Italiens Stiefelabsatz – ein Guide für eine Reise durch Apulien

Tipps für eine Reise durch Apulien

Kristallklares Wasser, weiß getünchte Dörfer, die in der Sonne strahlen und dazwischen finden sich die niedlichen Trulli – das ist Apulien


Tipps für eine Reise durch Apulien


Eingebettet zwischen dem Adriatischen und Ionischen Meer, befindet sich im Südosten Italiens die Region Apulien.
Gemeinsam mit der Halbinsel Gargano bildet sie den Absatz und den Sporn des italienischen Stiefels.

Die Region ist bei Einheimischen schon lange kein Geheimtipp mehr und gerade bei den Italienern ein beliebtes Sommerreiseziel.

Die Region umfasst eine 800km lange Küste, hat aber nicht nur weiße Sandstrände und atemberaubende Steilküsten zu bieten! In den Olivenhainen finden sich immer wieder die berühmten Trulli – die kleinen Steinhäuser, die wie Zipfelmützen aussehen – und die weiß getünchten Städte, für die die Apulien berühmt ist. 

Und dann gibt es da ja auch noch all das leckere, italienische Essen… 

Eine ziemlich perfekte Kombination also! 

Und das Beste daran: trotz des allgegenwärtigen Sommertrubels, findet man sogar einige, in denen man in völliger Ruhe durch die Gassen streifen kann.

In Apulien versteht man, was mit dem so häufig zitierten „La Dolce Vita“ (dem süßen Leben) gemeint ist.


Allgemeine Informationen

Natürlich würde ich für eure Reise einen Zeitraum außerhalb der Hauptsaison im Sommer empfehlen. Wir sind allerdings nicht ausgekommen und waren im August in Apulien unterwegs. Zu dieser Zeit wird es gerne mal voll in den Städten, aber gerade an den Stränden.
Es war häufig heiß, aber das Wetter auch sehr stabil schön.
Uns sind zwar viele Touristen begegnet; die meisten waren jedoch Italiener, die ihr eigenes Land bereist haben. 

Die Anreise

Da wir ganz aus dem Süden Bayerns kommen, haben wir unseren Trip nach Apulien mit einer Reise über die Emilia-Romagna verknüpft und haben Apulien genau genommen erst am vierten Tag unseres Trips erreicht.
Wer jedoch weiter weg wohnt oder weniger Zeit hat, wird nach Bari und Brindisi fliegen.

Das Essen

Tatsächlich war das mit dem vegetarischem Essen und der Abwechslung etwas schwieriger, als gedacht. Gerade umso mehr wir in den Süden kamen. Aber natürlich sind Pizza und Pasta auch einfach echt toll und na ja, davon wurde viel gegessen auf diesem Trip. Wir haben allerdings auch oft in unseren Unterkünften gekocht/gegrillt. Das tolle Wetter schreit ja geradezu nach langen Abenden auf einer schönen Terrasse. 

Die Unterkünfte

Was Unterkünfte angeht, kann ich auch was diesen Trip anbelangt, keine einzige empfehlen!
Leider war gerade die „Villa“, die wir uns für unsere Zeit am Meer und den längsten Aufenthalt an einem Ort gebucht haben, ein Albtraum aus kaputten Möbeln und unzuverlässigem Strom (inklusive Alarmanlage – ich habe hier mal etwas mehr darüber geschrieben).
Eine andere Unterkunft bei Bari war zwar wunderschön, wird aber leider nicht mehr gelistet.
Diese Reise war wirklich einer der Trips, bei denen wir bei fast jeder Unterkunft Probleme hatten und unheimlich viel schief lief (ein Mal existierte das gebuchte Ferienhaus zum Beispiel nicht mal). 

Der Verkehr

Den Verkehr gerade rund um die größeren Städte darf man wirklich nicht unterschätzen! Es kann auf den Straßen ganz schön voll und vor allem auch chaotisch werden; was das angeht haben sich wirklich viel Klischees über italienische Autofahrer bestätigt. 

Die Strände

Natürlich habe ich damit gerechnet, dass es im August mal voll werden kann, gerade direkt am Meer. Allerdings war ich wirklich gar nicht darauf vorbereitet, dass man an viele Strände ohne Reservierung nicht mal dran kam!
Die Parkgebühren haben übrigens auch am gleichen Strand je nach Tag und Auslastung sehr geschwankt… 

Wenn man also bestimmte Strände besuchen möchte, sollte man sich unbedingt im Vorfeld informieren und gegebenenfalls auch reservieren.

Das Liegen direkt am Strand war an einigen Orten auch nur mit Mieten einer Liege oder eines Sonnenschirms möglich.

Ich habe mir aber sagen lassen: außerhalb der Hauptsaison werden die Strände nicht gereinigt und man steht schnell in einem Meer aus Algen und angeschwemmten Müll…

Die Wassertemperatur 

Die Wassertemperatur war wirklich super angenehm! Nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt. Und das Wasser ganz wunderbar klar. Das hat uns wirklich sehr gefallen. 


Unsere Reiseroute durch Apulien

Unser erster Stopp in Apulien war Gargano. Diese Halbinsel wird auch als Sporn des italienischen Stiefels bezeichnet. 
Anschließend haben wir uns für Bari als Basis entschieden, um von dort aus Ausflüge in die weißen Städte Apuliens zu machen.
Von dort aus ging es für ein paar Tage Entspannen und Baden noch weiter in den Süden.

Die Stadt Matera zählt zwar bereits zur Region Basilicata und nicht mehr zu Apulien, grenzt aber direkt daran und sollte unbedingt auch auf eure Bucket-Liste. 

Je nachdem wo die eigenen Interessen liegen – und ob man neben Sightseeing auch noch Badeurlaub möchte – sollte man für seine Reise zwischen ein bis zwei Wochen einplanen. Die Entfernungen sind recht überschaubar.

Viele Reiseführer lassen beim Thema Apulien häufig die Halbinsel Gargano und Matera außer Acht; beides waren für mich aber Highlights, die man wirklich mitnehmen sollte!

Unsere Route

Tag 1: Anreise aus Rimini zur Gargano Halbinsel 
Fahrt auf die Gargano Halbinsel in Richtung Vieste

Tag 2: Tour über die Halbinsel
Wir fahren nach Vieste, wandern durch die Altstadt, besuchen die Pizzomunno Felsen und fahren durch den Foresta Umbra nach Monte Sant’Angelo 

Tag 3: Fahrt in Richtung Bari 
Wir fahren über Trani nach Bari, unserer Basis für die nächsten Tage

Tag 4: Alberobello – Monopoli – Polignano a Mare 
Wir besuchen die Stadt der Trulli und die ersten weißen Städte

Tag 5: Locorotondo – Cisternino – Ostuni
Heute stehen weitere weiße Städte auf den Plan; zum Sonnenuntergang geht es Richtung Ostuni

Tag 6: Lecce – Piscina Naturale di Roca Vecchia – Torre dell’Orso – Laghetto Cave di Bauxite – Gallipoli 
Nach einem Stopp in Lecce, geht es über die Küste und einem Steinbruch Richtung Gallipoli

Tag 7 – Tag 12: Badeurlaub
Wir besuchen verschiedene Strände (insofern ohne Reservierung möglich…) und genießen das angenehme Wasser

Tag 13: Tarent – Matera
Wir fahren über Tarent Richtung Matera und verlassen somit Apulien

Tag 14 – Ende: Weiterfahrt zurück Richtung Bayern
Die nächsten Tage machen wir verschiedene Stops außerhalb Apuliens und arbeiten uns wieder Richtung Heimat vor. Wir besuchen Neapel, Florenz, den Gardasee… 


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Der Sporn des italienischen Stiefels

Gargano Halbinsel


Die Gargano Halbinsel ist bereits seit 1991 ein Naturschutzgebiet und hat einiges zu bieten. Die Küste ist 150km lang, Vieste hat eine tolle Altstadt und durch das Pilgerstädtchen Monte Sant’Angelo zu schlendern war eines meiner Highlights der ganzen Reise. Und natürlich gibt es da noch den dichten Foresta Umbra.

Und manchmal gibt es auf der Insel kein zuverlässiges Netz und damit einhegende Google Maps Probleme. Das haben wir gerade bei unserer Anreise schmerzlich erfahren. Denn unsere Unterkunft hätte eigentlich kurz hinter dem malerischen, eben erwähnten, Städtchen Monte Sant’Angelo gelegen, wir mussten aber letztlich gleich zwei Mal durch den Foresta Umbra fahren (ein Mal hin und dann wieder alles zurück), weil uns der falsche Standort angezeigt worden war. Nachdem kurz zuvor eine unserer gebuchten Unterkünfte nicht mal existiert hatte, war es ja schon mal ein Sieg, mit nur ein paar Stunden Verspätung doch noch anzukommen…

Sehenswertes auf der Halbinsel Gargano

Vieste 

Die typisch mittelalterlich geprägte Altstadt von Vieste ist definitiv ein Highlight! Man sollte sich die Zeit nehmen in Ruhe durch die Gassen zu schlendern. Auslassen sollte man bei seinem Spaziergang weder die „Treppe der Liebe“, noch die Kathedrale Santa Maria Assunta. Es lohnt sich bis zur Trabucco di Punta San Francesco zu gehen. Dort hat man nicht nur einen schönen Ausblick, man kann auch die typischen, historischen Pfahlbauten, die zum Fischfang geduzt wurden und noch immer werden, sehen.

Pizzomunno Felsen

Diese Felsen liegen in unmittelbarer Nähe zu Vieste. Die Felsen hat man sicherlich auch schon bei einem Rundgang durch die Stadt entdeckt. Es lohnt einen kurzen Stopp am Strand, für eine weitere Perspektive.

Monte Sant’Angelo

Durch den Foresta Umbra (hier gibt es auch zahlreiche Wandermöglichkeiten) ging es für uns zurück in Richtung Monte Sant’Angelo.
Das weiße Städtchen liegt hoch über den Stränden Apuliens in den Bergen des Gargano und ist einen Besuch absolut wert. Mich hat überrascht wie wenig touristisch und leer die Gassen selbst Mitten am Tag waren! Das macht das Städtchen, in dem der Erzengel der Legende nach sogar mehrmals erschienen ist, und seinen Ausblick auf die Umgebung wirklich sehenswert.

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Trani – Bari

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Über einen kurzen Stop in der Hafenstadt Trani (welches nicht besonders in Erinnerung geblieben ist und dessen Besuch wir uns auch hätten sparen können…) kamen wir in Bari an. Die Stadt war unsere Basis für die nächsten Tage und von dort aus machten wir Tagesausflüge zu den weißen Städten der Umgebung.

Generell kann ich empfehlen dafür zwei bis drei Tage einzuplanen und sich die Zeit zu nehmen durch die zahlreichen Gassen zu schlendern. Einen Sonnenuntergang zu beobachten, noch mal in eine Stadt zu einer anderen Zeit zurückzukehren usw. Letztlich kann man sich in den Städten selbst vor allem treiben lassen und braucht keinen großartigen Plan. Dort, wo sich der Altstadtkern befindet, gibt es schöne Gassen, die es lohn zu erkunden. 

Fun Fact am Rande: Das mit den Klos war oft so ne Sache. Öffentliche Toiletten waren zwar oft ausgeschildert, aber nicht zu finden. Oder verschlossen… 

Unsere besuchten weißen Städte:

  • Alberobello
  • Monopoli 
  • Polignano a Mare
  • Locorotondo
  • Cisternino
  • Ostuni 

Alberobello 

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Eines unserer Highlights der Reise besuchten wir gleich am ersten Tag: Alberobello. Die Stadt ist geprägt durch all ihre weiß getünchten Steinhäuser mit Zipfelmütze – die Trulli.
Genau die sind es, die die Stadt so berühmt und bliebt gemacht haben. Denn man findet diese Häuschen zwar überall in Apulien, aber nirgends so zahlreich wie in Alberobello.

Kein Wunder also, dass hier viel, sehr viel los ist. Egal wann, früh morgens oder am Abend. Dennoch sind wir sogar zwei Mal dort gewesen. Eben relativ früh, um die Straßen und Trulli etwas leerer erkunden zu können und noch mal bei Sonnenuntergang.
Natürlich ist das Städtchen auch sehr touristisch, keine Frage. Aber wenn man sich auf keinen Nepp einlässt und einfach durch die Gassen wandert, kann man sich dort eine wirklich schöne Zeit machen!

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Monopoli

Wenn man nur wenig Zeit hat, würde ich tatsächlich empfehlen Monopoli auszulassen. Sie hat zwar ein paar nette Gassen und war während unseres Aufenthalts auch recht ruhig (was man in der Hochsaison durchaus zu schätzen lernt…), aber mit Blick auf die gesamte Reise, war es eine der „langweiligsten“ weißen Städte.


Polignano a Mare

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Polignano a Mare liegt direkt an einer Steilküste und ist daher berühmt für das Klippenspringen! Hier stürzen sich auch abseits der Red Bull Cliff Diving World Series jeden Tag mutige Springe von den Klippen ins tiefblaue Meer.

Es ist tatsächlich recht unterhaltsam das eine Weile zu beobachten!
Der berühmteste Strand der Stadt ist der Lama Monachile, auch bekannt als Cala Porto. Er ist nicht umsonst ein beliebtes Postkartenmotiv.
Allerdings werden die Fotos definitiv zu einer anderen Jahres- oder Tageszeit aufgenommen. Hier wird es voll, so richtig voll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es noch sonderlich viel Spaß macht, sich an diesem Strand aufzuhalten. Ich fand es schon stressig, das Treiben von oben zu beobachten. 

Na ja, wer Baden möchte, wird an der Küste sowieso wesentlich schönere Fleckchen finden. In Polignano a Mare geht es mehr ums schauen. Das Städtchen hatte meiner Meinung nach auch einige der schönsten Gassen zu bieten. 

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Locorotondo

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Die runde, ringförmig aufgebaute Altstadt Locorotondos im Herzen des Valle d’Istria ist nicht zufällig so entstanden. Die runde Form bot Schutz und die Lage auf einem Hügel bot den nötigen Überblick. 

Die Stadt war morgens noch herrlich leer, das Licht sehr schön und so haben wir unseren Spaziergang durch die Gassen ganz besonders genossen!

In der Altstadt gibt es keine großen Plätze; alles wirkt verwinkelt und ist voller kleine Treppen und Hauseingänge, die von zahlreichen Pflanzentöpfen geziert werden. Locorotondo war eine der ruhigsten Städte mit den leersten Gassen, die wir in Apulien besucht haben.


Cisternino 

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Cisternino war mein kleines, aber feines Highlight unter den weißen Städten!

Die Gassen waren selbst später am Tag sehr leer und die Altstadt wirkte besonders gepflegt, hell und freundlich.

Cisternino in Apulien wird auch als als die „schwingende Stadt“ (Il Borgo che Dondola) bezeichnet, weil im Rahmen eines Kunstprojekts 2021 Schaukeln aufgehängt wurden.
Neben den Schaukeln gibt es aber auch ein paar Wandgemälde, die zum Beispiel Frida Kahlo zeigen. Für mich persönlich blieben die liebevoll begrünten Gassen das Highlight unseres Besuchs, aber man merkt dem Städtchen generell an, dass sich bei der Gestaltung und Verschönerung viel Mühe gegeben wurde.

Der Blick über das Itria-Tal ist hier auch sehr schön!

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Ostuni  

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Ostuni ist schon von weitem sichtbar. Die „Città Bianca“ – für viele sicherlich eines der Highlights ihrer Apulienreise – thront auf einem Hügel. Und ist nicht nur aus der Ferne eine Augenweide, in ihr pulsiert auch das Leben. Hier kann man shoppen, gut Essen oder sich mit toller Aussicht einen Drink gönnen.
Dementsprechend viel los ist in den Gassen natürlich auch!

Es lohnt sich neben einem ausführlichen Spaziergang in der Stadt selbst, auch zu einem Aussichtspunkt wie den am Corso Vittorio Emmanuel II zu gehen, u einen tollen Blick über die ganze Altstadt genießen zu können. Gerade bei untergehender Sonne sehr empfehlen!

Im Vergleich fand ich die Stadt von Außen etwas schöner, als von innen. Ostuni ist doch etwas touristischer und ich fand, dass andere Städte die schöneren Gassen hatten.

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Lecce – Piscina Naturale di Roca Vecchia – Torre dell’Orso – Laghetto Cave di Bauxite – Gallipoli 

Lecce

Lecce wird auf Grund der zahlreichen Bauten im Barockstil, auch gerne als „Florenz des Südens“ bezeichnet. 

Da rund um die Stadt viel Tuffstein abgebaut wurde, welcher sich leicht bearbeiten ließ, fiel das Bauen relativ leicht. Was die große Anzahl an Barock-Gebäude im Zentrum erklärt. 

Bei einem Spaziergang durch die Stadt sollte man unbedingt dem Amphitheater, dass sich im Herzen von Lecce an der Piazza Sant’Oronzo befindet, einen Besuch abstatten. Neben der Piazza selbst, ist auch die Burg von Lecce und das Tor zu Altstadt (Porta Napoli) sehenswert. Es gibt natürlich auch noch zahlreiche Kirchen zu besichtigen; die wichtigsten sind allerdings die Kathedrale Maria Santissima Assunta und die Basilika Santa Croce

Eine der ältesten Kirchen ist die Kirche der Heiligen Niccolò und Cataldo.


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Roca Vecchia & Grotta Della Poesia

Nach unserem Stopp in Lecce ging es für uns weiter die Küste entlang. Bei Roca Vecchia findet man einen der schönsten Küstenabschnitte Italiens. Die felsige Küste ist durchzogen von Höhlen und kleinen Stränden, mit Wasserlöcher zum Schwimmen. Gerade rund um die Grotta Della Poesia tummeln sich zahlreiche Badegäste und „Klippenspringer“.


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Cave di Bauxite

Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir dann noch die Cave di Bauxite. Dieser kleine See liegt in mitten eines ehemaligen Bauxit-Steinbruchs und bietet mit seiner roten Erde ein echte Farbspektakel. 

Der Parkplatz kostet ein paar Euro (bei uns waren es 3€); man könnte aber auch aus der Stadt Otranto zu Fuß zum See laufen.

Vom Parkplatz aus sind es nur ein paar Minuten Gehzeit, bis man den See erreicht. Die Wege sind sehr sandig und – wenig überraschend – ist dieser rot. Man sollte also definitiv nicht seine besten oder weißen Sneaker anziehen. Die Farbe wird man anschließend nur schwer wieder los!

Das Gebiet ist nicht groß, aber es lohnt sich rund um den See zu wandern. 

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Gallipoli

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Wer im Süden Apuliens Baden gehen will, muss sich im Sommer bewusst sein, dass viele Strände sogar nur mit Reservierung zugänglich sind. Das war uns in dem Ausmaß im Vorfeld nicht bewusst…
Wir sind dennoch an der Spiaggia Libera punta Suina fündig geworden. Hier gab es durch die nahen Bäume halt auch viele Schattenplätzchen.
Auch an den öffentlichen Stränden muss man mit Parkgebühren rechnen (die sich teilweise täglich und je nach Wochentag oder Besucheraufkommen ändern) und sobald sich am Strand ein Strandclub befindet, kann es schon mal lustig werden bezüglich Radius und eigenen Sonnenschirmen. Oder wenn man gar nur eine Liege gemietet hat und den Sonnenschirm selbst mitbringen möchte (versucht es besser gleich gar nicht). 

Die eigentlich öffentlichen Strände wirken quasi wie von den Clubbetreibern privatisiert… Das ganze Drumherum kann daher schon echt nerven!

Aber es gibt ja wirklich zahlreiche Strände und das Wasser ist wirklich traumhaft klar! Und die Temperatur ist auch perfekt. Noch nicht zu warm und noch eine Abkühlung von der Sommerhitze, aber dennoch angenehm warm. 

Zum Ausspannen und Baden wirklich ideal!


Tarent – Matera

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Tarent selbst kann ich jedoch überhaupt nicht empfehlen! Die Stadt hat uns nicht gefallen und wirkte sehr heruntergekommen… Mein Papa war zu Anfang noch ganz begeistert (als Motorrad-Fan war ihm das berühmte historische Motorradrennen Milano-Taranto natürlich ein Begriff9, aber das wich schnell einer gewissen Abneigung. Die Stadt wirkt ungepflegt und die Altstadt ist im Begriff zu verfallen. Das war alles in allem nicht unseres. 


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Antike Höhlensiedlungen in

Matera


Matera wiederum ist wunderschön!

Matera zählt genau genommen schon zur Region Basilicata und nicht mehr zu Apulien, sollte aber auf Grund der Nähe dazu auf keiner Rundreise fehlen.
Sie ist eine der ältesten, kontinuierlich bewohnten Städte der Welt und berühmt für ihre „Sassi“ (antike, in Tuffstein gehauene Höhlensiedlungen). 

De Stadt ist mittlerweile UNESCO-Weltkulturerbe und das zu recht! Wandert man durch die uralten Gassen entlang der Sassi, kann man sich kaum vorstellen, dass hier noch bis in die 50er Jahre Menschen (ohne fließend Waser oder Storm) wohnten.

Bei einem Besuch sollte man unbedingt einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt machen. Dabei ist es trotz des Gewirrs aus Wegen und Treppen relativ einfach die Orientierung zu behalten. Durch Matera verlaufen markierte Wege („Itinerario„), die einen entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten führen.

Die schönsten Ausblicke

Einige der schönsten Aussichtspunkte befinden sich am Vorplatz des Convento Sant’Agostino, an der weitläufigen Piazza Vittorio Veneto (Belvedere Luigi Guerricchio) und am Belvedere di Piazza Giovanni Pascoli.

Die für mich schönste Aussicht auf die Stadt, besuchten wir aber am nächsten Morgen. Der Belvedere Murgia Timone befindet sich allerdings nicht in der Stadt, sondern auf der anderen Seite der Schlucht. Hierhin kann man wandern, allerdings war es dafür in der Augusthitze selbst morgens bereits viel zu heiß. 

Man kann aber auch am Centro Visite Jazzo Gattini parken und von dort aus noch mal ungefähr 1,5km zum Aussichtspunkt gehen. Auch das war bei den Temperaturen schon sehr anstrengend, aber morgens ist es gerade noch machbar.
Und lohnt sich wirklich sehr!

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Für uns ging es nun noch über Neapel, Florenz und den Gardasee zurück in die Heimat. 


Apulien hat als Region so einiges an Abwechslung zu bieten! Egal, ob man auf der Suche nach Kultur und Architektur ist, oder man an weißen Stränden im kristallklaren Wasser baden möchte. Apulien ist sehr vielseitig! 

Wir haben unsere Zeit dort sehr genossen und würden sogar bei einem weiteren Besuch beim Wandern noch wesentlich mehr von der Landschaft mitnehmen wollen. Aber dafür ist August dann eventuell wirklich nicht die rechte Jahreszeit.


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  1. Hallo liebe Christine,
    wow! Ich muss sagen, dass man bei deinem Bericht richtig in Reisestimmung kommt. Du zeigst hier so viele schöne Bilder. Und jeder einzelne Stopp scheint so sein eigenes Highlight gewesen zu sein. Ich verstehe aber, dass Alberobello zu deinen heimlichen Favoriten zählt. Das sieht traumhaft schön dort aus.

    Ich danke dir, dass du mit deinem Bericht und mit deinen Bildern ein Stück Apulien nach Hause gebracht hast.

    Ein Reiseziel, das ich mir gerne merken möchte.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
  2. Susanna

    13. Mai 2026 um 16:58 Uhr

    Hallo Christine,
    was für wunderschöne Bilder! Wir kommen gerade aus Italien zurück (Rom – Florenz – Venedig) und ich bekomme direkt Lust, gleich wieder loszufahren und Apulien zu erkunden.
    VG Susanna

    Antworten
  3. Yasmina

    13. Mai 2026 um 16:39 Uhr

    Ich hab die Schokolade noch nicht probiert :D Aber die Lindt Matcha Style liebe ich total, nur die is mit 10€ halt auch echt ziemlich teuer.

    Ein wirklich schöner ausführlicher Bericht über die Region Apulien.
    Bei Unterkünften muss ich generell sagen, dass mich Italien in der Hinsicht bisher noch nie überzeugen konnte. Wobei eine Freundin immer an den Gardasee in ein ziemlich teures Hotel fährt und das soll wohl auch richtig schön sein, aber dafür bin ich dann schon wieder zu geizig :D
    Die Ortschaften sehen aber alle richtig süß aus, vor allem auch mit den ganzen Klippen.
    Das mit den Parkgebühren finde ich bei sowas immer super wild. Wenn ich überlege was wir letztes Jahr in England nur fürs Parken an den ganzen Küsten bezahlt haben. Das waren in einer Woche sicher um die 100 Pfund ^^

    Antworten
  4. Wow, was für tolle Bilder und Eindrücke. Vor allem von den kleinen weißen Städten bin ich sehr beeindruckt. Dass dort in der Hauptsaison der Bär steppt glaube ich gern. In den Nebensaison ist es sicherlich angenehmer.

    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
  5. Jenny

    3. Mai 2026 um 14:44 Uhr

    Das sind ja tolle Impressionen! Ich mag die kleinen Städte mit den tollen Gassen sehr!
    Liebe Grüße!

    Antworten