Gedacht, gelesen und erlebt – ein Roadtrip durch Italien: von der Toskana, über Rom an die Amalfiküste

Toskana, Val d'orcia, Italien

Zwei Wochen Italien; von der Toskana, über Rom bis an die Amalfiküste – das heiß Sonne, Hitze, Eis und Meer. Und viele Überraschungen, mit denen wir in einem uns eigentlich bekannten Land gar nicht gerechnet hatten.

… ciao bella italia!

Mit meiner Familie hat es uns bereits im letzten Jahr nach Italien verschlagen. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen ist mir während unseres Aufenthalts in Cinque Terre letztes Jahr aufgefallen, dass Italien so nah ist und wir dennoch erst so wenig (gerade von den Küstenregionen!) davon erkundet haben. Zum anderen hatten wir dieses Jahr zeitlich etwas weniger Spielraum für die Dauer unseres Urlaubs (eine kurze Anreise war also von Vorteil) und ehrlich gesagt war es uns nach all dem Zirkus und Chaos im letzten Jahr auch ganz recht, keinen Flughafen und kein Flugzeug von innen sehen zu müssen. Nein, im letzten Jahr sollte es heißen: einfach ins Auto setzten und los gehts!


Und da das auch mit Corona und den Reisebeschränkungen wieder und nach wie vor möglich ist, erschien mir der Zeitpunkt günstig einige unserer Erfahrungen zu teilen. Denn obwohl es nicht unser erstes Mal in diesem Land war, waren wir doch noch nie so weit in den Süden gereist und erlebten dementsprechend doch einiges an Überraschungen. Womit wir in einem uns eigentlich bekannten Land gar nicht gerechnet hatten…

Unsere Tour führte uns über Florenz (von dem wir auf Grund des wirklich irrsinnigen Verkehrs – wir standen quasi von Garmisch-Partenkirchen bis zum Gardasee im Stau… – letztlich nichts sahen), in die Toskana und dann nach Rom. Von dort aus ging es über Pompeii an die Amalfiküste und schließlich führte uns die Route über die Toskana zurück nach Hause.

Disclaimer: Unsere Reise fand wie gesagt vor der Corona Pandemie statt. Meine Erfahrungen beispielsweise zum Thema Sauberkeit oder Touristenaufkommen entsprechen daher vielleicht nicht den aktuellen Gegebenheiten. Rom zum Beispiel soll ja zur Zeit wesentlich leerer sein…


Gedacht, Gelesen und Erlebt – Einerfahrungsbericht

Befürchtet: Es wird zur Ferienzeit überall schrecklich voll und überlaufen.
Erlebt: Habe ich zumindest größtenteils das genaue Gegenteil. Nachdem wir leider wegen der Arbeit meiner Schwester an die Ferienzeiten gebunden waren, hatte ich schon gar nicht damit gerechnet. Aber gerade die Toskana war wesentlich leerer als ich zu hoffen gewagt hätte. Natürlich waren die Städtchen tendenziell etwas voller als die Natur, aber auch das hielt sich – gerade wenn man morgens unterwegs war – in Grenzen. Und an der eher überlaufenen Amalfiküste bestätigte sich, was ich schon in Cinque Terre vermutet und erlebt hatte: gerade abends wurde es schön leer und ruhiger.
Ausnahme: War Rom. Diese Stadt ist anscheinend immer voll, laut und überlaufen. Was ich natürlich schon unzählige Male gehört und gelesen hatte und worauf ich also vorbereitet war. Irgendwie. Denn live und in Farbe ist das Chaos der italienischen Großstadt noch einmal eine andere Liga…

VON DER TOSKANA…

Überrascht: Hat mich, dass die Orte, auf die ich mich seit der Vorbereitung am meisten gefreut habe, gar nicht meine Highlights waren. Tatsächlich muss man sich in der Toskana einfach nur ins Auto setzen und herum fahren, um schöne Dinge und Ausblicke zu entdecken. Und tatsächlich fand ich meine Highlights immer außerhalb der „Fotohotspots“.

Begeistert: Hat mich in der Toskana vor allem ein Teil, der sich „Deserto di Accona“ nennt. Die hügelige Landschaft und die gemähten Weizenfelder gaben dem ganzen tatsächlich den Augenschein einer Wüste…

Rechnen: Muss an mit wirklich engen Straßen und sehr vielen Kurven (und manchmal mit beidem gleichzeitig – sowohl in der Toskana, aber vor allem in Küstennähe und kleinen Orten)! Große Autos haben es also schwer und ungeübte Fahrer sollten sich im Vorfeld fragen, ob sie dem gewachsen sind.

Toskana, Val d'orcia, Italien
Toskana, Val d'orcia, Italien
Toskana, Val d'orcia, Italien
Toskana, Val d'orcia, Italien
Toskana, Val d'orcia, Italien

Gedacht: Die Toskana dürfte mir gefallen.
Erlebt: Oh ja! Wie malerisch es dort ist… wirklich sehr, sehr schön.

Gesehen: Die übliche Meute an „Fototerroristen“. Über die hatte ich mich ja schon so einige Male echauffiert.
Geärgert: Habe ich mich vor allem, als einige Asiaten auch noch in ein noch nicht gemähtes Feld latschen mussten. Obwohl die Aussicht von der Straße aus genauso gut/quasi gleich war.

Praktisch: Ist das mit dem Parken in der Toskana. Es gibt ausreichend Parkbuchten und Möglichkeiten auch mal auf dem Weg an schönen Plätzen anzuhalten. Sei es um die Aussicht zu genießen oder eben ein Foto zu machen. Das ist auch ganz gut so, denn manch einer dieser „Fotohotspots“ liegt ziemlich unspektakulär an einer viel befahrenen Landstraße…
Praktisch #2: Die Entfernungen sind in dort auch überschaubar. Man kann sich also gut einen Ort als Standpunkt auswählen und von dort aus Ausflüge in die Umgebung machen.

Musste sein: Ein Besuch der heißen Quellen von Saturnia. Den hatte ich eh schon auf dem Plan, aber als meine Schwester mir begeistert Fotos von dort (und sie ist die Wasserratte von uns) geschickt hatte, war eh klar, dass dieser Abstecher auf dem Weg nach Rom sein musste.
Erlebt: Haben wir – wie erwartet – ziemlich viele Menschen. Es gibt auch einen Parkplatz, ein paar Klos und einen Kiosk. Und dann geht man um eine kleine Kurve und auf einmal sieht man die heißen Quellen. Die schon ganz cool aussehen, aber so voller Leute wie sie in der Regel sind, ist es eben nicht nur die Sauberkeit (des Wassers), die dort zu wünschen übrig lässt. Entspannung? Findet man unter zwölfmilionen Leuten definitiv nicht… Ist ganz lustig das mal zu sehen, vielleicht sich auch ins Wasser zu trauen (es ist ja warm, aber eben auch gern dreckig), aber kein Muss auf einer Tour durch Italien. Da gibt es mit Sicherheit weniger bekannte Quellen, die schöner liegen und sind.
Oder: Man zahlt halt und besucht den kostenpflichtigen Teil der Quellen. Da diese oberhalb liegen, ist nicht nur die Wasserqualität besser (unten beim „Pöbel“ kommt dann sowieso schon „dreckiges“ Wasser an), man bekommt sicherlich auch etwas mehr Luxus und Ruhe.

Muss nicht sein: Pisa. Die Altstadt ist nett, aber die Chancen stehen gut, dass ihr auf eurer Tour bereits Schönere gesehen habt. Und der Turm ist ja mal so was von unspektakulär… Kann man machen, wenn es auf dem Weg liegt, extra dorthin muss man wahrlich nicht.

Ungläubig gelacht: Haben wir übrigens auf dem Weg von der Toskana aus zu diesen Quellen. Schottische Straßenverhältnisse waren nichts dagegen! Dass das – über Schotter und Schlaglöcher – noch die kürzeste Route sein sollte, hat uns doch schwer überrascht (auch das Navi war sich kurzzeitig wohl nicht mehr sicher; zumindest Google Maps wusste nicht immer, wo wir waren…).

Rom, Italien
Rom, Italien

Gerechnet: Haben wir mit viel Verkehr; gerade um die Großstädte.
Bekommen: Haben wir wahre Mega-Staus, die selbst meine schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen haben. Nach Amerika und dem Verkehr rundum und in Los Angeles hatte ich eigentlich nicht erwartet noch eine Stadt auf der Welt zu erleben, in der es schlimmer ist. Pff, was war ich naiv! Der italienische Verkehr ist generell ein wenig gewöhnungsbedürftig – hektisch, laut und wirr – aber ich hatte nicht damit gerechnet so viel Zeit im Stau zu verbringen! Und das eben nicht nur im zu erwartenden Bereich rund um Rom beziehungsweise den anderen größeren Städten auf unserer Route… Nein, auch das Vorankommen an der Küste stellte sich als zäh heraus. Und eigentlich gab es generell und überall ständig Staus aus nicht erkennbaren Gründen. An Ausfahrten, an Verengungen zu weniger Fahrstreifen, an Baustellen oder auch einfach nur so.
Den Kopf geschüttelt: Haben wir angesichts der ständigen und permanenten Huperei. Es ist ja bekannt, dass die Italiener (oh Mann, so ein Klischee – aber eben wahr!) ihren rasanten Fahrstil gerne lautstark begleiten (oder ankündigen…), dennoch erschließt sich einem das wahre Ausmaß erst vor Ort. Irgendwann sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Italiener nicht nur bei Gefahr, sondern auch zum Gruß – oder auch manchmal einfach nur so zum Spaß – hupen. Oder Blinken. Das tun sie nämlich auch gern. Völlig wirr, ohne System und sowieso ohne Grund. Viellicht mögen sie einfach das gleichmäßige Geräusch des tickenden Blinkers so gern…
Vorsicht: Vor Moped-, Roller- und Motorradfahrern. Denn die quetschen sich nicht nur in halsbrecherischem Tempo zwischen den Autokolonnen vorbei, die überholen auch auf der falschen Seite, schneiden dich und scheren sich an sich auch sonst wenig um die StVO.
Und nicht vergessen: Nicht nur Zweiräder nutzen gerne den Standstreifen. Nein, auch Lastwägen wählen gerne diese Variante, um einen Stau kurzfristig zu entgehen. Bevor sie eben hinter dem nächsten Fahrer stehen, der genau das Gleiche vorhatte…
Da hilft nur: Gelassen bleiben. Den Kopf schütteln, weiter fahren.

… ÜBER ROM…

Gestaunt: Haben wir über den Preis für das Abendessen in einem kleinen Bergdorf, irgendwo auf der Strecke zwischen Pompeji und der Amalfiküste; oberhalb von Piemont. Stolze 37€ haben wir da gezahlt. Für vier Hauptgerichte, einen Salat, vier Nachspeisen und Getränke. Wohlgemerkt war das Essen sehr gut und nein, wir waren in keinem Fast Food Restaurant.

Gebucht: Hatten wir unsere Unterkünfte alle über Airbnb. Als Familie und mittlerweile alle erwachsen, schätzen wir das Plus an Privatsphäre – bei gleichzeitigem Mehr an Platz, um eben auch jederzeit zusammen kommen zu können – sehr.
Bisher erlebt: Wir hatten in der Vergangenheit immer sehr schöne Erlebnisse und Erfahrungen mit Airbnb gesammelt. Gerade auch was die Sauberkeit anging, übertrumpften die Wohnungen jedes Hotel bei weitem.
In Italien erlebt: Puh. Bis auf wenige Ausnahmen lies gerade die mehr als nur zu wünschen übrig. Und dabei waren Spinnweben und Dreck unter dem Bett noch das geringste Übel. Verdreckte Klos (inklusive der wohl ekligsten Klobürste aller Zeiten) und dreckiges Geschirr die Steigerung und die Krönung des Ganzen erwartete uns dann in der letzten Unterkunft in Form von schwarzem Schimmel im kompletten Bad.

Gebucht des Weiteren: Hatte ich die Unterkünfte vor allem auch auf Grund der angeblich vorhandenen Parkplätze (wohlgemerkt: keine Öffentlichen; zum Grundstück/Haus/zur Wohnung gehörende Parkplätze). Wer mit dem eigenen Auto anreist, braucht natürlich auch einen Platz dafür.
Herausgestellt: Hat sich diese Information in den wenigstens Fällen als korrekt. Mal waren es eben doch nur öffentliche Parkplätze (ein freier Platz also Glücksspiel) oder es gab (als eine Variante des Glücksspiels) für zig Wohnungen nur eine Handvoll Stellplätze… Der Gipfel dieses Blödsinns war allerdings Positano. Denn:
Aufgeregt: Werden musste sich ausgerechnet im schönsten Ort ganz Italiens. Wer schon mal an der Amalfiküste war oder Fotos gesehen hat, wird es sich schon denken. Dort ist es eng, das Straßennetz besteht vor allem aus engen Gassen oder Einbahnstraßen und dementsprechend gibt es kaum bis gar keine Parkmöglichkeiten.
Herausgestellt: Hat sich, dass auch unsere Unterkunft keinen besaß. Stand zwar auf der Buchung, war aber wurscht. Es hat uns schon sehr gewundert, als unser Navi ansagte, dass das Ziel an einer durchfahrtsbeschränkten Straße läge… Aber man hofft ja immer noch das Beste.
Ergebnis: Es gab keine andere Möglichkeit als auf ein Parkhaus zurück zu greifen. Was immerhin mit 40€ pro Tag zu Buche schlug (was uns besonders geärgert hatte, weil ich die Unterkunft ja auf Grund des „inklusiven“ Parkplatzes ausgewählt hatte!) und bedeutete, dass wir unser Gepäck mal eben ein paar hundert Meter über Kopfsteinpflaster nach unten beziehungsweise bei Abreise wieder nach oben, schleifen mussten. Natürlich gab es auf dem Weg auch noch Stufen. Und Touristenmassen. Aber das war uns dann auch schon egal.
Überrascht: Parkplätze gibt es übrigens schon an der Amalfiküste. Weniger in Strand- oder Straßennähe (diese Plätze sind bereits früh morgens allesamt belegt – meiner Meinung nach können das um diese Uhrzeit nur Anwohner und nicht nur Reisende sein), aber Parkhäuser sind vorhanden. Und die meisten haben sogar recht moderate Preise.
Ausgerechnet: In unserer Unterkunft in Rom war es anders. In der Stadt, in der ich am wenigsten damit gerechnet habe.

Nicht damit gerechnet: Haben wir, wie schlecht doch das Navi bzw. Google Maps und das GPS System funktioniert haben. Gerade das Navi lag nämlich manchmal ganz schön (im wahrsten Sinne des Wortes) meilenweit daneben. Und nicht selten war Google Maps der Annahme wir gingen nicht in einer Gasse, sondern durch ein Haus. Oder befänden uns mehrere hundert Meter weiter links. Oder rechts. Oder es fand uns gar nicht.
Nervig: War die Tatsache, dass sich oftmals die Hausnummern der Unterkünfte weder mit dem Navi, noch Google Maps finden ließen. Das artete manchmal ganz schön in Sucherei aus.
Noch nerviger: War es, wenn man die richtige Unterkunft so gar nicht fand und der Vermieter nur schlecht Englisch sprach.
Tipp: Lieber die Wegbeschreibungen auf Airbnb ausdrucken und sich nicht auf mobiles Internet verlassen. Das hat man nämlich nie, wenn man es braucht. Auch in Italien nicht.

Gehört: In der Nähe des Sommersitzes des Papstes – Castell Gandolfo – gibt es einen Ort, an dem die Schwerkraft verrückt spielt. Autos rollen den Berg hinauf, das Wasser fliest in die falsche Richtung…
Erzählt: Hatte uns das mein Opa. Einer seiner Freunde war dort vor vielen Jahren selbst.
Beschlossen: Da müssen wir hin! Irgendwie fanden wir das lustig, immerhin hatten wir auf Grund der Verkehrslage unser Abstecher nach Neapel lieber abgeblasen und uns gleich auf den Weg Richtung Tivoli gemacht. Und besagter Straßenabschnitt lag da eben ganz in der Nähe – so war das die perfekte, spontane Ergänzung.
Gesucht: Haben wir den exakten Ort dann ganz schön lange. Obwohl wir eine Karte mit Markierung hatten. Aber die Stelle ist derart unspektakulär und liegt eben direkt an/auf einer befahrenen Landstraße, so dass sie einem gerade während der Fahr und im Auto gar nicht auffällt. Man muss schon wirklich stehen bleiben und ein paar Schritte gehen. (Immer an der Landstraße entlang – schon super, so gar nicht gefährlich…)
Gefunden: Haben wir den Ort lange nicht. Selbst ein paar Einheimische wussten nicht genau, wo sie uns hinschicken sollten. Erst als auch ein paar Engländer anhielten und mit einer Wasserflasche bewaffnet den Versuch antraten, waren wir uns sicher, dass wir richtig waren.
Erlebt: Was soll ich sagen. Es war seltsam! Auf der Durchfahrt fällt einem das nicht wirklich auf. Steht man aber selbst an der Stelle, sieht es ganz danach aus, als führte die Straße – die man so eben hinunter gefahren ist – aufwärts… Und das mit dem Wasser ist zwar weniger spektakulär als man denkt, aber es fliest wirklich – wenn auch ganz langsam – bergauf.
Erklärung: Ist angeblich eine Anomalie im Erdmagnetfeld. Von denen gibt es mehrere auf der Welt. Und ob es nun das oder doch eine optische Täuschung ist, lustig – und ein kleines bisschen seltsam – war unsere kleine Suche auf jeden Fall.

Enttäuscht: War ich wie schon erwähnt von Airbnb. Oder besser gesagt: von vielen der Vermieter.
Bekommen: Haben wir nämlich wenige, klassische AirBnbs. Eins hatte sogar eine waschechte Rezeption!
Herausgefunden: Die Meisten waren unter leicht anderem Namen oder einem anderen, eingetragenen Vermieter auf anderen Plattformen vertreten. Zum Teil wurden eben Zimmer klassisch als Hotel vermietet und wiederum ein paar andere über Airbnb ausgeschrieben.
Unverschämt: Waren so einige Vermieter. Eine weigerte sich das WLAN zu auch nur zu überprüfen – welches nicht funktionierte, aber sie meinte eben das wäre schon der Fall. Mit einer anderen mussten wir erst diskutieren, bevor wir die drei (!) gebuchten Betten auch wirklich bekamen (und letztlich war eins davon dann eine Schlafcouch, ein anderes ein Klappbett). Zur Krönung wollte sie uns dann noch eine Bootsfahrt bei ihrem Mann verkaufen. Nicht schenken, verkaufen!
Genervt: Waren wir auch ein wenig von der Flut an Nachrichten. Wir konnten oftmals eben nicht genau einschätzen, wann – wohlgemerkt innerhalb des Check-in Zeitraums – wir anreisen würden. Das führte bei manchen anscheinend zu einem extremen Mitteilungsbedürfnis… Angesichts der Tatsache, dass die das eh alle professionell und teils als Hotel betrieben, hatten wir irgendwann wirklich einen Nerv mehr für mehrmaliges Nachfragen bezüglich unserer Ankunftszeit. So kompliziert habe ich das in anderen Ländern nicht erlebt!

… AN DIE AMALFIKÜSTE.

Überrascht: Wie wenig es doch an vegetarischen Gerichten in Italien gibt…

Gesehen: Seit Jahren unglaublich schöne Fotos von Positano und der Amalfiküste ganz allgemein.
Gelesen: Entlang der Amalfiküste liegen einige der schönsten Örtchen Italiens.
Erlebt: Es war genau so! Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Schenken: Kann man sich wiederum eine der Villen in den Orten oberhalb der Amalfiküste und den Ausblick von dort. Die Villen sind ganz nett, aber nicht den Eintrittspreis wert. Amalfi, die Orte und die Küste sieht man von der Straße aus eh schöner.
Dennoch: Die Orte, die überhalb der Küste gelegen sind, haben auch ihren Charme!

Erstaunt: War ich dann doch über Pompeji. Die schieren Ausmaße der Stadt, dem was man dort zu sehen bekommt, dem Preis dafür und vor allem auch über die Arena dort. Das war definitiv den Abstecher wert und hat mir besser gefallen als manch Antikes in Rom.

Damit gerechnet: In Positano gibt es wenig gutes Essen für hohe Preise.
Erlebt: Ja, etwas mehr kostet es in Positano schon zu essen. Aber qualitativ war es dafür wenigstens gut und nicht mit anderen Touristenhotspots zu vergleichen.

Empfehlen: Kann man nur nicht den Hauptstrand – laut, voll, dreckig – in Positano zu besuchen, sondern den kurzen Marsch zum anderen Strand – Spiaggia di Fornillo – auf sich zu nehmen (ist ausgeschildert). Denn dort sind nicht nur die Preise auf einmal ganz andere, es ist auch auf Grund des nicht vorhandenen Bootsverkehrs wesentlich ruhiger.
Sollte man sich bewusst sein: In Positano gibt es keinen Sand. Nur Steine. Die werden unglaublich heiß und so kann der Weg ins Wasser (oder wieder heraus) schon mal echt schmerzhaft werden.

Muss: Verloren gehen. In all den schönen Gassen der Orte an der Amalfiküste. Einfach schlendern, irgendwas entdeckt man immer. Und sei es nur gutes Eis.

Schockiert: War ich über die weißen Strände von Vada. Zunächst einmal sind das keine „Strände“, sondern nur ein etwa 4km langer Küstenstreifen. Also Einzahl, nicht Mehrzahl.
Unglaublich: Wirklich unglaublich wird es aber erst, wenn man bei Google die richtige Ausfahrt sucht und zufällig auf einen Artikel stößt, der gleich die Erklärung für den weißen Sand (der ja mit Ausnahme des Streifens wirklich in beide Richtungen ganz normal braun ist) liefert: Quecksilber. Das wurde hier viele Jahre lang ins Wasser geleitet (und das ist auch erst seit 2010 nicht mehr der Fall) und ist die Ursache für die ungewöhnliche Farbe des Sandes…
Unfassbar: Selbst die Reiseführer (und nicht nur irgendwelche Instagram Blogger) erheben diesen Küstenstreifen zum schönsten Strand der Toskana!
Staunen: Muss man schon. Denn das sieht echt aus wie in der Karibik. Baden möchte ich darin trotzdem nicht.
(Kann sich noch jemand daran erinnern, was früher für ein Aufstand gemacht wurde, wenn ein altes Thermometer mit Quecksilber kaputt gegangen ist? Und das der Sand noch immer weiß ist, ist meiner Meinung nach Zeichen genug, dort lieber nicht Baden zu gehen)

Begeistert: War ich über all die Parkhäuser! Die Preise waren in Ordnung und sie haben das Parken gerade rund um die kleinen Orte der Toskana und der Amalfiküste wirklich vereinfacht beziehungsweise überhaupt nur einen Stopp ermöglicht.

Positano, Amalfiküste, Italien
Positano, Amalfiküste, Italien
Positano, Amalfiküste, Italien
Positano, Amalfiküste, Italien
Amalfi, Amalfiküste, Italien
Amalfi, Amalfiküste, Italien
Amalfi, Amalfiküste, Italien

Aufpassen: Muss man in Rom mit den Eintrittspreisen. Es ist sowieso zu empfehlen sich die Tickets für die Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt sehen möchte, im Vorfeld online zu holen und die zusätzlichen Gebühren in Kauf zu nehmen (glaubt mir: ihr bekommt an dem Tag selbst als Frühaufsteher kein Ticket ohne stundenlanges Anstehen…). Aber man muss sich dann auch vor augenscheinlichen „Einweisern“ in Acht nehmen, die wollen einem sofort irgendwelche Upgrades aufschwatzen (übrigens durchaus auch für Dinge – wie wir amüsiert festgestellt haben), die an diesem Tag gar nicht so wahrzunehmen sind.
Geärgert: Haben wir uns, als wir uns kurzfristig doch entschlossen das Forum Romanum zu besichtigen. Die Preise schienen moderat, nur blühte uns an der Kasse eine böse Überraschung: die Tickets waren für diesen Tag ausverkauft, es gab nur noch die Kombitickets für das Forum und das Colosseum. Nur hätten wir das zeitlich allein schon nicht auch noch besichtigen können… Da haben wir zwar in den saueren Apfel gebissen, aber uns dennoch ein bisschen geärgert.
Obacht: Während der Vatikan, das Forum Romanum und andere Sehenswürdigkeiten durchaus die hohen Eintrittsgelder lohnen, kann man auch viel Geld für viel Nichts zahlen. Zum Beispiel für den Circus Maximus. Der nicht mehr als eine brache, ungepflegte Wiese ist, die man auch ganz gut von außerhalb des Zauns aus sieht. Eintritt dafür könnte man dennoch zahlen. Damit man den Müll auf dem Feld mal von Nahen sieht…

Enttäuscht: War ich von der Sixtinischen Kapelle. Oder sagen wir besser: von ihrem berühmtesten Gemälde: Die Erschaffung Adams (ihr wisst schon, das mit den sich berührenden Fingerspitzen). Das ist nämlich ganz schön winzig… Und das weiß man irgendwie über die Mona Lisa, bei diesem Gemälde war mir das im Vorfeld allerdings trotz der Jahre (und Analysen) im Kunst LK nicht bewusst.
Überwältigt: Hat mich der Weg bis dorthin. Der führt einen nämlich ein Mal quer durch die vatikanischen Museen und was man dort alles an Kunst sieht, ist schier überwältigend und nicht mehr aufzunehmen.

Erstaunt: War ich über Volterra. Ja, ich geb’s zu: auch ich habe mal Twilight/New Moon geschaut und wollte vor allem deshalb dahin. Der Ort war dann aber wirklich sehr schön. Die Aussicht von dort aus sowieso, aber auch Volterra selbst hatte sehr viel Charme.
Übrigens: Gedreht wurde gar nicht in Volterra, sondern in Montepulciano. Das habe ich aber auch erst kurz vor Volterra und nachdem wir bereits Motepulicano besucht hatten, erfahren…
Das hielt die Leute in Volterra jedoch nich davon ab, mit dem Hype Geld zu verdienen. Kurzerhand riefen sie „Twilight Touren“ ins Leben, während denen sie die Leute an Orte in dem Städtchen führten, an denen Bella und Edward gestanden haben könnten.


Vor dieser Reise durch Italien, kannte ich von diesem Land vor allem den Gardasee und ein paar der nördlicheren Städte (wie etwa Venedig). Was alles schön ist, aber unsere Tour hat mir noch einmal eine ganz andere Seite des Landes gezeigt. Viel Dreck, ganz viel Hektik und Chaos in den Städten, allerdings auch wunderschöne Landschaften und ganz viel Charme und Flair an den zauberhaften Orte der Amalfiküste. Es war eine Reise zwischen Pizza, Touristenabzocke, sich im Wind wiegenden Getreide und Hitze – es war eine ganz wunderbare Tour durch ein Land, was so nah liegt und ich doch zuvor nie wirklich kennen gelernt hatte.

Positano, Amalfiküste, Italien

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  1. Laura

    21. Oktober 2020 um 21:38 Uhr

    So schöne Impressionen, Italien ist eifnach ein wunderschönes Land, ich will unbedingt mal wieder hin :)

    Liebe Grüße
    Laura von http://www.laurasjournal.de

    Antworten
  2. Oh, was für wundervolle Bilder! Ich liebe die Toskana mit ihrer faszinierenden Landschaft. Wir waren im Sommer auch in Italien. Es war richtig angenehm und gar nicht so viel los. Dieses Wochenende fahren wir wieder an den Gardasee. Er ist meine zweite Heimat! :)

    Antworten
  3. Tiziana

    20. Oktober 2020 um 17:07 Uhr

    Hi Christine, wow so ein schöner Beitrag, bei dem man gleich Lust bekommt selbst nach Italien zu reisen!! Super schöne Fotos wie immer :)

    hab einen wunderbaren Tag
    Tiziana

    http://www.tizianaolbrich.de

    Antworten
  4. Guten Abend und herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag!
    Ich bin total begeistert wie lebendig du den Post verfasst hast!
    Geplant… erlebt… enttäuscht etc. ich hatte voll Spaß beim Lesen! Großes Lob!
    Ganz liebe Grüße,
    Janina

    Antworten
  5. Ganz tolle Bilder!

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Ich war noch gar nicht soo oft in Italien, aber mag es als Urlaubsland eigentlich echt gerne. Aber interessant zu lesen, dass du mal eine andere, etwas dreckigere/unschönere Seite kennengelernt hast.

    Ich war noch nie in Rom (muss ich unbedingt mal hin!), aber in Pisa und muss sagen: Ich stimme dir voll zu. Wirklich spektakulär ist der schiefe Turm tatsächlich nicht…

    Viele liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

    Antworten
  6. kulturblazer

    11. Oktober 2020 um 11:01 Uhr

    Hi Christine,
    hach, deine Bilder sind einfach traumhaft und es ist so witzig, weil wir quasi fast die gleiche Route bereist haben! Daher kann ich total viele Dinge nachempfinden, die du beschreibst. Die Toskana habe ich auch geliebt, obwohl ich versucht hatte, meine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben – denn manchmal wird man ja enttäuscht. Aber das Gegenteil war der Fall und die Fotos lassen mein Herz einfach höher schlagen. Dort werde ich irgendwann nochma hinreisen! Auch die Cinque Terre haben mir gut gefallen, auch wenn, im Gegensatz zu Rom, hier gegen Nachmittag (wo wir schon wieder abgedüst sind) echt richtig, richtig viel los war. Ganz anders habe ich z. B. Rom wahr genommen, hier war es wirklich, für mich gefühlt, sehr sehr leer. Wir mussten nirgendwo anstehen, weder an den vatikanischen Museen noch beim Petersdom, auf dem Petersplatz waren vielleicht mal 20 Leuten…die Stadt kam mir wirklich leer vor!

    In Pisa waren wir auch genau 2 Stunden – danach hatte ich gefühlt schon alles gesehen. Der Turm war so ok – da kam der Punkt, an dem ich mich fragte, ob mich nachhaltig nicht immer Landschaften mehr faszinieren werden als Städte und Monumente.
    Liebe Grüße!

    Antworten
  7. Elisa

    9. Oktober 2020 um 11:16 Uhr

    Ich liebe Italien! Mit deinem Beitrag hast du genau meinen Geschmack getroffen und ich habe es sehr genossen ihn zu lesen und die wunderschönen Bilder anzuschauen :-)
    Ich konnte dieses Jahr leider nicht in den Urlaub, genieße es dafür umso mehr, wenn ich sehe, wo andere Menschen gewesen sind und wie ihre Eindrücke waren :-)
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, Elisa xx von http://www.beautyinsimplicity.de

    Antworten
  8. Kochen mit Diana

    7. Oktober 2020 um 19:44 Uhr

    Wie immer – fantastische Fotos! Sag bloß nicht, dass du alle mit dem Handy gemacht hast!
    Die Toskana ist wunderschön. Ich würde sehr gerne nochmal dort fahren. Und ich liebe Rom.

    Antworten
  9. Rena

    7. Oktober 2020 um 16:58 Uhr

    Wieder ein wunderbarer Bericht, vielen Dank! Und interessant, dass die Orte, auf die Du Dich am meisten gefreut hattest, am Ende nicht das versprochen haben, was Du Dir erhofft hattest … irgendwie ist es oft so :)
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    Antworten
  10. Jorinna

    7. Oktober 2020 um 11:53 Uhr

    Traumhafte Bilder, da bekommt man direkt Reiselust auf die Toskana. Auch im Spätherbst bestimmt noch sehr sehr schön…!

    Antworten
  11. TiaMel

    4. Oktober 2020 um 20:11 Uhr

    Wow, so tolle Bilder, da hat man gleich Lust dahin zu reisen (:

    Lieber Gruß ♥

    Antworten
  12. Ich habe den Concealer heute ausprobiert und finde ihn echt super =) Er deckt sehr gut ab, trocknet aber nicht aus und sieht somit super frisch aus. Bin froh ihn mir mal geholt zu haben.
    Ja das is halt immer so ein kleines Bayern-Problem, also auch schon vor Corona. Klar gibt es bei uns Konzerte und sowas, aber wenn man sich da andere Bundesländer anschaut, geht es da schon generell mehr ab. Und mit den Autokinos hat man es halt noch deutlicher gesehen ^^
    Ja mir fehlt das Reisen dieses Jahr einfach sehr. In Deutschland is es zwar auch schön, aber freu mich schon wenn ich mal wieder über die Grenzen komme :D Aber bis dahin fahre ich weiterhin nach Berlin und habe auch noch Köln auf den Plan, da ich da ja normal auch jedes Jahr zur Gamescom bin.

    Antworten
    1. Yasmina

      2. Oktober 2020 um 20:53 Uhr

      Sorry zu früh abgeschickt xD

      Ein wirklich schöner Roadtrip vor Corona, die Bilder sprechen für sich.
      Eine Freundin von mir war Anfang September in der Toskana. Sie hatten eigentlich Sizilien geplant, aber da wurden die Flüge gestrichen und so sind sie einfach in die Toskana gefahren. Sie war super zufrieden mit dem Hotel (hat sie bei uns gebucht :D) und meinte auch die Hygiene-Maßnahmen dort wären sogar besser als bei uns.
      Ich möchte auf jeden Fall auch mal in diese Ecke Italiens =) Mal sehen wann das wieder möglich is. Momentan is das mit den ständigen Änderungen welches Gebiet nun Risiko is, doch zu riskant für mich. Ich hab ja nun einen Mini-Job bei McDonald’s und sobald da was mit Risiko is, bin ich mein Geld los xD

      Antworten
  13. Liebe Christine, ich liebe einfach deine Art über Reisen zu berichten – diese Aufzählung von den verschiedenen Punkten, Erlebnissen und Gefühlen auf diese besondere Weise. Ich kenne in Italien bisher nur Venedig und Rom noch aus einer Zeit vor Corona und in Rom haben sich für mich wirklich alle Klischees der Italiener für mich erfüllt und vielleicht war es deshalb für mich so ein erinnerungswürdiger Aufenthalt. Natürlich war der Trevi-Brunnen überlaufen, aber wir haben auch immer wieder wunderbare und vor allem auch bemerkenswerte Stellen ohne Touristen gefunden. Mit deiner Beschreibung machst du mir auf jeden Fall Lust, weitere Ecken von Italien zu besuchen, denn vor allem die Toskana schwebt in meinen Gedanken bei der Reiseplanung schon seit längerem mit.
    Hab einen wunderbaren Abend und alles Liebe

    Antworten
  14. Och ja… Italien! Ich finde das Land einfach nur schön! Landschaft. Essen und Menschen (die sind so aufbrausend und gelassen gleichzeitig) Ich habe noch nicht ganz Italien gesehen, so eine Rundreise wie deine hätte ich gerne gemacht. Amalfi kenne ich und werde jeden empfehlen es zu erleben. Ich finde, du hast das so wunderbar geschrieben, da war ich zumindest für ein paar Minuten in dolce vita! Grazie Bella!

    Antworten
  15. Guten Morgen, mega schöne Eindrücke. Ich habe ein wenig Gänsehaut. So toll. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

    Antworten
  16. Wow, sehr beeindruckend. Ich kann mir vorstellen, dass diese Reise noch lange in Erinnerung bleibt. Warum die asiatischen Touristen oft so rücksichtslos drängeln und fotografieren müssen bleibt mir ein Rätsel. Das war in Prag ähnlich.

    Die Strände in Palermo sind auch vermüllt und dreckig. Was sehr schade ist.

    Liebe Grüße Sabine

    Antworten
  17. Ja, liebe Christine,
    ich glaube in Italien ist es besser, sich nicht auf Navi und Co zu verlassen, sondern so zu reisen, wie man es in der vorelektronischen Zeit getan hat. Nicht nur mit Karten, sondern sich ziehen lassen vom Land. Was natürlich immer schwierig ist, wenn man ein fixes Ziel hat. Aber oft ist es besser, gar kein fixes Ziel zu haben – ihr habt es in der Toskana ja auch erlebt: Die Highlights lagen außerhalb der „Fotohotspots“. Die kleinen Orte, die wirklich noch die stundenlang Schach oder Karten spielenden alten Männer vor den Cafes zu bieten haben, die Hügelausblicke hinter jeder Kurve, die gelben Landhäuser… Wir haben bei zwei Toskanareisen jeweils in so einem Landhaus-Appartment gewohnt und von dort aus sternförmige Ausflüge unternommen. Das ist vermutlich stressfreier als von Ort zu Ort zu fahren und Parkplatz zu suchen ;-) Was die Gepflegtheit von erschwinglichen Unterkünften in Italien betrifft, würde ich mal sagen, man ist in jedem Fall am besten dran, wenn man die Erwartungen nicht zu hoch schraubt ;-) „Unsere“ Landhäuser waren ein Traum. Wunderschön. Unvergesslich. Riesige Lavendelbüsche neben dem Frühstücksplatz auf der Terrasse, Eidechsen, die durch den Garten huschen, Glühwürmchen am Terrassenfenster, ein Swimmingpool mit Blick über die Landschaft, ein Gestüt mit entzückenden Fohlen in zweiminütiger Entfernung, hachz! Aber all das nur, weil wir einfach alles ausgeblendet haben, was nicht so schön war. Wollmäusefamilien unter dem Bett, Spinnen in Schubladen, durchhängende Lattenroste in den Betten (wir haben eine Tür ausgebaut und auf den Lattenrost gelegt, um schlafen zu können :-)) ; in einem der Häuser gab’s im Erdgeschoß kleine Skorpione, aber wir waren zum Glück im ersten Stock. Zum Glück? Naja, als die Toilette kaputt ging und dort gestemmt wurde, konnte man dafür vom Erdgeschoß zu uns nach oben schauen. Als wir deshalb wegen des Preises verhandeln wollten, konnten die Vermieter plötzlich kein Englisch mehr. That’s Italy ;-)) Aber schön war’s doch und wir träumen immer noch davon, bald mal wieder für zwei, drei Wochen in ein solches Landhaus zu ziehen :-)
    Falls du mal wieder in die Toskana kommst – in die Nähe von Grossetto – und mit Fliesenmosaiken a la Hundertwasser oder Antoni Gaudi etwas anfangen kannst, habe ich noch eine Empfehlung für dich – den Tarotgarten mit den riesenhaften und für mich wunderbaren, mosaikverzierten Tarot-Plastiken von Niki de Saint Phalle. Für mich ein verzaubernder Ort. Ich habe hier einen 11 Jahr alten Beitrag von mir mit ziemlich furchtbaren Fotos, aber wenn du dich dafür interssierst, kannst du dir vielleicht dennoch ein Bild davon machen: https://rostrose.blogspot.com/2009/10/il-giardino-dei-tarocchi.html
    Apropos Bild machen: Deine Fotos sind wunderbar stimmungsvoll.
    Danke für deine tolle Antwort auf meinen letzten Kommentar! Manchmal muss man einfach auch „bekloppte Entscheidungen“ treffen oder sich mit mistigen Dingen herumschlagen. Das fühlt sich nicht gut an, aber es bringt einen unter Umständen im Leben weiter. Ich nenne Menschen und Situationen, die sich sche*ße anfühlen, aber vielleicht einen Schritt in eine neue Richtung bewirken, „Mistengel“. Auch zu dem Thema hab ich mal einen Beitrag geschrieben – 2014 – vielleicht ist er inspirierend für dich: https://rostrose.blogspot.com/2014/01/uber-ganz-besondere-engel.html
    Ganz herzliche Rostrosengrüße im Oktober
    Traude

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  18. Ich war einmal in Venedig und es war wunderschön. Werde ich garantiert nochmal besuchen. LG Romy

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  19. Tati

    1. Oktober 2020 um 19:21 Uhr

    Hallo Christine,

    deine Fotos sind Balsam für die Seele… wunderschön. Deine Fakten finde ich sehr interessant. Viele Dinge hätte ich so nicht gedacht. Gut zu wissen! :)

    Eine schöne Restwoche und herzliche Grüße vom Niederrhein, Tati

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  20. Nancy

    1. Oktober 2020 um 19:09 Uhr

    Tolle Reiseimpressionen. Ich habe letztes Jahr 153 Tage auf Sizilien gearbeitet und im August war es wirklich voller Touristen. Ich bin dort zur Capuccino Trinkerin geworden, ich war vorher immer in der Teefraktion. In Rom war ich noch nicht, aber in Civitavecchia.

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  21. Hallo liebe Christine,
    du zeigst hier traumhaft schöne Bilder. Ich freue mich, dass du so schöne Erlebnisse machen konntest. Beim Anblick bekommt man glatt Fernweh. :o) Besonders angetan hat es mir anhand deiner Fotos gerade die Toskana <3
    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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  22. Shadownlight de

    1. Oktober 2020 um 16:53 Uhr

    Hey, ich bin ja total begeistert von den wunderschönen Bildern, da bekommt man gleich Reisefieber!
    Liebe Grüße!

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  23. S.Mirli

    1. Oktober 2020 um 11:39 Uhr

    Die Bilder, gerade von der Toskana, wirken wie Gemälde. WOW, wunderwunderschön. Für mich ist und bleibt die Toskana einer der schönsten Flecken auf der Welt. Ich war schon einige Male dort und verspüre immer wieder erneut Sehnsucht, wenn ich Bilder davon entdecke…und nach Volterra musste ich natürlich auch ;-) Allerdings wurde mir die Stadt generell empfohlen und ich finde den Ausblick von der Stadtmauer aus einfach nur grandios. Mich wundert es, dass du Rom trotzdem in diesem Jahr so überfüllt erlebt hast, da hast du anscheinend einen ungünstigen Zeitpunkt erwischt, weil ich von so vielen Seiten das genaue Gegenteil gehört habe, aber Rom ist einfach immer wunderschön. Die Eintrittsgelder spare ich mir allerdings meistens. Hat man das Kolosseum einmal gesehen reicht es wohl. Ich danke dir für das Mitnehmen auf diesen wunderschönen italienischen Roadtrip. Die Amalfiküste steht eindeutig noch auf meiner Liste. Alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

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