Mehr oder weniger sinnfreies Alltagsblabla #12

Eine Einleitung kann ich mir so langsam sparen, oder? ;)

Alltagsblabla

In letzter Zeit leide ich unter einer kreativen Krise; oder nennen wir das lieber Kreativ-Tief. Krise klingt zu drastisch, zu lebensbedrohlich. Aber natürlich beeinträchtigt mich und mein Selbstbewusstsein schon sehr; gerade da ich mich (sicherlich oftmals zu sehr) über meine Arbeit definiere.
Selbstverständlich läuft in solchen Zeiten erst recht nicht so wie es sollte. Alles geht nur zäh vorwärts, alles verschiebt sich, nichts klappt so wirklich und vor allem nicht so wie es gedacht war. Ich habe es mit gar nichts tun versucht (aka: den Druck raus nehmen), mit Malen, damit eine Freundin zu besuchen, die mir einfach immer gut tut. Mit dem Ergebnis, dass ich am Ende eine Macke im Auto und einen schreienden Fremden vor mir hatte, der behauptete ich hätte seinen Stein im Vorgarten verschoben…

Zwischenzeitlich war ich bereits so verzweifelt mir etwaige Ratgeber zu dem Thema durchzulesen. Mit dem Ergebnis, dass ich den nächsten, der vorschlägt: „Einfach mal weg zu fahren“, an die Gurgel gehe… Schön und gut, schon klar, dass so ein Tapetenwechsel hilft, aber wenn es dafür eben gerade keine Gelegenheit gibt, ist’s halt nicht das, was man hören möchte.

Ich hatte gehofft mein Besuch vor kurzem würde Abhilfe schaffen, aber so gut der mir persönlich getan hat, so wenig hat er meiner Kreativität geholfen.


Apropos Besuch; nachdem wir wirklich full house hatten, hatte ich beschlossen im Gästebad ein paar Post-its anzubringen; um Handtuchbesitz, Verwendung etwaiger Produkte etc zu regeln. Ich kam mir schon sehr, sehr lustig dabei vor. So richtig amüsant wurde es dann aber erst, als ich den Block und den Stift im Bad liegen ließ und sich die Zettelchen im Laufe der nächsten Tage vermehrten…

Ein bisschen schockiert war ich schon, als wir einen Ausflug zum Schloss Neuschwanstein machten und mich in perfektionierter Touristenabfertigung wiederfand. Natürlich hatte ich ein Stück weit damit gerechnet; es war ja auch nicht mein erstes Mal dort. Aber allem Anschein nach, scheint die Sache seit damals neue Auswüchse angenommen zu haben… Das erkennt man allein schon daran, dass sogar all die Restaurants im Umkreis nur bis 18 Uhr (um 17 Uhr gibt es die letzte Führung durch das Schloss) geöffnet haben. Kaffee sollte man dort übrigens am besten keinen trinken; nur der damals in Irland war noch schlechter…
Und dann war natürlich (wie sollte es anders sein, da wären wir wieder beim Thema: zur Zeit läuft ja einfach nichts) auch noch die Brücke bzw. der Aussichtspunkt auf das Schloss gesperrt.
Nichts desto trotz: in Mitten der frisch verschneiten Berge sieht Neuschwanstein wirklich aus wie aus einem Disney Film geklaut.


Fußblabla

Meinem Fuß geht es wieder gut! Letzte Woche hatte ich meine letzte Physiotherapie Stunde. Das ging jetzt wesentlich besser als ich zu hoffen gewagt habe. Und zeigt vor allem auch, wie wichtig in so einem Fall die richtigen Leute und die richtige Behandlung sind… Wobei ich mich auch ganz vorbildlich an die ganzen Übungen gehalten habe.
Den Fuß werde ich schon noch manchmal etwas spüren; den Rest muss jetzt aber einfach die Zeit richten (im wahrsten Sinne des Wortes).
Und wenn man alles andere (auch Sport mache ich schon wieder seit zwei Wochen) ohne Einschränkungen machen kann, kann man damit leben nach einer Schlossbesichtigung und gefühlten 1000 Stufen (es waren wohl eher so etwas um die 100) Abends ein bisschen tapsig die Treppen herunter zu gehen. Für’s erste zumindest.


Brillenblabla

Ich habe eine neue Brille! Und das erste Mal einfach so; nicht weil sich meine Stärke geändert hätte, sondern weil mir ein Gestell so gut gefallen hat. Vielleicht war ich aber auch genau deshalb – weil ich meine schwarze Brille behalten kann – etwas mutiger. Denn so ganz einig ist sich die breite Masse nicht. Den einen ist sie etwas zu auffällig und zu viel, den anderen genau richtig. Lustigerweise mögen sie eher die Männer der Familie… Ich war mir auch lange unsicher, aber ich mag sie. Und wie gesagt, ich kann ja jederzeit zu schwarz wechseln, wenn ich es doch etwas schlichter möchte.

Allerdings habe ich letztlich nur das Gestell bei Mr. Spex gekauft. Da die Brille aus deren Eigenkollektion stammt, gab es keine andere Möglichkeit dran zu kommen und zum Glück konnte mein Optiker (das geht anscheinend nicht bei allen Modellen) das Fensterglas ohne Probleme heraus lösen. Die Gläser-„Politik“ bei Mr. Spex fand ich nämlich sehr seltsam und die Beschreibung der einzelnen Möglichkeiten nicht transparent genug. Premium Qualität hin oder her, mich interessiert doch vor allem, was das genau bedeutet! Was genau ist bei meiner Stärke sinnvoll, was übertrieben? Und ein ganz großes Manko war auch die Tatsache, dass dort keinerlei Option für Blaulicht reduzierende Beschichtung gibt. Für mich – mit meiner ganzen PC Arbeit – ist das mittlerweile unerlässlich…

So kam ich am Ende dann bei meinem Optiker preislich sogar besser weg…


Filmblabla

Ich war neulich in Black Panther und wirklich überrascht. Seit Batman bin ich irgendwie aus dieser Superhelden Sache raus; habe total den Überblick über Avengers, Spiderman, Thor und was-weiß-ich-noch-alles verloren. Und dann war ich erstaunt, dass mir der dann doch so gefallen hat. Natürlich hat er bezüglich der Story so ein paar Schwächen, aber ich mochte wie bunt er war; wie man zur Abwechslung mal die afrikanische Kultur als Kulisse für einen Superhelden Film verwendet hat. Das stach im Einheitsbrei der letzten Marvel Produktionen richtig heraus.
Auch wenn ich bis heute nicht weiß, wie man den König nun ausspricht…

Wer Three Billboards outside Ebbing, Missouri noch nicht gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen! Schon lange mochte ich keinen Film mehr so sehr wie diesen. Er ist genial gespielt, alles andere als vorhersehbar und brilliert vor allem mit einem wirklich guten, schwarzen Humor. Den muss muss man einfach gesehen haben; am besten nicht viel drüber wissen und sich herrlich amüsieren.

Was wiederum nicht für Alles Geld der Welt gilt. Oder Mute. Von dem war ich ganz besonders enttäuscht, immerhin war ich anfangs ein großer Fan der Filme von Duncan Jones (für die Unwissenden: der Sohn von David Bowie hat mit Moon ein wirklich geniales Debüt hingelegt!). Mute dagegen hat schlicht und ergreifend (haha, welch Ironie) im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu erzählen. Die Kulisse in ferner Zukunft bleibt ungenutzt, die Hintergründe der Figuren wirr und sinnfrei… Er war einfach nur schrecklich und eine große Zeitverschwendung. Wenn überhaupt, hätte dieser Film höchstens 90 Minuten dauern dürfen.


Serienblabla

In letzter Zeit überrascht hat mich Ozark. Eigentlich habe ich die Serie vor allem als Lückenbüßer angefangen und war dann doch sehr begeistert. Von Jason Bateman (der bisher einfach zu wenig ernste Rollen gespielt hat; man merkt hier wie gut er eigentlich ist) und der Geschichte. Am Ende wollte ich sofort weiter schauen…

Weniger erstaunlich ist wohl, dass mir The Handmaid’s Tale gefallen hat. Dafür hatte ich, obwohl die Serie in Deutschland nicht so populär ist, im Vorfeld schon zu viel darüber gehört. Die Geschichte über Mägde die in einer fiktiven, unfruchtbaren Zukunft, reichen Männern Kinder gebären sollen, ist ebenso schockierend und bedrückend wie sie zum Nachdenken anregt. Denn obwohl die offensichtliche Gewalt von Männern ausgeht, zeigt sie, dass Teil auch fehlender Zusammenhalt unter uns Frauen ist. Man nehme mangelnde Solidarität, ein paar ernsthaft dumme Frauen, die nur an ihre eigene Position denken und schon hat man den Salat… Gerade im Zuge der #metoo Debatte fand ich viele der gezeigten weiblichen Charaktere und sich über ihre Geschichten und Handlungen Gedanken zu machen so wichtig und aktuell wie nie.

Endlich habe ich sie gesehen, die allerletzte Staffel The Leftovers. Und kann ohne Zweifel behaupten: sie ist für mich aktuell die beste Serie aller Zeiten. Allein schon deswegen, weil wir nun auch wirklich das Ende kennen. Was man von vielen meiner Favoriten momentan noch nicht behaupten kann… Und vor allem hat sie richtig gemacht, woran so viele andere aktuell scheitern: gewusst wann man Schluss machen muss. Letztlich hätte man die Story noch ewig weiterspinnen können, aber nein, 28 Folgen waren genug. Und was habe ich sie geliebt! Die zweite Staffel fing im Vergleich etwas schwach an, was allerdings für mich vor allem daran lag, dass ich fürchtete diese Geschichte über Trauer und Verlust, Sekten und Glauben, angesichts eines Ereignisses für das niemand eine Erklärung hat (dem plötzlichen Verschwinden von 170 Millionen Menschen), würde doch noch ins Mystery Genre abdriften. Zum Glück hat sie das nie getan und blieb dem bis zum Ende treu. Gerade das Ende war unglaublich stark! Besser hätte man eine Serie, deren wesentliches Element etwas Unerklärliches ist, nicht beenden können. Unbedingt schauen; das ist das Beste was HBO zu bieten hat (nein, ich bin nicht der Meinung, dass das Game of Thrones ist; egal wie gerne ich das mag)!


Blabla Ende…

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  1. Mny

    14. März 2018 um 15:55 Uhr

    oh menno…. ich habe gerade auch so ein kreativ-tief. frisurenmäßig alles ok, aber mir fällt gerade absolut nicht ein worüber ich am Sonntag in meiner Einleitung schreiben könnte. Wenn da so weitergeht schreibe ich meine Lieblingsserien auf ^^
    Auf jeden fall bin ich mal wieder hierher gekommen um Inspiration zu bekommen und dann ist der erste Absatz hier darüber dass du keine Einleitung brauchst und der zweite darüber dass du ein kreativ-tief hast. Na toll :D

    Liebe Grüße, Mny von http://www.braids.life

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  2. alina

    12. März 2018 um 21:29 Uhr

    Ich lese dein Alltagsblabla so gerne :)
    Ich hoffe du findest bald wieder aus deinem Kreativ-Tief raus und findest neue Inspirationen :)
    Auf deine neue Brille bin ich schon etwas gespannt. Ich habe einmal bei Mister Spex Brillen bestellt zum anprobieren, aber irgendwie waren mir die Gestelle viel zu wacklig (alle aus der Eigenkollektion). Mittlerweile bestelle ich nur noch Kontaktlinsen dort. Da kann ja zum Glück nicht so viel schief gehen :D
    Liebe Grüße,
    alina von http://alinapunkt.blogspot.de/

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