Behind the Scenes: Shooting auf 2244m

Es war März, es war kalt und es lag noch Schnee. Zumindest auf den Bergen. Und weil ich den Winter so liebe und mir nichts besseres einfiel, beschloss ich mal wieder ein Model zu quälen und sie leicht bekleidet auf 2244m herum hüpfen zu lassen.

Ein dunkelhäutiges Model, Outfits mit goldenen Akzenten und all das in der Winterlandschaft – das war die Idee. Und weil sich gegen Ende das Winterwetter und der Schnee doch schneller verzogen als gedacht/gehofft, mussten wir eben hoch hinauf. Genauer gesagt rauf auf den Karwendel.

Man kann natürlich darüber streiten, ob es sonderlich fair von den Betreibern der Bergbahn ist, den kleinen, aber nicht unerheblichen Fakt zu verschweigen, dass nur ein sehr kleiner Teil (ein paar hundert Meter) des angeblich geräumten und somit auch im Winter zugänglichen Panaormaweges zugänglich war, dennoch kann man nicht leugnen, dass der Ausblick dort oben wirklich gigantisch war!

Das war wohl auch das Einzige, was mein Team über die wirklich abartigen Temperaturen an diesem Tag hinweg tröstete… Und während die sich wenigstens noch so warm wie möglich anziehen konnten (wobei ich nach wie vor immense Probleme damit habe mit Handschuhen – seien sie noch so dünn – zu fotografieren), war das Shooting gerade für Lee, unser Model, ein wahrer Knochenjob. Trotz „Zuhälter“-Mantel in Leo-Optik und die aus einem abgelaufenen Verbandskasten (ja, mein Papa ist einer dieser Menschen, der wirklich Verbandskästen austauscht…) gerettete Rettungsdecke (wobei wir uns ohne Anleitung erst mal fragen mussten, welche Seite denn nun wirklich wärmt…).

Anscheinend hatte sogar das Personal – nachdem das Wetter auch noch immer schlechter wurde – ein wenig Mitleid mit uns und so gab’s während unserer kleinen Mittagspause ein paar Brezen umsonst…

Das war wirklich ein sehr cooles und sehr kaltes Shooting. Zwischen Raben, Schneemassen und Lawinengefahr.
Und würden die Ergebnisse nicht stimmen, hätte ich nach dieser Schilderung nun wohl ein paar Leute weniger, die gerne mit mir arbeiten. ;)

Der Beweis, dass es auch auf 2244m Handynetz und Internet gibt (Lee bekam nämlich einen Video-Anruf von ihrer Schwester aus (?) Südafrika). Fragt sich nun nur, warum die Telekom das nicht auch im Tal hinbekommt… 

Ein bisschen fühlten wir uns ja wie bei Hitchcock’s „Die Vögel“…

CREDITS

FOTOS – Christine Polz
MODEL – Lee Simon (@ Louisa Models Munich)
HAIR&MAKE-UP – Alin Köhler
STYLING – Bonny Fersch
BODIES&DRESSES – Nadine Cendelin


PS: Ja, das auf einem der ersten Fotos ist tatsächlich ein Wegweiser. Der Schnee lag wirklich so hoch…

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  1. Wow was für ein tolles Shooting – das Setting ist unglaublich mit dem Schnee und da hat sich euer Bibbern auf jeden Fall gelohnt würde ich sagen ;)

    xxx
    Tina

    https://styleappetite.com

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  2. Mega Shooting. Ich liebe Locations im Schnee. Und da ich selbst umgeben von Bergen lebe, mag ichs umso mehr!

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  3. Jimena

    28. September 2018 um 7:28 Uhr

    Wow, das sieht ja nach einem spannenden und kalten Shooting aus! Schön, dass du uns wieder mitgenommen hast :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

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  4. Héloise

    27. September 2018 um 17:20 Uhr

    Also, bei so tollen Ergebnissen hätte ich ja auch mal tapfer die Zähne zusammengebissen, obwohl ich hochgradig kälteempfindlich und schneescheu bin! Und den Blick hinter deine Kulissen beschreibst du ganz besonders interessant =)
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

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  5. krissisophie

    25. September 2018 um 12:53 Uhr

    Das muss zwar echt ein hartes Shooting gewesen sein, aber das Ergebnis kann sich definitiv sehen lassen! Die Idee, oben auf einem Berg zu shooten, finde ich klasse!

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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  6. Carolin

    24. September 2018 um 23:05 Uhr

    Immer wieder total interessant, einen Blick hinter die Kulissen eines solchen Shootings zu erhalten. Die Idee ist jedenfalls super, da hat sich die Arbeit gelohnt! :)

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  7. Nicole

    24. September 2018 um 16:06 Uhr

    Ich bemitleide das Model sehr, ich wäre da wohl erfroren, also hut ab dass sie das durchgehalten hat. Das zeigt auch mal wieder, dass Modeln ein anstregender Job ist und nicht aus der Glitzerwelt Hollywoods besteht. Die Ergebnisse aber sprechen wirklich für sich, die sind atemberaubend und der Ausblick auch wahnsinn.

    Dankeschön für deine liebe Antwort Chrstine,
    ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du mal reinhörst, vielleicht gefällt dir unser Hobby-Podcast ja auch, denn professionell ist er bestimmt nicht :D. Aber wie sagt man so schön: Learning by Doing. Jeder fängt ja mal klein an.

    Es ist halt auch schwer Zuschauer, die Serien ja bewusst zuhause konsumieren, dann ins Kino zu bewegen. Schon alleine weil Kino nicht mehr günstig ist.

    Das kenne ich auch von Reisen, wenn man Hunger hat, dann bleibt einem da nichts anderes übrig. Ich denke die finanzieren sich hauptsächlich durch die Menschen die nicht im Vorfeld googeln wo man gut essen kann, sondern halt einfach spontan entscheiden wo sie sich hinsetzen. Da weiß man ja dann auch gar nicht was einen erwartet, wenn man nicht gerade einen Teller eines Gastes sieht. Aber selbst wenn was gut aussieht, kann man eingehen xD.

    Mit The Fall wollte ich ja irgendwann mal anschauen, wobei das will ich ja mit so vielen Serien, aber wenn du nun schon Logiklügen sprichst, dann rutscht das wohl weiter hinter auf der Must See Liste.

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  8. MirliMe

    24. September 2018 um 12:11 Uhr

    Ich liebe es, wenn du uns über deine Schulter schauen lässt und R E S P E K T an alle, aber vor allem an das leicht gekleidete Model für diesen Knochenjob. Kälte ist ja schon fies, wenn man richtig angezogen ist, aber…wow, ich will mir das gar nicht vorstellen und irgendwie habe ich das Gefühl, ich brauche jetzt ein zweites Paar Socken, aber diese Hammer Location war das wohl trotzdem alles wert. Ich wünsch dir eine ganz fantastische neue Woche, alles Liebe, x S.Mirli
    http://www.mirlime.com

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  9. Rena

    23. September 2018 um 20:52 Uhr

    Sehr sehr genial! Und ein echt tapferes Model – aber die Location war die Qual sicher wert … Danke, dass Du dieses einfach nur gelungenes Shooting hier teilst!
    http://www.dressedwithsoul.com

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  10. Und da soll nochmal einer sagen, Models hätten so ein einfaches Leben und müssten ja nur hübsch in die Kamera lächeln. Da hast du Lee aber wirklich was abverlangt… ich krieg schon Gänsehaut, wenn ich die Fotos nur ansehe ;) Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, das Ergebnis gefällt mir sehr und die Komposition ist super stimmig!
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

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  11. Christina Key

    22. September 2018 um 17:18 Uhr

    Wow, mega schönes Ergebnis! Da hat sich das ganze doch gelohnt! :)
    Dein neues Design finde ich mega ansprechend, hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert, genial! :)

    Liebe Grüße. ♥

    http://www.ChristinaKey.com

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  12. Paleica

    22. September 2018 um 13:07 Uhr

    das hört sich echt schweeeeinekalt an, aber das endergebnis kann sich sehen lassen :) sehr cool!
    ich liebe ja sonnenblumen und ich war glatt ein bisschen traurig, dass ich „nur“ den apfel dabei hatte, aber immerhin, für ein paar stimmungsbilder hat es ja doch gereicht :)
    ach ich fand die sonnenblumen ganz passend. es heißt ja „wende dein gesicht der sonne zu, dann fallen die schatten hinter dich“ und ich denke, das habe ich nun endlich einmal versucht zu beherzigen.
    familienunternehmen sind auf jeden fall schwierig, weil man aus den familienmustern eben auch in der arbeit nicht rauskommt. ob es klappt oder nicht kommt sicherlich auf den willen aller an und wenn ein paar nicht wollen, dann wird es zum ding der unmöglichkeit. ich bin jedenfalls im moment heilfroh, mich aus diesen strukturen verabschiedet zu haben, weil ich mich dadurch endlich wieder frei fühle.

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