern wir verbrachten generell einige wirklich perfekte Herbsttage! So schön war der Herbst schon lange nicht mehr. Und während wir in Südtirol Sonnenschein und sogar Schnee hatten (und ein paar wirklich gigantische Ausblicke), ging es daheim mit perfektem, goldenen Herbstwetter weiter… Es war ein Monat mit einigem an Arbeit, einer schönen Wiederbegegnung, aber auch viel Vergnügen zwischen gigantischen Bergen, buntem Herbstlaub und My Dad Wrote a Porno. Die perfekte Mischung.

Ach ja und das Stricken habe ich im Oktober auch wieder für mich entdeckt.

NOVEMBER

Nur ein klitzekleiner Moment aus diesem tollen Shooting Monat!

Ein Foto für den November auszuwählen, fällt mir unglaublich schwer! Das so lange so tolle Herbstwetter hatte es uns nämlich ermöglicht, noch ein paar Editorials draußen zu fotografieren. Dabei lief zwar zunächst auch nicht alles glatt (ein plötzlich abgesprungenes Model oder eine Location, die sich innerhalb von drei Wochen sehr stark verändert hatte), aber irgendwie wurde immer alles gut. Mehr als gut.

Und weil es bei der Fülle an tollen Fotos und Erinnerungen wirklich schwer ist sich für eins zu entscheiden, hab ich einfach eines von einem Shooting gewählt, bei dem gleich mehrere glückliche Ereignisse zusammen kamen! Das ganze Team war toll (unter anderem Teil davon war auch unter anderem auch meine bereits erwähnte, so glückliche Arbeitsbegegnung), aber gerade das Model war ein Glücksfall… Kurz vor dem Shooting standen wir wieder ohne Model da, als sich ausgerechnet eine Bookerin, mit der ich schon in er Vergangenheit zusammen gearbeitet hatte, von ihrem neuen Arbeitsplatz aus meldete und dann auch noch das perfekte Mädel für uns hatte. Was haben wir tolles fotografiert, was haben wir gelacht!

Wer noch ein paar mehr Eindrücke der Shootings sehen will, findet diese in den Highlights bei Instagram.

DEZEMBER

Ein Teil der Milchstraße

So schwer es war sich für ein Foto für den November zu entscheiden, so leicht fällt es mir im Dezember. Im Dezember habe ich nicht nur endlich , sondern war auch wieder gemeinsam mit meiner Cousine den Sternenhimmel fotografieren. Und im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir dieses Mal wirklich die perfekten Bedingungen: eine sternenklare Nacht mit ein wenig Neuschnee. Saukalt war es dafür auch, aber das muss man halt in den Kauf nehmen (tatsächlich waren anschließend die Autotüren leicht gefroren und die Nacht zu dem Zeitpunkt eine der kältesten des bisherigen Winters). Es war ganz zauberhaft!

Wie auch der restliche Monat. Ich habe noch mal viel gearbeitet und durfte das mit tollen Menschen machen (zwei Mal habe ich sogar endlich Menschen wiedergetroffen, mit denen es zwischenzeitlich viel zu lange kein Shooting mehr gab), hatte einen zauberhaften Nachmittag in der Wohnung mit den wohl schönsten (selbstgebauten…) Lampen, die ich je gesehen habe, habe endlich mal meine Schwester in ihrer „neuen“ Wohnung besucht und habe die allgemeine Weihnachtsstimmung absolut genossen.

Ach ja und auf der Treppe ausgerutscht und gefallen bin ich auch… Das tat zwar eine gute Woche höllisch weh; war jedoch dennoch wirklich Glück im Unglück.

Die allgemeine Hochstimmung konnte das – obwohl ich zwischenzeitlich wirklich krumm wie eine 80jährige ging – nicht trüben!


So – entschuldigt den Ausdruck, aber es war so – beschissen das Jahr begonnen hatte, umso besser hörte es auf. Voller Vorfreude auf die Arbeit, die Shootings und die Reisen – also quasi allem – durfte ich in die Weihnachts-/Neujahrspause gehen. Nachdem ich zwischenzeitlich wirklich verzweifelt war und nicht mehr so ganz wusste wie es weiter gehen sollte, begannen die Dinge vor ein paar Monaten wieder an ihren Platz zu fallen. Noch im Sommer hätte ich nicht gedacht, dass ich am Ende des Jahres sagen würde, dass ich nun endlich (nach drei Jahren mit mal mehr und mal weniger starken Problemen) keine Schmerzen mehr haben würde. Und als die Schmerzen gingen, kam endlich wieder ein Gleichgewicht zurück – in meine mentale Verfassung, in mich und somit in mein Leben. Das bin wieder ich. Lustig, manchmal zu laut, kreativ, neugierig und manchmal eben auch unsicher. Aber nicht mehr ängstlich.

Und so sitze ich nun hier, schreibe diese Zeilen und kann kaum erwarten, was dieses Jahr alles für mich bereit halten wird!

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  1. Paleica

    28. Januar 2019 um 17:21 Uhr

    ach, ich mag jahresrückblicke. immer. auch etwas verspätet. es sieht so aus als hättest du ein ganz schön hartes jahr gehabt. 2018 hatte es für so viele so arg in sich. dafür freut es mich zu lesen, dass du etwas gefunden hast, dass dir hilft. das finde ich übrigens ein spannendes thema und ich will mir das unbedingt in einer ruhigen stunde mal anschauen. das mit dem wohlfühlen und gesund fühlen ist ja bei mir auch so ein ding.
    und jetzt: auf einen (leicht verspäteten aber dennoch) wunderbaren start ins neue jahr!

    Antworten
  2. Ein sehr schöner Jahresrückblick
    Liebe Grüße Mona

    Antworten
  3. wow, Christine, bin beeindruckt…. ….klasse Seite und und Blog. Das ist echt komplex.. …aber es macht Spaß sich ein deiner Welt zu bewegen. Es macht neugierig… …und du su hast eine sehr schöne und eigene Art dich zu zu präsentieren, was ich sehr angenehm finde. Das ist progressiv, aber nicht aufdringlich. Es sind sehr vielfältige Arbeiten, die ich sehr mag. Sie sprechen mich einfach an. Cool!

    Sag mal, habe ich auch die Möglichkeit dir irgendwie auf WordPress zu folgen… …ich bin nämlich nicht so’n Mail Checker. :( :) ..habe deine Seite aber schon gespeichert.. und möchte gerne öfter vorbeischauen.

    ..wenn nicht per WP… ..du findest mich auch auf http://www.markus-mehring.com

    bin gespannt was da noch so von dir kommt… …aber erstmal muss ich noch viel hier entdecken was schon da ist… :)

    hab ne schöne Zeit,

    Markus

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  4. Liebe Christine,
    ich möchte von Herzen Danke sagen.♥
    Nicht nur für Deinen Besuch bei mir, nein, vor allem für diesen wunderbaren Jahresrückblick.
    Dir ist es gelungen, fantastische Bilder zu einem Jahresreigen zusammenfließen zu lassen.
    Deine persönlichen Texte dazu stehen so sehr zu den Naturschönheiten im Gegensatz, dass die Kombi noch reizvoller wird. Sie zeigt, dass Du Dir von all den privaten Lasten mit dem Blick durchs Objektiv befreien konntest. (Hoffe ich zumindest)
    Ein langes Jahr, 365 Tage, 52 Wochen, fügen sich in 12 Bildern zu einer Gesamt-Collage zusammen, die ich in dieser Perfektion so noch nicht oft gesehen habe.
    Nochmals Danke und Dir eine wundervolle, inspirierende neue Woche,
    herzlichst moni

    Antworten
  5. Liebe Christine,

    ich kann von Rückblicken gar nicht genug bekommen. :D
    Ich finde viele Blogger lassen sich da wirklich eine schöne Art und Weise einfallen, um ihren Jahresrückblick zu präsentieren. :)

    Deine Idee, für jeden Monat ein Foto zu herauszusuchen aber trotzdem eine zusammenhängenden Text bzw. Bericht zu schreiben, gefällt mir auch sehr gut!
    Und es freut mich, dass es dir Ende des Jahres wieder besser ging, als noch in der Mitte beschrieben. :)

    Ich hoffe du hattest ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Lisa Marie

    Antworten
  6. Also ich mag deinen Rückblick. Und die Fotos sind wie immer traumhaft schön.
    LG, Diana

    Antworten
  7. Sarah

    20. Januar 2019 um 13:42 Uhr

    Ein super schöner Rückblick und die Idee, nur ein Bild auszuwählen finde ich super. Wäre mir bei deinen schönen Bildern aber echt schwer gefallen hihi
    Liebe Grüße
    Sarah

    Antworten
  8. Melanie

    19. Januar 2019 um 22:40 Uhr

    Hallo liebe Christine,
    erst einmal danke ich dir für deinen Kommentar. Du hast recht, am meisten und am längsten ärgert man sich über sich selbst. Dabei könnten manche Dinge so einfach sein.

    Deine Fotos und die dazu geschriebenen Texte sind alle so wahnsinnig schön. ♥
    Ich möchte eigentlich auch gerne mehr bloggen, aber ich glaube, dazu ist mein Leben einfach zu langweilig. ^^‘
    Mein Jahr war auch eines voller Höhen und Tiefen, besonders emotional. 2019 kann nur besser werdn. Ich wünsche dir ein tolles Jahr, dass hoffentlich besser begonnen hat, als das alte.

    Liebe Grüße
    Melanie

    Antworten
  9. Nicole

    18. Januar 2019 um 18:07 Uhr

    Ein unfassbar schöner Rückblick. Bin froh, dass du nun am Ende das Fazit ziehen kannst, dass es gegen Ende des Jahres wieder bergauf ging, privat und beruflich, und du nun auch wieder glücklich bist ;). Dein Jahresanfang hört sich aber auch sehr schlimm an und ich kann echt nur mit dem Kopf darüber schütteln, was du alles mit Ärzten erlebt hast. Falsch Diagnosen sind grauenvoll, genauso wie wenn man lange Zeit gar nicht weiß was genau los ist. Etwas verspätet wünsche ich dir an dieser Stelle, passt nun mal auch zum Beitrag, ein wunderschönes, erfolgreiches 2019, von dem du hoffentlich am Ende vom gesamten Jahr behaupten kannst, dass es ein Gutes war.

    Dankeschön für das liebe Kommentar,
    War echt nervig, aber ich habe dann versucht das Beste drauß zu machen, auch wenn natürlich nicht groß Weihnachtsstimmung aufkam. Ich habe meiner Familie schon angekündigt, dass ich das nächstes Jahr nachholen werde :D. Der Start ins neue Jahr war da definitiv besser, hoffe du bist auch ins neue Jahr gestartet?

    Ich habe das buch noch gar nicht gelesen, das steht noch im Regal :/. Aber auch beim Film gibt es wie gesagt schon erste schwächen, weil es halt doch Elemente gibt, die sich bei Brown wiederholen und in jedem Roman finden lassen. Das Problem für mich war dann halt, dass manche Wendungen vorhersehbar waren und mich nicht überraschen konnten. Aber an sich ist der Film schon unterhaltsam und sehenswert. Ich muss gestehen, dass Split bei mir jetzt noch nachwirkt, der war echt krass. Bei Glass werde ich es nur leider nicht ins Kino schaffen, würde zwar gerne, aber habe jetzt gerade aktuell viel Stress an der Uni und muss meine Hausarbeits Themen unbedingt auf die Reihe bekommen. Das hat Vorrang. Falls du es da ins Kino schaffst, wünsche ich dir aber ganz viel Spaß. Musst mir dann mal berichten, ob die Qualität gehalten wird.

    Das glaube ich, dass das am Ende nicht so leicht ist, alleine schon weil wsl die Stimmung dann immer etwas angespannt ist. Kann das auch nicht verstehen und hoffe, dass manche vielleicht noch einsehen, dass ihr Verhalten gar nicht geht.

    Oh ja das Argument nervt mich auch. Vor allem in Bezug auf Lohnverhandlungen. Erstens ist es mein Recht als Arbeitnehmer Lohnverhanldungen zu führen und das gilt für beide Geschlechter, zweitens macht Mann das ja auch und wird dann nicht als zickig bezeichnet, nur weil er mehr Geld möchte. Ganz schlimm finde ich aber auch: Dass wenn ma solche Dinge dann thematisiert, auch noch von einigen angegriffen und jeder Diskurs im Keim erstickt wird. So wird sich nichts ändern. Auch wenn es natürlich viele Männer gibt, die anders denken, wichtig wäre aber auch dass sie das dann zum Ausdruck bringen, va auch in Situationen wo Sexismus am Arbeitspl

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  10. Sehr sehr schöner Rückblich liebe Christine ♥ Die Fotos sind traumhaft geworden! Ich mag die Design-Idee mit den 12 Fotos / 12 Monate total – ich wollte genau sowas mal ausdrucken und als schönes Polaroid Poster zusammen basteln :) Anyway! Ich freu mich dass es dir besser geht auch wenn es so beschissen angefangen hat, aber ich kenne dieses bedrückende Gefühl wirklich sehr gut ♥ Ich wünsch dir, dass es immer weiter bergauf geht für das neue Jahr!

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  11. richtig topp, zieh dich warm an, wenn du an die frische Luft gehst, damit du dich nicht erkältest, es ist heute richtig kalt, Klaus

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  12. Ein toller Rückblick mit wundervollen Bildern. Das Foto mit dem Sternenhimmel ist wunder- wunderschön!
    Liebe Grüße,
    Christine

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  13. Rena

    17. Januar 2019 um 16:16 Uhr

    Da bin ich sehr beruhigt, dass das Jahr am Ende gut ausgegangen ist für Dich. Und was das Atmen anbelangt, das glaube ich sofort! Ich war selber lange Jahre aktiv bei Atemseminaren dabei und bin überzeugt, es hat mir sehr geholfen und mich und mein Leben verändert. Wünsche Dir von Herzen ein tolles 2019!
    http://www.dressedwithsoul.com

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