Meine liebsten analogen Kameras und warum sie sich lohnen

Ich hatte immer schone eine große Liebe für analoge Fotografie und Kameras. Allerdings war sie jahrelang verschüttet unter Wiedergefunden habe ich sie aber erst im Laufe des letzten Jahres. Teil dieser wiederentdeckten Liebe war sicherlich auch die Investition in wirklich zuverlässige Kameras. Ich hatte zwar stets ein paar alte, aber sind wir mal ehrlich: Film ist echt teuer geworden. Und wenn ich auf Film fotografiere, möchte ich nach Möglichkeit auch ein zuverlässiges Ergebnis. Das gestaltete sich mit den Kameras, die ich hatte oft schwierig… Aber mit meinen jetzigen Begleitern bin ich aus vielen Gründen mehr als zu frieden und habe meinen Ausschuss auf Film wirklich auf ein Minimum reduziert.

Hier kommen also meine liebsten analogen Kameras und die Gründe, warum sie sich meiner Meinung nach so sehr lohnen.

35mm Foto Rote Schlucht Rumänien Kodak Portra 400

Olympus mju-II

Das ist wahrscheinlich eine der Kameras, auf die man in den Sozialen Medien am meisten stößt. Die Olympus Mju II ist eine Point-and-shoot Kamera und wirklich gehypt. Das zeigt sich mittlerweile auch an den Preisen; ca. 250€ muss man im Schnitt (nach oben quasi keine Grenze) für diese Kamera – die angeblich mal 30DM gekostet hat – hinblättern. Und das letztlich für eine Plastikkamera.

Aber was soll ich sagen? Diesen Hype hat sie schon ein wenig zu recht. Denn ich liebe sie! Sie ist klein und kompakt, spritzwassergeschützt, hat eine Belichtungsautomatik, eingebauten Blitz und hat mit einem  35mm 1:2,8 ein lichtstarkes Objektiv. Was will man mehr von einem Alltags- und Reisebegleiter? Diese Kamera passt wirklich in jede Tasche und das hatte einen großen Anteil daran, warum ich die analoge Fotografie wieder so für mich entdeckt habe. Nur mit einer analogen Kamera unterwegs zu sein war mir oftmals zu unsicher, aber die Olympus Mju II ist so leicht, klein und vor allem zuverlässig, dass ich sie wirklich überall zusätzlich mitnehmen konnte.

Als Fotografin hab ich mit manueller Belichtung kein Problem und war ein bisschen abgeschreckt davon, dass diese Kamera nur eine Blichtungsautomatik besitzt und man nicht viel mehr als den Blitz kontrollieren kann. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit kaum einer Kamera jemals so wenig Ausschuss (quasi keinen) und so viele korrekt belichtete Fotos bekommen habe.
Mit ihr sind auch einige meiner liebsten Fotos der letzten Jahre entstanden. Grade auf Reisen.

Beim Kauf dieser Kamera sollte man unbedingt darauf achten, dass man auch wirklich das richtige Model (und nicht das mit Zoom) erwischt
Und ja, anscheinend gibt es ähnlich gute Alternativen, die noch zu wesentlich günstigeren Preisen über die Theke gehen. Allerdings hab ich meine damals wirklich sehr viel günstiger ergattern können, weil sich das Batteriefach nicht mehr schließen ließ (was für meinen Papa aber kein Problem zu reparieren war) und mich daher nicht wirklich damit auseinander gesetzt.

Manch ein Fotoenthusiast schimpft ja angesichts der Preise darüber, wenn man Kodak Porta 400 in eine automatische Kamera lädt – aber ganz ehrlich, ich liebe die Ergebnisse damit so sehr, dass ich es nach wie vor tue…

Bei allen Fotos habe ich Kodak Portra 400 verwendet.


Meine liebsten Filme


Ich kann es nicht leugnen, ich gehöre zu denjenigen, die Kodak Portra über alles lieben! Das ist keine sonderlich ausgefallene Wahl, aber egal welchen Film ich sonst ausprobiert habe, letztlich lande ich immer wieder bei diesem.

Leider, muss ich sagen. Denn tatsächlich sind die Preise für die Filme ganz schön in die Höhe geschossen…

Am häufigsten nutze ich Kodak Portra 400; sowohl in der 35mm, als auch 120mm Version. Auch Kodak Portra 160 habe ich gerade im Studio schon genutzt.
Aber gerade für Landschaftsaufnahmen geht für mich nichts über Kodak Portra 400.

Wesentlich günstiger dagegen ist Kodak Gold. Zwar wird Portra mir immer einen Ticken besser gefallen, aber der Preisunterschied macht den Film definitiv attraktiv. Und die Farben gefallen mir immer recht gut.

Für s/w Aufnahmen benutze ich Kodak 400 T-Max.

Mittlerweile kursieren im Internet auch sehr viele Tips zu Alternativen und neue Filme; da ich aber sehr ausgewählt auf Film und letztlich nur wenige Rollen auf das Jahr gerechnet fotografiere, habe ich meistens keine Lust auf Experimente und bleibe lieber meinen erprobten Filmen treu.


Mamiya RB67 Polaroid Instax Zinstax

Dieses Polaroid ist auf Instax Square und mit Hilfe meines Polaroid Rückteils für die Mamiya entstanden.

Mamiya RB67 Pro S

Die Mamiya ist eine Mittelformatkamera für 120mm Film und definitiv eine Profikamera.
Zwar geht sie noch heute für einen stolzen Preis über die Ladentheke, aber ich liebe meine Mamiya gleich aus mehreren Gründen:

  • Mit entsprechendem Kabel ist die Kamera auch mit heutigen Blitzlampen kompatibel und das macht sie zum perfekten Begleiter im Studio.
  • Das austauschbare Rückteil (und die sind nicht mal teuer) macht es möglich jederzeit zwischen schwarz/weiß und Farbfilm zu wechseln.
  • Es gibt Rückteile für Polaroidfilm.

Gerade letzteres hat mich total fasziniert! Früher waren diese Rückteile Gang und gäbe, allerdings existieren ja die meisten der damaligen Filme nicht mehr. Nun gibt es aber schlaue Bastler, die für diese Kameras Rückteile bauen, die man zum Beispiel mit Fujifilms Instax Square nutzen kann. Und damit eröffnet sich eine ganz neue Welt! Fotografiert man diesen Film nämlich mit dem tollen Objektiv einer Mamiya, sieht man erst mal, was der alles könnte (die Linsen der Polaroidkameras werden ihm einfach nicht gerecht)…
Mein Polaroid-Rückteil ist von zinstax und ich bin sehr zu frieden damit.

Mamiya Kameras findet man noch gut auf Ebay. Es lohnt sich immer mal wieder nach einem tollen Angebot Ausschau zu halten. Für die RB anstatt der RZ Version habe ich mich rein aus preislichen Gründen entschieden; für letztere muss man noch mal wesentlich mehr Geld hinblättern.

Die Fotos wurden mit Kodak Portra 160 und 400TX (schwarz/weiß) aufgenommen.


Rolleiflex

Wenn man gerne Mittelformat fotografieren möchte, aber nicht gleich die Investition für eine Mamiya tätigen möchte, lohnt es sich mal eine Rolleiflex in Augenschein zu nehmen.
Diese sind in der Regel wesentlich einfacher, als eine Mamiya (haben beispielsweise keine austauschbaren Rückteile etc), aber es gibt viele Modelle mit Belichtungsmesser.
Ich habe sehr lange Mittelformat nur auf einer Rolleiflex fotografiert und die Ergebnisse stets sehr geliebt. 

Meine Kamera hat zwei Linsen mit 1: 2,8 f=75mm und 1:3,5 f=75mm.

Verwendeter Film: Kodak Portra 400


Nikon FA

Auch wenn ich, was die Arbeit angelangt, eher Canon Anhängerin bin, ist was 35mm Film angeht, diese Nikon einer meiner absoluten Favoriten. Ich habe ein 1:3.3 f=35mm-70mm Objektiv, was die Kamera wirklich vielseitig einsetzbar macht und der akkurate Belichtungsmesser ist auch oft hilfreich. Fokussiert wird hier manuell. Sie ist definitiv ein richtig toller Klassiker!

Noch dazu ist sie eine ziemlich zuverlässige Kamera, die auch nicht zu schwer (es gibt echt verdammt schwere 35mm Kameras in einer ähnlichen Größe…) ist und die zu bezahlbaren Preisen verkauft wird. Das macht sie auch für Anfänger und Enthusiasten zu einer idealen Wahl. 

Für diese Fotos wurde Fujifilm Superia verwendet (schwarz/weiß Fotos mit 400TX).


Polaroidkameras

Ich liebe Polaroidkameras, aber leider gibt es immer weniger Film zu kaufen. Der SX70 Film von Polaroid ist häufig ausverkauft und von Trennbildfilmen (die waren mein Favorit) fangen wir gar nicht erst an zu reden. Mag sein, dass man immer mal wieder welche bekommt. Aber zu wirklich krassen Preisen und meist ohne zuverlässige Lagerung. 

Da bin ich also (leider) eher raus.

Gut, dass es mit den Instax Filmen mittlerweile recht gute Alternativen gibt. Ich habe ein alte Instax Mini, die ich viel auf Reisen dabei hatte, aber mittlerweile schon lange von der Instax Square SQ10 abgelöst wurde. Das quadratische Format ist mir einfach lieber und sind wir mal ehrlich: bei den Filmkosten, weiß ich dann auch einen Speicher und einen Bildschirm (auch wenn der nicht ganz so akkurat ist) zu schätzen. Mittlerweile hat Fujifilm zwar auch andere Kameras für das quadratische Format, aber wie mir Google gerade gezeigt hat, scheinen viele der Hybriden Modelle (wie die SQ20) aktuell nicht lieferbar zu sein und man wird sich hier wohl bei gebrauchten Kameras umsehen müssen.

Alle Polaroids wurden mit meiner SQ10 auf Instax Square oder mit der Instax Wide fotografiert.


Kameras, die ich interessant finde, die ich aber (noch) nicht besitze

  • Fuji GA645zi – quasi eine Point-and-Shoot für Mittelformat. Die Ergebnisse damit finde ich immer sehr beeindruckend und ich würde mir von ihr etwas ähnliches wie von meiner Olympus erhoffen. Allerdings soll der Autofokus nicht ganz so zuverlässig sein und die Preise sind wirklich… enorm. Ich habe mich noch nicht mit ähnlichen Alternativen beschäftigt; vielleicht werde ich da eher fündig.
    Die Mamiya 7 fällt wohl in eine ähnliche Kategorie. 
  • Mamiya RZ67 – reizen würde mich die große Schwester meiner RB67 schon ein wenig, aber na ja. Um das zu rechtfertigen, müsste ich wohl noch wesentlich mehr analog fotografieren. 

// *Amazon Links sind Affiliate Links
// Alle Fotos sind ausschließlich auf Film entstanden und unbearbeitet

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  1. Mo

    4. Mai 2026 um 14:13 Uhr

    Liebe Christine,

    ich finde es immer wieder beeindruckend, mit wie viel Leidenschaft du über analoge Fotografie schreibst. Mein Opa hat früher auch viel analog fotografiert, deshalb verbinde ich damit eher Erinnerungen als eigene Erfahrung. Umso spannender ist es für mich, wenn jemand wie du so tief in der Materie steckt und die Kameras wirklich kennt.

    Auch wenn ich selbst kein Profi bin, merke ich, wie viel Herzblut in deinen Worten steckt. Die Begeisterung für die verschiedenen Modelle, die Filme und die kleinen technischen Besonderheiten kommt richtig gut rüber. Besonders spannend fand ich die Sache mit der Mamiya und dem Instax‑Rückteil, auf so etwas wäre ich nie gekommen.
    Kodak Portra sagt mir ehrlich gesagt gar nichts, aber die Ergebnisse, die du zeigst, sprechen für sich.

    Liebe Grüße
    Mo

    Antworten
  2. Yasmina

    30. April 2026 um 16:42 Uhr

    Ja also die Hinfahrt verlief echt erstaunlich gut. Ich kam am Endziel nur mit 5 Minuten Verspätung an, das lag dann aber nicht mehr an der Deutschen Bahn sondern an den Öffis von Hannover :D Dafür war die Rückfahrt nicht mehr so gut.
    Ja also ich bin echt froh, dass es mittlerweile so viele Matcha Sorten gibt, weil pur schmeckt der mir gar nicht. Aber so mit Erdbeere, Mango oder wie hier mit Ube mag ich Matcha mittlerweile echt gerne.
    Ne das bringt auch nichts, aber viele Menschen denken echt sie sind alleine auf der Welt und sind einfach immer nur super unfreundlich. Ich versuch das mittlerweile aber zu ignorieren.
    Ja da sagst du was, die idealen Reisezeiten wie man sie früher kannte, gibt es definitiv nicht mehr.

    Ein wirklich interessanter Bericht und selbst für jemanden wie mich, der sich mit Kameras und so gar nicht auskennt, is da doch einiges Informatives dabei.
    Polaroid liebe ich ja, mal sehen ob ich mir irgendwann eine Instax oder so zulege. Jetzt am Wochenende auf der Baby Party gab es auch wieder eine und das is einfach so cool.
    Die Bilder sind auch alle wieder richtig schön, jedes Einzelne hat seine eigene Magie.

    Antworten
  3. S.Mirli

    29. April 2026 um 10:27 Uhr

    Analoge Fotografie ist einfach etwas komplett anderes als digital. Ich mag es sehr, dass die analoge Fotografie jetzt wieder immer mehr im Kommen ist. Die Bilder haben einfach eine ganz andere „Magie“, wenn du verstehst, was ich meine. Man braucht sich ja nur hier deine Meisterwerke ansehen, dann muss man eh nicht mehr viel mehr sagen.
    Ich wünsche noch eine schöne (kurze) Woche, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    Antworten
  4. Liebe Christine,

    wie schön zu lesen, mit wie viel Leidenschaft du wieder in die analoge Fotografie eingetaucht bist. Besonders spannend fand ich, wie sehr dir die Olympus Mju-II den Einstieg erleichtert hat und dir inzwischen so zuverlässig im Alltag und auf Reisen zur Seite steht. Auch deine klare Vorliebe für Kodak Portra macht deinen Stil sehr greifbar – manchmal ist genau diese Konstanz ja das, was am meisten Sicherheit gibt.

    Danke fürs Teilen deiner Erfahrungen und Eindrücke!

    Liebe Grüße
    Saskia Katharina – und noch einen schönen Tag dir!

    Antworten
  5. Romy

    26. April 2026 um 11:44 Uhr

    Dann hast du ja schon eine richtige Sammlung aufgebaut und kannst dich Experte nennen. LG Romy

    Antworten
  6. Hallo liebe Christine,
    ich habe wirklich kritisch über deine Bilder geschaut, um herauszufinden, welche Kamera wohl die besten Fotos macht. Aber ich kann hier einfach nur betonen: Jede Variante gefällt mir auf ihre Art.

    Ich selbst habe auch eine Polaroidkamera. Ich mag den Stil, obwohl ich sie auch viel zu selten nutze, das muss ich zugeben.

    Die Bilder kosten ja auch etwas mehr und sind daher vermutlich nicht für die Massenproduktion geeignet. Sondern einfach dafür, wenn man mal ein besonderes Bild machen oder jemandem eine spontane Freude bereiten möchte.

    Mal wieder ein sehr informativer und schöner Beitrag von dir <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
  7. Sehr interessant deine Auflistung. Die Bilder sind teilweise so schön retro. Ich mag das etwas Verpixelte und auch die Filter sind interessant. Früher war eben keine einfache Einstellung und Bildbearbeitung möglich. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt noch analog fotografieren könnte.

    Wir hatten seinerzeit viele Jahre die Canon AE1 Program, die ja bereits eine Blendenautomatik besaß. Davor waren es eher einfache Modelle, bei denen schon das Einfädeln eines Films ein Abenteuer war.

    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
  8. .Tina von Tinaspinkfriday

    19. April 2026 um 12:45 Uhr

    Ich wusste gar nicht, dass mit Film noch fotografiert wird. Unsere Canon AE1 liegt hier noch, aus nostalgischen Gründen.
    Tolle Fotos machst Du Christine. Analog und Digital.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    Antworten
  9. Jenny

    19. April 2026 um 11:12 Uhr

    Hey,
    ein sehr interessanter und informativer zu den Kameras.
    Danke dafür!
    Liebe Grüße!

    Antworten