Zwischen Transsylvanien und Donaudelta – ein ausführlicher Guide für eine Reise durch Rumänien

Rumänien war ein Land, dass ich in seiner Vielfalt nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Wie wahrscheinlich viele, die sich fürs Reisen interessieren, hatte ich bereits gelesen, dass gerade Transsylvanien und die Transfăgărășan Passstraße wirklich wunderschön sein sollen. Das war’s dann aber auch im Wesentlichen mit meinem Vorwissen zum Land.

Aber wir auf der Suche nach einem etwas ungewöhnlicheren Reiseziel waren, fiel unsere Wahl auf Rumänien. Und schon bei der Vorbereitung zeigte sich, dass uns das Land viel Abwechslung bieten würde!

Hier kommt mein ausführlicher Guide für eine Reise nach Rumänien. Mit all meinen Tipps, Favoriten und No-Gos.

Tipps Rumänien Reise Blick über Transfagarasan

Schlösser, beindruckende Berglandschaften, das Donaudelta und sogar Schlammvulkane – Rumänien ist wirklich vielseitig!


Tipps für eine Reise durch Rumänien


Ich glaube selten wurde ich so ungläubig angeschaut, wie im Vorfeld unserer Reise nach Rumänien. Das scheint definitiv noch kein Land zu sein, dass die breite Masse als touristisches Ziel auf dem Schirm hat.
Dabei ist es wunderschön!

Auf den ungläubigen Blick und ein vorsichtiges: „Und was schaut man sich da an?“, folgte relativ schnell ein: „Aber gibt es da nicht viele Bären? Wurde nicht gerade erst jemand angegriffen?“
Gerade in der Zeit vor unserer Reise gab es nämlich durchaus häufiger Zwischenfälle mit Bären. Auf die Bären und unseren Erfahrungen werde ich im Laufe des Artikels noch eingehen.

Gewisse Klischees über Rumänien haben sich im Laufe unserer Tour natürlich durchaus bestätigt.

Ja, der Müll ist ein Problem. Und es gibt leider auch viele Straßenhunde.
Landschaftlich hat das Land jedoch so einiges zu bieten!


Allgemeine Informationen

Wie immer würde ich natürlich einen Reisezeitraum empfehlen, der abseits der Saison und Ferien liegt. Wir hatten aber keine andere Möglichkeit und sind im August nach Rumänien geflogen.

Ob es voll oder gar überlaufen war, hing sehr davon ab, wo wir waren. Beim Wandern (bei den längeren, anstrengenderen Touren) und im Donaudelta war es recht ruhig, die Schlösser waren allerdings sehr stark besucht.

Im August ist es in Rumänien meist heiß und trocken (zum Glück waren die Nächte aber meistens angenehm kühl), jedoch haben wir auch einige sehr starke Gewitter erlebt.
Während wir also nie gefroren haben, waren wir um unsere Regenausrüstung schon dankbar.

Es gab einige, teilweise sogar viele Touristen. Der größte Teil davon bestand aus Rumänen, die in ihrem eigenen Land unterwegs waren.
Auf ausländische Besucher trafen wir nur wenig.

Die Anreise

Wir kommen aus Bayern und sind daher ganz klassisch von München aus nach Bukarest geflogen. Die Flüge gehen mehrmals am Tag und die Flugzeit beträgt ca. zwei Stunden.

Das Essen

Wie so häufig war das mit dem Essengehen als Vegetarier so eine Sache. Wir waren ein paar Mal auswärts essen und es war dann immer gut; meine Optionen waren halt eher eingeschränkt.
Generell ist die rumänische Küche sehr (Schweine-) fleischlastig.
Essen gehen und auch der Einkauf waren günstiger als in Deutschland.  
Generell haben wir aber häufig weit vom Schuss gewohnt und auch sehr viel selbst gekocht.

Die Währung

Die rumänische Währung ist der Leu. 1 Rumänischer Leu entspricht ungefähr 0,20 Euro. (Stand 2026)

Das Preisniveau

Während Einkaufen, das Essengehen oder die meisten Eintritte (außerhalb von Touristenabzocken…) und Aktivitäten für unser Preisempfinden recht günstig zu bekommen waren, waren die Preise für Unterkünfte etwas teurer, als erwartet.

Das Herumkommen

Die Straßenverhältnisse in Rumänien entsprechen wirklich dem Klischee und sind oftmals echt schlecht. Voller Schlaglöcher, gerne mal eng und unübersichtlich und zwischendurch hält auch eine Pferdekutsche den Verkehr auf.
Alles in allem muss man also etwas mehr Zeit auf den Straßen einplanen, als man von den Entfernungen her erwarten würde.

Der Müll

Ja, das Klischee stimmt leider: in Rumänien findet man viel Müll. Am Straßenrand sowieso, aber auch mitten in der Natur.

Straßenhunde

Auch Straßenhunde gibt es wirklich sehr, sehr viele. Ich fand das oft nur schwer zu ertragen und die Tiere taten mir wirklich leid. Tagsüber sind mir nur brave und zutrauliche Hunde begegnet, nachts konnte man aber selbst in den etwas größeren Städten Rudel herumstreifen und bellen hören. Das war ebenso laut, wie auch ein bisschen gruselig.

Bären

In Rumänien gibt es wilde Bären. Und man bekommt, insofern man in den Bergen unterwegs ist, auch durchaus regelmäßig Warnmeldungen aufs Handy. Die Rumänen selbst gehen damit relativ locker um, sperren ihren Müll weg und denken sich ansonsten nicht viel dabei.
In Sinaia erzählte uns unser Vermieter, dass seit Jahren ein Bär in die Stadt kommt und das mittlerweile normal wäre.
Gesehen haben wir sie tatsächlich nur an der Transfăgărășan. Dort saßen gleich vier oder fünf am Straßenrand und zeigten den Jungen, wie man sich am besten Essen erbettelt. Gemangelt hat es ihnen daran nicht, denn sie wurden von zahlreichen Touristen gefüttert. Wie man in so einer Situation ernsthaft aussteigen und sich einem Bären nähern kann, bleibt mir ein Rätsel.

Die Unterkünfte

Mit den Unterkünften in Rumänien haben wir größtenteils gute Erfahrungen gemacht. Die ein oder andere war nicht ganz so sauber wie man es gerne hätte, aber die meisten hatten einen guten Standart. Ich war etwas überrascht, dass sich die Preise ungefähr mit deutschem Preisniveau deckten, da ich sie eher etwas günstiger erwartet hatte.

Wir waren als Familie (inklusive Freund meiner Schwester) unterwegs – also fünf erwachsene Personen.
Wenn wir als Familie reisen, schätzen wir natürlich etwas mehr Platz und haben in warmen Ländern gerne eine Terrasse zum gemütlichen Zusammensitzen.
Gerne mit zwei Bädern (allerdings war das nicht immer möglich) und Grundausstattung (Bettzeug und Handtücher kann man bei der Reise im Flugzeug einfach nicht für fünf Personen einpacken).
Daher haben wir unsere Unterkünfte größtenteils via Airbnb gebucht und haben in Ferienwohnungen übernachtet.

Die Buchungen waren recht zuverlässig.
Zwei Mal mussten wir spontan umziehen. Da leider weder die Anzahl der Betten noch der Zimmer, den Angaben entsprachen, mussten wir ein Mal spontan nach Zimmern entlang der Straße suchen.
Eine weitere Unterkunft war uns kurzfristig (aber noch zu Hause) abgesagt worden. Der Ersatz war dann eine etwas befremdliche Hütte mit einer für unseren Geschmack zu hohen Anzahl an ausgestopften Tieren und Deko aus Hirschfüßen…

Ein paar Unterkünfte möchte ich hervorheben: 

Buzău Arcadia Buzau Monteur war unsere erste Unterkunft (die genaue und englische Anzeige unseres Hauses ist leider nicht mehr online) und hat die Messlatte für den restlichen Urlaub gleich sehr hoch gelegt! Sie ist sehr geräumig, sauber und hatte eine wirklich tolle Außenanlage! Eine schöne Terrasse, viele Möglichkeiten es sich gemütlich zu machen (Hängematten!) und sogar einen Pool. Ich bin keine Wasserratte, aber nach einem besonders heißen Tag rund um die Schlammvulkane (sie liegt in recht guter Nähe dazu), war ich dann echt dankbar drum. Da hätten wir es alle auch länger ausgehalten!

In den Karpaten

Sinaia – Die Boarder’s Cottage ist wirklich sehr schön eingerichtet, total sauber und liegt toll. Die Terrasse ist perfekt, wenn man abends noch Grillen will und einen schönen Ausblick genießen möchte. Und die Gastgeber waren wirklich sehr freundlich und zuvorkommend. Die Lage ist ideal für Wanderungen in Richtung Heldenkreuz und die Bucegi Berge.
Wir waren echt traurig, als es weiter ging!
(Einziges Manko ist der wirklich schlimme Verkehr in der Region… Das ist natürlich kein Problem der Unterkunft, aber man sollte einfach bei der Planung von Wanderungen, Ausflügen etc. wissen, dass man Rund um Sinaia/Bușteni etc wirklich viel im Stau steht)

Im Donaudelta

Murighiol – Die Vila Lac ist ein echt schönes Haus mit tollem Garten. Bei unserem Aufenthalt war allerdings schon ersichtlich, dass einige der quasi neuen Sachen bereits sehr leiden. Mangelnde Pflege und handwerklich unsauberes Arbeiten werden die Lebensdauer und gerade der Optik von Armaturen, der Dusche usw. nicht gut tun. Ich weiß nicht, wie es jetzt dort aussieht, bei uns war es aber wirklich noch sehr schön, sauber und gut eingerichtet. Es gibt mehrere, voneinander getrennte Zimmer (der erste Stock ist komplett abgetrennt – in einer größeren Gruppe gut; für Familien evtl. doch ungeeignet) und für uns war es die perfekte Basis für Ausflüge ins Donaudelta.
Drum herum ist halt nicht viel; da muss man sich sowohl beim Einkaufen oder Essengehen auf lange Fahrzeiten einrichten.
Nur eine Sache blieb ungeklärt: erst am letzten Abend unseres Aufenthalts zog schlechtes Wetter auf und abends bzw. am nächsten Tag gab es für niemanden mehr warmes Wasser – wir haben also den Eindruck gewonnen, dass es warmes Wasser nur über Solar gibt. 100% sicher konnten wir uns nicht sein, aber falls man da eine Schlechtwetterperiode erwischt, könnte es unangenehm werden.


Unsere Reiseroute durch Rumänien

Was ich weglassen würde

Der Fokus unserer Reise durch Rumänien lag ganz klar auf Natur und Wandern. Wir haben zwar ein paar Städte besucht, allerdings nicht viele. Bukarest war zwar geplant, mussten wir am Ende aber auslassen (Ärger mit der Mietwagenfirma).

Ich stelle euch unsere Route sowieso im Detail vor, allerdings möchte ich gleich erwähnen, dass ich unseren Abstecher in den Westen/Nordwesten tatsächlich nicht noch mal machen würde und je nach Jahreszeit auch nicht empfehlen kann.

Die ideale Route?

Da wir neben den Bergen auch unbedingt das Donaudelta auf unserer Reise mitnehmen wollten, blieb uns an einem Punkt leider nichts anderes übrig, als eine lange Fahrstrecke in Kauf zu nehmen. Egal wie ich plante, es ergab sich dummerweise nie die perfekte Rundreise.
Letztlich entschlossen wir uns – auch auf Grund der zu diesen Daten verfügbaren Unterkünfte – am Ende der Reise das Land noch einmal zu queren, um ins Delta zu gelangen.

Mit Blick auf die zurückzulegenden Kilometer, erscheinen die Entfernungen nicht groß. Man darf die Fahrzeiten jedoch nicht unterschätzen. Auf Grund der schlechten Straßenverhältnisse (mit vielen Schlaglöchern – und das selbst auf gebührenpflichtigen Straßen!) und oft engen Straßen, geht es häufig wesentlich langsamer voran, als man erwarten würde.

Unsere Route

Tag 1: Anreise – Buzău
Flug nach Bukarest und anschließende Fahrt nach Buzău

Tag 2: Schlammvulkane
Ein (heißer) Tag rund um die Schlammvulkane 

Tag 3: Fahrt nach Sinaia über Brașov und die Râșnov-Zitadelle
Nach einer längeren Fahrt erreichen wir unsere neue Basis für die nächsten Tage

Tag 4 – Tag 8: Diverse Wanderungen und Ausflüge 
Wir wandern durch die Karpaten zum Heldenkreuz, besuchen Schloss Bran und die Canionul Șapte Scări (Sieben-Leitern-Schlucht) und statten dem Scropoasa-See einen Besuch ab.

Tag 9: Castelul de Lut Valea – Red Ravine – Galaţi
Dieser Fahrtag wird von Touristenabzocke und unerwarteter Schönheit unterbrochen

Tag 10: Turda Schlucht
Eine Tageswanderung durch die Turda Schlucht

Tag 11: Burg Hunedoara – Retezat Nationalpark
Wir besuchen eine Burg (wesentlich schöner, als Schloss Bran) und machen uns Richtung Retezat Nationalpark auf

Tag 12: Wanderung Bucura See
Ein Wanderhighlight nach einer wirklich abenteuerlichen Autofahrt…

Tag 13: Fahrt zum Bigar Wasserfall
Ein relativ ereignisloser Fahrtag mit einem kleinen Abstecher zu einem Wasserfall (der leider teilweise eingestürzt ist)

Tag 14: Wanderung zu Ochiul Bei und Cascada Beusnita – Statue des Decebalus
Kurze, angenehme Wanderung und ein sehr seltsamer Stopp entlang der Route

Tag 15: Fahrtag Richtung Transfăgărășan
Eine lange Autofahrt mit Stopp beim Băile Herculane

Tag 16: Transfăgărășan
Aussichtsreiche Passstraße mit Stopps (Vidraru Damm und Bâlea See) entlang der Straße

Tag 17 : Fahrt ins Donaudelta
Lange Autofahrt Richtung Tulcea

Tag 18-20: Donaudelta
Wir machen eine geführte Bootsfahrt durch das Delta, besuchen das schwarze Meer und die einzige Wildpferdekolonie Europas

Tag 21&22 : Rückfahrt Bukarest und Heimreise


Schlammvulkane Rumänien

Wie auf einem anderen Planeten

Schlammvulkane


Unsere Tour durch Rumänien begann in der Nähe von Berca in Buzău und somit gleich in einer besonders heißen Gegend. Rund um die Schlammvulkane sind wir ganz schön ins Schwitzen gekommen!

Wir hatten einen Tag zur Erkundung der Gegend und das hat uns auch gut gereicht.

Besucht haben wir:

  1. Pâclele Mari (den großen Schlammvulkan)
  2. Pâclele Mici (die kleinen Schlammvulkane)
  3. Fierbătorile

Besonders gut haben uns dabei die kleinen Schlammvulkane gefallen. Der zu erkundende Bereich rund um die kleineren Vulkane ist größer und die Landschaft rundherum reizvoller. Und als kleiner Pluspunkt war es dort auch wesentlich leerer, als beim großen Schlammvulkan.

Generell lohnt es sich natürlich eher früh (oder spät) am Tag dran zu sein. Sowohl was die Hitze anbelangt, als auch die Anzahl der Touristen.

Straßenschilder, die einen zu den Pâclele Mici führen, gibt es quasi nicht; allerdings kann man einfach der Straße folgen, bis man den Campingplatz Vulkanii Mari (dort sind die Parkplätze kostenpflichtig; etwas weiter die Straße entlang sind sie kostenlos) erreicht. Von dort muss man einen kleinen Hügel erklimmen und ungefähr zehn Minuten „wandern“, um den Eingang (Eintritt sind 4 Lei; nicht mal 1€) und das eigentliche Gebiet aus Schlammtöpfen und den Pâclele Mici zu erreichen.
Dort kann man sich frei bewegen und sich ein wenig fühlen, als befände man sich auf einem anderen Planeten.

Nicht ganz so sehenswert

Nach unserer ausgiebigen Erkundung des Gebiets, sind wir nur ein paar Minuten zum Pâclele Mici gefahren. Dieser Schlammvulkan sticht zwar vor allem wegen seiner Größe heraus, aber generell fanden wir die Umgebung etwas weniger überzeugend. Weil der Weg nicht weit und der Eintritt nicht hoch ist, lohnt sich der Besuch trotzdem. Wenn man eh schon mal in der Gegend ist…

Fierbătorile würden wir aber bei einem weiteren Besuch auslassen. Zwar hat sich hierhin wirklich gar kein anderer Tourist verirrt, allerdings war der Bereich entweder mittlerweile gesperrt oder hat sich im Vergleich zu den Fotos im Internet sehr verändert. Denn man konnte quasi nichts Interessantes, nicht mal einen kleinen Schlammtopf, sehen.

Generell kursieren überall Fotos, die dem falschen Gebiet aus Schlammvulkanen zugeordnet werden, daher  ist es schwer zu sagen, ob dort mal mehr zu sehen oder wir am Ende falsch waren? 

Tipp: Die Gegend ist auch als Tagesausflug von Bukarest zu erreichen. Man sollt nur die Fahrzeit nicht unterschätzen; auf Grund der schlechten und engen Straßenverhältnisse, kann sich die Fahrt schnell länger ziehen, als erwartet. 

Weitere Informationen
Schlammvulkane von Berca


Brașov – Râșnov-Zitadelle – Sinaia

Rasnov Zitadelle bei Sonnenuntergang in Rumänien

Unser erster richtiger Fahrtag führte uns über Brașov und der Râșnov-Zitadelle nach Sinaia

Brașov wird im deutschen auch Kronstadt genannt und ist vor allem für seine mittelalterliche Altstadt bekannt.
Durch dieses Zentrum haben wir bei unserem Besuch einen gemütlichen Spaziergang gemacht und haben für einen Ausblick über die Stadt auch bei den Wehrtürmen (die man aktuell aber nicht besteigen kann) der Stadtbefestigung vorbei geschaut.
Wir fanden die Brașov zwar nett, aber Ärger mit unserem beschädigten Mietwagen hat unsere Pläne etwas durcheinander gebracht und ich kann daher wenig zur Stadt selbst sagen.

Eine Fahrt (oder Wanderung) auf dem Berg Tâmpa kann sich lohnen. Auch das Schloss Bran liegt recht nah.

Für uns ging es nach einigem Hin und Her mit Polizei und Mietwagenfirma anschließend weiter zur Râșnov-Zitadelle.
Das Innere der Zitadelle wird jedoch nun schon seit Jahren renoviert. Den „Garten“ (letztlich nur ein kleiner, äußerer Teil der Burganlage, ohne besondere Sehenswürdigkeit oder Gestaltung) kann man besuchen; Eintritt würde ich dafür aber auf keinen Fall zahlen!

Es gibt einfach überhaupt nichts zu sehen und der Rest ist auch nicht sonderlich gepflegt; selbst der Blick über Râșnov lohnt nicht… (Meine Bilder davon sind alle mit Drohne entstanden und daher perspektivisch reizvoller, als man den Ort nur zu Fuß sehen kann)

Wir waren einfach schon recht spät dran; sind rauf gewandert (ca. 15 Minuten) und konnten tatsächlich ohne Bezahlen hinein.
War nett für einen kurzen Stopp, der eh auf unserem Weg lag, ist aber letztlich nicht mal die Parkgebühren wert. 


Sinaia – Wandern in den Karpaten 

Blick über Ebene bei Wanderung zum Heldenkreuz von Sinaia aus, Rumänien

Sinaia und unser Aufenthalt hier wird mir aus vielen Gründen in Erinnerung bleiben. Wir hatten dort nicht nur die perfekte Unterkunft (siehe oben), sondern auch einfach eine richtig tolle Zeit beim Erkunden der Region!

Wir wollten für ein paar Tage eine feste Basis haben und Sinaia war dafür eine gute Wahl. Die kleine Stadt hat alles zu bieten, was man so braucht und liegt in relativer Nähe zu vielen lohnenswerten Wanderungen.

Was mich allerdings extrem überrascht hat: der Verkehr! Himmel ist der in dieser Region – gerade zwischen Sinaia und Bușteni – extrem. Wir sind wirklich fast jeden Tag mindestens eine Stunde im Stau gestanden…

Unsere Aktivitäten:

  • Wanderung zum Heldenkreuz von Sinaia (Bergbahn) aus
  • Wanderung zum Berg Deleanu (wegen Gewitter abgebrochen)
  • Wanderung zum Scropoasa-See und der Cheile Orzei Schlucht
  • Wanderung durch den Sieben-Leitern-Canyon
  • Ausflug zum Schloss Bran

Wanderung zum Heldenkreuz, Rumänien

Mein Highlight in den Karpaten

Wanderung zum Heldenkreuz


Eines meiner absoluten Highlights in den Karpaten war die Wanderung zum Heldenkreuz auf dem Caraiman Gipfel!
Es gibt zig Varianten, um diesen Gipfel zu erklimmen (zum Beispiel auch kürzere Routen mit der Seilbahn ab Bușteni), wir haben uns aber für eine Tour ab Sinaia und somit für eine 20km Rundtour entschieden.

Ab Sinaia ging es für uns mit zwei Seilbahnen nach oben, um dort in Richtung Cabana Piatra Arsă (hierhin könnte man auch mit dem Auto fahren und von dort aus wandern – aber die Parkplätze werden in der Hochsaison schnell voll) und dann zur Cabana Caraiman zu wandern. Bis zu diesem Punkt ist der Weg recht entspannt und einfach; führt oftmals sogar bergab. Da mehr Touristen ab Bușteni wandern, ist man auf diesem ersten Teil auch noch sehr allein unterwegs. Gerade den Weitblick über die Ebene habe ich sehr genossen!
Verlaufen kann man sich auf diesem Stück eigentlich nicht; fast immer sieht man das Kreuz in der Ferne aufragen.

Ab der Cabana Caraiman wird es anspruchsvoll. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte unbedingt den linken Weg wählen; wer mit schmalen Wegen am Abgrund entlang kein Problem hat, kann den Höhenweg rechts nehmen.
Ich würde mich nicht als komplett schwindelfrei bezeichnen und hatte mit diesem Weg kein Problem. Hinunter hätte ich ihn allerdings nicht gehen wollen.
Nach dem steilsten Stück des Weges, erreicht man das Kreuz und wird mit einem tollen Ausblick belohnt.

Da wir zurück nicht den gleichen Weg wandern wollte, wählten wir für den Rückweg den vorher noch verschmähten Teil und wanderten in Richtung der berühmten Sphinx Felsformation.

Der Rest des Weges verläuft im Wesentlichen wie der Hinweg.

Wichtig zu beachten

Auf dieser Tour sollte man beachten, dass das Kreuz zwar auf 2291m steht, es im Sommer aber dennoch sehr heiß wird. Man sollte unbedingt ausreichend Wasser und Sonnenschutz einpacken. 

Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass sich das Wetter in den Bergen schnell ändern kann…
Als Bewohner des Voralpenlandes, sollten wir das eigentlich wissen, aber wir waren dennoch total überrascht, als ausgerechnet in der Ebene nach der Cabana Piatra Arsă ein wirklich heftiges Gewitter aufzog. Und es weit und breit keinen Schutz gab…
Leider ist gerade der Aufstieg kurz vor der Seilbahn sehr steil und ich schätze ich bin in meinem Leben noch nie so schnell einen Berg hoch gelaufen…
Und bis wir – völlig durchnässt – wieder im Tal angekommen waren, war der Spuck auch schon vorbei und die Sonne schien.
Das war letztlich eine wirklich gruselige Erfahrung! 

Tipp 1: Man sollte die Zeit, die man für diese Wanderung benötigt, nicht unterschätzen. Gerade hinsichtlich der Öffnungszeiten der Seilbahn ist es gut, eher früh unterwegs zu sein, damit es am Ende nicht stressig wird und man auch noch Absteigen muss, weil die Seilbahn nicht mehr fährt (manchmal gibt es im Sommer auch verlängerte Öffnungszeiten; aber wie verlässlich das Ganze ist?)

Tipp 2: Wir haben mehrere Anläufe gebraucht, um die Seilbahn benutzen zu können. Zwar war im Internet stets angegeben, dass geöffnet sei, aber tatsächlich hat sie an mehreren Tagen – auf Grund von Revisionsarbeiten – erst später ihren Betrieb aufgenommen.

Tipp 3: Es gibt wirklich zig Varianten, um das Gebiet zu erwandern; da ist echt für jedes Fitnesslevel etwas dabei. 

Weitere Informationen
(wir habend die Tour leider nicht genau getrackt und sie ist so auch nicht in den gängigen Apps verfügbar):
Höhenmeter: ~900meters
Länge: ~20km
Hier findet ihr eine Beschreibung und Route ab Cabana Caraiman


Wanderung zum Scropoasa-See und der Cheile Orzei Schlucht

Sobald man sich näher mit der Natur Rumäniens befasst, stößt man sicherlich auch auf Bilder der Cheile Orzei Schlucht.
Um die zu besuchen, haben wir uns für eine recht entspannte Wanderung ab dem Campingplatz Zănoaga (hier gibt es zahlreiche Parkplätze) entschieden.

Die Tour führt zunächst durch die Cheile Zanoagei. Meistens geht man an einem Fluss entlang und durch den Wald – was bei den Temperaturen im Sommer durchaus gelegen kommt.
Wer mag, kann am Ende der Schlucht noch einen Abstecher zu den Sieben Wasserfällen Șapte Cascade machen. Oder sich eben gleich Richtung Cheile Orzei wenden.

Leider ist der Blick auf die Schlucht selbst bei weitem nicht mehr so schön, wie früher. Einige Bereiche, von denen man den besten Ausblick hatte, sind mittlerweile gesperrt, da sie teilweise sehr ausgetreten, abgerutscht und nicht mehr sicher sind.

Wir haben uns letztlich noch für ein Picknick am See entschieden und sind dann die gleiche Route zurückgewandert.
Es gibt anscheinend auch einen Rundweg; allerdings führen weite Teile entlang einer geteerten Straße.

Weitere Informationen
Länge: ca. 8km
Höhenmeter: ca. 240m
Unsere Wanderung



Erlebnisreiche Wanderung

Wanderung durch den Sieben-Leitern-Canyon


Für den Eintritt zur Schlucht unbedingt rumänisches Bargeld mitnehmen!

Was die Wanderung durch den Sieben-Leitern-Canyon anbelangt, bin ich etwas zwiegespalten.

Sie wurde als Wanderung und Erlebnis für die ganze Familie angepriesen und daher hatte ich angesichts der angegebenen Höhenmeter und der Länge überhaupt keine Bedenken, was diese Tour angeht.
Letztich ist der Weg bis zur Schlucht und den Leitern recht entspannt, führt größtenteils durch Wald und ist nicht sonderlich anstrengend.

Die Leitern durch die Schlucht selbst könnten auch durchaus spannend sein, allerdings merkt man einfach, dass sich hier verdammt viele Touristen tummeln. Und die Angestellten es dann auch gleich nicht mehr so ernst mit den eigenen Hinweistafeln nehmen…

An der höchsten und längsten Leiter gilt es eigentlich ausreichend Abstand zu halten (schon allein aus Sicherheitsgründen), ausgerechnet dort steht dann aber ein Angestellter und treibt einen dazu an, möglichst schnell und kurz hintereinander die Leiter zu erklimmen.

Da meine Mama bereits gemerkt hatte, dass sie auf den Leitern ein bisschen ängstlich wurde, beschlossen wir also kurzerhand sie in die Mitte unserer Gruppe zu nehmen und ihr so etwas mehr Zeit und Abstand zu verschaffen. Daraufhin flippte der Mitarbeiter dermaßen aus… ich habe einen Menschen selten so wütend erlebt, weil man sich an die Regeln hält… Es war wirklich unangenehm. 

Der Weg an sich war nett und die Leitern auch ein bisschen aufregend.
Die eigene Erfahrung hängt also wohl sehr davon ab, wie viele Leute an dem Tag vor Ort sind (und wie die Mitarbeiter drauf sind).

Der Weg zurück ist relativ unspektakulär und teilweise auch der selbe, wie auf dem Rückweg.
Wer will kann nach unten auch den Weg über die Zipline wählen.

Weitere Informationen
Länge: ca. 8km
Höhenmeter: ca. 460m
Unsere Wanderung


Innenhof Schloss Bran in Rumänien

Ausflug zum Schloss Bran

Kommen wir nun endlich zum Schloss Bran und somit zu einer DER Sehenswürdigkeiten Rumäniens. Eigentlich hätten wir ihm schon am Tag unserer Anreise nach Sinaia einen Besuch abstatten wollen, aber ihr erinnert euch, da kamen uns Probleme mit dem Mietwagen dazwischen. Also wurde es nun von Sinaia aus Zeit dafür. 

Und was soll ich sagen? Ich würde dem „Schloss“ keinen Besuch mehr abstatten.

Wenn man durch Rumänien und Transsylvanien reist, darf natürlich ein Besuch des Schlosses, in dem DER Dracula gelebt hat, nicht fehlen. Gut, jetzt war es aber leider so, dass Bram Stoker Rumänien nie besucht hatte und Schloss Bran (allerdings nennt er nie dessen Namen) nur über Berichte von Dritten zum Schauplatz seiner Dracula Geschichte machte. Dabei wurde er wohl vom Grafen Vlad III. (auch Vlad der Pfähler genannt) inspiriert – dass der jemals im Schloss Bran residierte ist historisch jedoch nicht belegt. Eigentlich war der nämlich auch gar nicht Fürst von Transsylvanien, sondern der Walachei.
Bran gilt dennoch überall als die Residenz Draculas und das hat einen Grund: die Kommunisten vermarkteten das Schloss als Dracula-Schloss.

Nur von Außen schön…

Gut, das mit dem Dracula ist also so oder so hinfällig, aber das ändert nicht daran, dass das Schloss von Außen wirklich sehr hübsch ist! Die Betonung liegt allerdings von Außen. Innen – ich bin wohl auch ein wenig verwöhnt von unseren bayerischen Königsschlössern – erwartet einen nicht viel. Ein bisschen lieblose, alte Einrichtung, seltsam sanierte Innenräume mit Steckdosen überall und sogar die ein oder andere seltsame „Kunst“ Installation, die wirklich befremdlich wirkt. Noch dazu kostet der Besuch der Folterkammer oder des Zeittunnels (eine interaktive Ausstellung) extra.

Einzig der wirklich schöne Innenhof macht evtl. die ewig langen Wartezeiten wett. 

Die Lage vor Ort ist im Sommer (selbst unter der Woche) recht chaotisch. Hat man einen Parkplatz ergattert, schiebt man sich mit vielen anderen Leuten an den zahlreichen Souvenirshops vorbei. Nur um dann wieder sehr lange in einer Schlange zu stehen, bis man hinein darf und sich mit zig anderen Touristen durch die engen Gänge schiebt (wodurch es oftmals nur sehr langsam voran geht).  

Ich habe in vielen Berichten gelesen, dass es mittlerweile auch außerhalb der Saison total überlaufen dort ist – ich würde mir die Zeit also eher sparen.
Das Schloss und der Bereich drum herum ist schon seeehr touristisch, hat wenig Historisches zu bieten und weniger mit Kultur, als mit Kohle scheffeln zu tun.

Mehr Fotos vom Schloss seht ihr hier.


Wanderung ins Nichts

Berg Deleanu

Eine letzte Wanderung stand noch auf unserem Plan, wurde allerdings auf Grund eines aufziehenden Gewitters von uns abgebrochen. Von den teilweise sehr extremen Gewittern hatten wir nämlich nach unseren Erfahrungen auf dem Rückweg vom Heldenkreuz genug.

Ich kann also nicht viel zu dieser Wanderung sagen. Denn genau genommen, fingen die Schwierigkeiten schon lange vor dem Donnergrollen in der Ferne an. Der Weg war nie ganz klar; zu einem Zeitpunkt dachten wir auch, wir hätten uns verlaufen, nur um dann festzustellen, dass wohl auch der andere Weg nicht der Richtige war. Oder es vielleicht schon vor langer Zeit mal war, aber irgendwann ziemlich viele Bäume runter gekommen sind, die nie jemand weggeräumt hat. So ganz sicher waren wir uns da nicht.
Und als dann der Himmel schwarz wurde, haben wir unsere Bemühungen uns durch das Gestrüpp zu schlagen, auch sehr schnell eingestellt.

Also vielleicht ist diese Wanderung nett, vielleicht auch nicht. 
 

Die Wanderung findet ihr hier.



Castelul de Lut Valea – Red Ravine – Galaţi

Castelul de Lut Rumänien

Castelul de Lut Valea

Nach unserer wirklich schönen Zeit in Sinaia ging es für uns in Richtung Sebeș

Aber zunächst führte uns unsere Route an die größte Abzocke meines Reiselebens vorbei… Wir besuchten Castelul de Lut Valea.

Ich hatte diese süßen Häuschen leider im Internet gesehen. Und dachte, das wäre ein netter Stopp.
Das Schild am Ticketschalter, dass einem darüber aufklärt, dass man keine Speisen und Getränke auf das Gelände nehmen darf, hielt ich anfangs noch für ein gutes Zeichen. In meiner Naivität war ich der festen Überzeugung, dass man dort dann sicher Einges besichtigen dürfte. Allerdings stellte es sich schnell heraus, dass der Grund für das Verbot und Schild vielmehr das eigene Restaurant war…

Ansonsten hatte der Bereich leider auch nur sehr wenig zu bieten. Die vermeintlich niedliche Häuser konnte man nur von Außen besichtigen (richtig schön mit verhangenen Fenstern). Mal davon abgesehen, dass man nirgends hin oder hinein durfte, umkreist man die paar Gebäude innerhalb von 10 Minuten. Das lässt den Eintrittspreis (ca. 14€ pro Person) dann schon zum Wucher werden!

Mittlerweile scheint die Anlage laut Google sogar geschlossen zu sein? Ich habe ein paar widersprüchliche Informationen dazu gefunden, on man die Gebäude vom Restaurant aus (für das man Eintritt zahlen muss?) noch sehen kann oder nicht. 

Egal, fahrt da einfach nicht hin. 

Mehr Fotos vom Schloss seht ihr hier.


Rote Schlucht in Rumänien

Râpa Roșie

Ganz anders verhält es sich mit unserem zweiten Stopp an diesem Tag: der Râpa Roșie (rote Schlucht).
„Schlucht“ oder gar „der Grand Canyon von Rumänien“ fand ich jetzt zwar ein bisschen zu euphemistisch, aber die rote Felsformation hat mir dennoch echt gefallen. 

Der Weg dorthin ist auf Grund des sehr unscheinbaren Hinweisschildes erst mal gar nicht so leicht zu finden und wir mussten ein bisschen herum kurven. Gerade weil die Râpa Roșie nicht so groß und nur in der Ferne zu erkennen ist, ist man dann doch unsicher, ob so ein kleiner Weg dahin führen kann…
Was von weitem noch nach einem recht kleinen und unspektakulären Fleckchen aussieht, ist von nahen trotz der geringen Größe des Gebietes echt beeindruckend und schön.
Gerade am späten Nachmittag und dem tollen Licht… hach! War ein toller Stopp!

Die Wege, die das Areal durchkreuzen, sind selbst erklärend und es lohnt sich auch wirklich alle auszugehen. Gerade vom Hügel auf der rechten Seite hat man noch mal einen sehr schönen Ausblick auf die ganze Schlucht. Dort bekommt man auch ganz ohne Drohne einen wirklich guten Ausblick auf die Felsformationen. 


Turda Schlucht

Turda Schlucht in Rumänien

Während viele nur durch die Schlucht selbst wandern, haben wir auch die Westseite erklommen, um mit einem tollen Blick über die Schlucht und Umgebung belohnt zu werden!
Anschließend ging es für uns bergab und auf dem Weg zurück durch die Schlucht selbst zum Ausgangspunkt. Das ist ebenfalls eine schöne Strecke.

Rundum: eine wirklich gelungene Tagestour für uns! 

Wir haben diese Tour genau anders herum gemacht und fanden so den Aufstieg zum Aussichtspunkt (weniger steil) und dann den Abstieg hinunter zur Schlucht auch wesentlich einfacher. 

Weitere Informationen
Länge: ca. 7km
Höhenmeter: ca. 390m
Unsere Wanderung


Burg Hunedoara

Burg Hunedoara Rumänien

Unser nächster Tag bestand vor allem aus Strecke machen, einen kleinen Zwischenstopp an der Burg Hunedoara gab es allerdings dennoch.

Wenn man gerne eine rumänische Burg sehen möchte, sollte man dieser einen Besuch abstatten! Sie sieht von außen beeindruckend aus und auch innen kann man ein bisschen was sehen. Gerade im Vergleich zum Schloss Bran merkt man hier, dass dort durchaus auch schon historische Filme gedreht wurden.
Es wirkt nicht ganz so touristisch und mit Kitsch vollgestellt. 


Wanderung zum Bucura See im Retezat Nationalpark in Rumänien

Tagestour zum Bucura See im

Retezat Nationalpark


Eine Unterkunft in der Nähe des Retezat Nationalparks zu finden, war gar nicht so einfach! Letztlich landeten wir in einer sehr schlichten Hütte, die nur über eine Außenküche verfügte (war natürlich nicht angegeben; gut, dass das Wetter gepasst hat), die härtesten Matratzen aller Zeiten hatte und die wohl lauteste Wasserpumpe hatte, der ich je begegnet bin. Ich glaube, wenn einer von uns nachts aufs Klo ist, war nicht nur die Hütte wach, sondern auch die gesamte Nachbarschaft.

Das ändert jedoch alles nicht daran, dass unsere Wanderung zum Bucura See eines meiner Highlights in Rumänien war!

Abenteuerliche Anfahrt und tolle Wanderung

Allerdings darf man den Fahrweg zum Ausgangspunkt der Wanderung wirklich nicht unterschätzen.

Der beträgt vom Eingang des Nationalparks aus zwar nur ca. 15 km, wir haben aber locker eine Stunde gebraucht, um den Pelegii-Campingplatz zu erreichen. Und das sagt eigentlich schon alles über die „Straßenverhältnisse“ aus. Am Ende der Strecke gab es sogar eine Kurve, in der selbst Fahrzeuge mit Allradantrieb aufgegeben und einfach am Rand geparkt hatten.
Ab da ist die Wanderung zur theoretisch auch machbar, verlängert sich aber doch ganz schön.

Letztlich muss man sich gerade die steilen Abschnitte voller Schlaglöcher und Schotter wirklich zutrauen; ich weiß bis heute nicht, wie mein Papa mit einem recht großen Auto (wir hatten einen kleinen Van) da hoch gekommen ist! Der Weg nach unten war nicht weniger abenteuerlich; an einem Punkt mussten wir sogar die Fenster runterkurbeln, weil mein Papa hören musste, ob die Räder durchdrehen…

Da schon der Weg zum Eingang des Nationalparks nicht ohne war, hatte ich zwar den Herrn, der die kleine (wirklich kleine) Gebühr einkassiert, gefragt, ob das mit unserem Auto überhaupt möglich sei, aber typisch Rumänien bekam ich da nur ein gebrochenes: „Possible! Possible!“, zu hören. Und ein Daumen nach oben.

Die Wanderung selbst ist mit ungefähr 3km (ein Weg) und 450 Höhenmeter, die zurückgelegt werden müssen, recht moderat. Der Ausblick ist dabei auch die ganze Zeit über sehr schön und natürlich wird man am Ende mit dem Blick auf den Bucura See belohnt.

Dort ist die Temperatur auch im Sommer wirklich angenehm; es wurde fast schon ein bisschen kühl.

Weitere Informationen
Länge: ca. 6km
Höhenmeter: ca. 460m
Unsere Wanderung


Bigar Wasserfall – Lacul Ochiul Beiului – Beusnita Wasserfall – Statue des Decebalus

Nun kommen wir zu zwei Tagen, die ich ehrlich gesagt gerade im Sommer eher auslassen würde. 

Bigar Wasserfall

Sollte dieser Wasserfall eh entlang eurer Route liegen, kann man den Stopp durchaus mitnehmen.
Generell gäbe es mit dem Lacul Ochiul Beiului und dem Beusnita Wasserfall auch noch weitere schöne Punkte in der Region. 

Was den Bigar Wasserfall angeht, muss man sich allerdings bewusst machen, dass ein Teil des Wasserfalls eingestürzt ist und er daher nicht mehr so aussieht, wie auf den meisten Fotos, die man noch immer überall sieht. Schön ist ein Spaziergang dort dennoch! (Aber kurz)

Lacul Ochiul Bei und dem Beusnita Wasserfall

Die Wanderung zum Lacul Ochiul Bei und dem Beusnita Wasserfall ist zwar gerade im Sommer äußerst angenehm (der Weg ist schön schattig und im Vergleich gerade zu kühl), aber letztlich kann man sich zumindest den Weg bis zum Wasserfall sparen. Der kleine, blaue See führt zwar auch im Sommer Wasser, der Wasserfall aber nicht.
Einen netten Picknickplatz gibt er dennoch ab.

Statue des Decebalus

Alles in allem sind das keine Stopps, die so wirklich lohnen. Auch die Statue des Decebalus wirkt eher seltsam, als beeindruckend.

So weit in den südlichen Westen Rumäniens, würde ich also eher nicht mehr fahren. 


Băile Herculane

Bevor uns ein recht langer Fahrtag erwartet hat, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Băile Herculane (oder Herkulesbad). Von der Atmosphäre des mondänen Kurorts, den Kaiserin Sisi häufig besuchte, ist leider nicht mehr viel übrig.
Es gibt zwar ein Projekt, dass sich für die Rettung des Gebäudes engagiert, allerdings ohne großen Erfolg. Viele Gebäude, besonders die Neptunbäder, befinden sich in einem sehr schlechten Zustand und sind einsturzgefährdet. Überall tritt Wasser ein. Noch könnte man restaurieren, man fürchtet allerdings den Einsturz der Dächer. 
Aktuell weigert sich der Staat, die dringend nötigen Arbeiten durchzuführen und streitet mit der Rettungsinitiative darüber.
Unrat vom Berghang wurde beispielsweise nicht abtransportiert, sondern nur an der Rückwand des Bades abgeladen…

Alles in allem ein eher trauriger Anblick und auf Grund der Tatsache, dass 2021 Teile der Struktur eingestürzt sind, auch kein Lost Place mehr in diesem Sinne. Betreten sollte man hier nichts mehr…
Ein paar Quellen gibt es noch, aber so im schlammigen Ufer rund um die Uferpromenade, wird das auch eher befremdlich und wenig einladend.

Wir haben also nur einen kurzen Spaziergang durch die Ortschaft gemacht

Herkulesbad in Rumänien
Herkulesbad in Rumänien

Transfăgărășan

Blick über Transfagarasan in Rumänien

Die Transfăgărășan ist wohl eine der berühmtesten Straßen Rumäniens und wirklich schön!
Ich kann absolut empfehlen früh vor Ort zu sein; am besten sogar eine Unterkunft in der Nähe zu buchen, um am nächsten Morgen wirklich zeitig loszufahren. 

Wir waren tatsächlich recht früh vor Ort, aber es war schon gegen 9 Uhr echt viel los. So richtig viel! Die Parkplätze am Damm weiter unten (wir kamen von Arefu) waren schon komplett dicht und auch an der Spitze des Passes war nichts mehr zu kriegen. So bekamen wir zwar ein paar kurze Ausblicke, aber sich ein bisschen Aufzuhalten und gar rund um den Bâlea-See zu spazieren (oder die geplante Wanderung ein Stückchen rauf zu machen), war überhaupt nicht möglich.

Übrigens waren auch die Parkplätze an der Seilbahn (wenn man von der anderen Seite kommt) bereits komplett überfüllt.

Im Sommer muss man also wirklich sehr früh kommen, wenn man nicht nur über den Pass fahren und sich auch etwas umschauen möchte. 

Die Straße ist beeindruckend und die Fahrt ein Erlebnis, aber es muss einem bewusst sein, dass man nicht allein unterwegs sein wird. 

Solltet ihr Bären sehen wollen, stehen hier eure Chancen übrigens besonders gut. Während unseres Besuchs haben sich gleich vier oder fünf herumgetrieben. Und wurden – natürlich…- von den Touristen gefüttert. Da wundert einen nix mehr… 


Donaudelta Kanal in Rumänien

Kanäle, Seen und Vögel

Donaudelta


Ich kann jedem Rumänien-Touristen nur wärmstens empfehlen das Donaudelta zu besuchen!

Ein paar allgemeine Infos

Nach dem wir zunächst vor allem die Berge Rumäniens entdeckt hatten, eröffnete uns unser Besuch dieses Labyrinths aus Kanälen, Sümpfen und kleinen Seen eine ganz andere Seite des Landes.
Das Donaudelta hat eine sehr besondere und ganz eigene Stimmung, die man schwer in Worte fassen kann und selbst erlebt haben muss.

Die Hauptarme (Chilia, Sulina, Sfântu Gheorghe) und ein Labyrinth aus kleineren Altarmen, Seen und Schilfgebieten sind natürlich, während andere für die Schifffahrt und Entwässerung künstlich vertieft oder gar angelegt wurden.

Es ist mit 5.800 km² das zweitgrößte und am besten erhaltene Flussdelta Europas und nicht umsonst UNESCO-Weltnaturerbe.
Bei einem Besuch kann man nicht nur unzählige Vogelarten beobachten; hier lebt sogar die einzige Kolonie Wildpferde Europas.
Oder man besucht den Ort, an dem die Donau ins Schwarze Meer fliest.

Nicht so sehenswert

Einzig die Fischerdörfer, viel beschrieben und beworben, fand ich jetzt nicht allzu spannend. Ein Fischerdorf im Donaudelta sollte man meiner Meinung nach bestenfalls nur im Zusammenhang mit einem anderen Ziel besuchen. Zum Beispiel, wenn man den Letea Wald und seine Wildpferde besucht oder wenn man bei Sulina sehen will, wo die Donau im Schwarzen Meer mündet.

Dort bekommt man bereits einen guten Einblick in die einfache bis recht arme Lebensumgebung der Einwohner – inklusive der „Straßen“ die nach dem Regen zu Schlammwegen werden.
Im Donaudelta gibt es so vieles an faszinierender Natur zu sehen, da würde ich nicht extra eine Tour zu Fischerdörfern buchen!

Das mit den Touren buchen ist eh so eine Sache. Das gestaltet sich nämlich als gar nicht so einfach; gerade wenn man eher eine kleine und nicht so touristische Erfahrung machen will. 

Ausgangspunkt und Touren

Generell hat sich unser Standort in Murighiol als äußerst praktisch herausgestellt. Zwar war unserer Basis somit ganz schön weit weg von Tulcea (45 Minuten Fahrt) und dem nächsten größeren Supermarkt. Aber wenn es um Ausflüge geht, spart man sich wiederum einiges an Zeit, weil man näher an den meisten Zielen liegt und die Bootsfahrten kürzer werden. 

Man hat zahlreiche Möglichkeiten das Donaudelta zu erkunden. Es gibt Kajak Touren, Tages- oder Mehrtagestouren, schnelle Boote, langsame, eine Fähre…

Die Suche nach dem passenden Guide

Ich fand tatsächlich die Recherche bezüglich Touren im Vorfeld relativ schwierig; die ersten Seiten der Suchmaschinen sind voll mit Get Your Guide usw. Wir wollten allerdings eine kleinere Tour und dachten letztlich, dass wir da wohl besser vor Ort suchen.

Wir wurden dann auch bei einem Herrn fündig, der selbst Touren in seinem eigenen Boot angeboten hat. Leider ist seine Homepage mittlerweile nicht mehr aufrufbar und ich kann diese Tipp nicht mehr teilen.

Ich kann nur wärmstens empfehlen genau zu recherchieren, evtl. beim Vermieter fragen, ob er jemanden kennt, der private Touren anbietet etc.

Zwar sprach unser Guide nur schlecht Englisch (Französisch wäre ihm lieber gewesen), aber dafür bekamen wir eine wirklich schöne Tour abseits der großen Boote. Ein kleines, langsameres Boot hat auch den Vorteil, dass man wesentlich weniger Tiere und Vögel aufschreckt.
Preislich waren unsere Touren jeweils total in Ordnung; etwas günstiger als bei den großen Anbietern. Allerdings gibt es nach oben natürlich kein Limit und es lohnt sich Preise zu vergleichen.

Was wir im Donaudelta unternommen haben:

  • Tour über die Seen (viele Vögel und ganz viel Natur)
  • Tour zum Letea Wald, dort Umstieg auf ein Auto, um den Wald und die Wildpferde zu finden
  • Fahrt (allerdings mit Schnellboot) nach Sulina, um dort den Ort zu besuchen, wo die Donau in das Schwarze Meer fließt

Alle drei kann ich total empfehlen! 


Letea Wald

Unsere Fahrt zum Letea Wald wird mir aus mehr als einem Grund für immer im Gedächtnis bleiben…

Nachdem wir ein paar Preise und Zeiten eingeholt hatten, haben wir uns letztlich wieder für „unseren Guide“ (der leider im Internet nicht mehr zu finden ist) entschieden, obwohl der uns gleich sagte, dass es eine lange Reise mit seinem Boot werden würde. Uns störte das nicht sonderlich, immerhin war ja Urlaub und das Ganze eh als Tagesausflug gedacht.

Tatsächlich hatten wir die Strecke unterschätzt und da es landschaftlich auch keine sonderlich schöne Route ist, würde ich wohl das nächste Mal wirklich ein schnelleres Boot nehmen.

Zu schaffen machte uns allerdings weniger die lange Fahrt…
Recht pünktlich zu unserer Abfahrt zog ein Gewitter auf. Und ich frage mich bis heute, ob es klug war, unserem Tourguide zu vertrauen. Der scherte sich nämlich nicht viel um Blitz und Donner, reichte uns einen Regenschirm und fuhr weiter.
Zu einem Zeitpunkt mussten wir sogar mit einem abgeschnittenen Kanister Wasser aus dem Boot schöpfen… Das Video dazu ist in unserer Familie legendär!
So kamen wir in Letea (wo der ganze Spuck dann zum Glück vorbei war und die sehr willkommene Sonne schien) also komplett durchnässt an.

Im Letea Wald angekommen…

Dort ging es für uns dann auf eines der kleinen „Safari“ Autos, mit denen die Einheimischen Touren durch den Wald und zu den Pferden anbieten. Auf Grund des erst vorbei gezogenen Regens, hatten sich die Pferde etwas versteckt. Da unser Fahrer und seine Tochter großen Wert drauf legten, nicht zu sehr in das Gebiet der Pferde einzudringen, hatten wir ironischerweise den besten Blick auf die Pferde bei unserer Abfahrt mit dem Boot und als gleich eine ganze Herde Pferde zum Trinken an den Kanal kam.

Aber das tat unserer Faszination für den Ort keinen Abbruch!
Allein die Fahrt durch den Wald, vorbei an uralten Eichen und knorrigen Bäumen war ein Highlight.
Da die Tochter unseres Fahrers gut Englisch konnte, war es auch sehr faszinierend mehr über das Leben in einem so einsamen und abgelegenen Ort zu erfahren (tatsächlich ist er im Winter sogar komplett von der Zivilisation abgeschnitten).

Schlechte Bewertungen?

Tatsächlich habe ich im Internet so einiges an schlechten Bewertungen für diese Touren gelesen. Ja, natürlich kosten sowohl der Wald, als auch die Fahrt Geld, aber das weiß man ja im Vorfeld. Natürlich sollte man stets nachfragen, was genau im Preis der Anbieter enthalten ist und nicht blauäugig in ein Boot steigen.
Ich denke es hat sich in unserem Fall auch sehr gelohnt, auf einen kleinen Anbieter und keinen großen Veranstalter zu setzen, da unsere Tour wesentlich gemütlicher wirkte, als die, des anderen Safari-Gefährts, das wir beobachten konnten. (Die nach ihrer Fahrt auch alle ins einzige Gasthaus gebracht wurden, um ein „authentisches“ Essen einzunehmen)

Ich würde unseren Ausflug jederzeit weiterempfehlen, aber wenn man Pech hat und bei dem falschen Veranstalter landet, mag es sich bei weitem nicht so lohnen und mehr wie Touristenabzocke wirken.
Laut Berichten unserer Tourguides scheint es – auf Grund der Nähe zur Ukraine und des Krieges – auch immer weniger Touristen in die Gegend zu verschlagen und zumindest die überfüllten Safari-Fahrzeuge dürften der Vergangenheit angehören. Zumindest war selbst zur Hauptsaison nur ein weiteres mit uns im Wald. 

Kontroverse rund um die Wildpferde

Rund um die Pferde gibt es einiges zu diskutieren. Vor einigen Jahren machte der Population die Dürre stark zu schaffen. Vor allem da ihnen der Zugang zu einem See durch einen Zaun verwehrt blieb. Der war nötig geworden, da sich die Wildpferde in den Jahren zuvor unkontrolliert vermehrt hatten und nun die Flora bedrohten. Nachdem 70 Pferde gefangen und gerade noch rechtzeitig vor der Fahrt ins Schlachthaus gerettet werden konnten, gibt es nun ein Programm zur Geburtenkontrolle.

Die Preise für Touren zum Wald und der Safari variieren stark. Man sollte stets genau fragen, was im Preis inkludiert ist (auch der Eintritt zum Wald?) und generell lohnt es sich hier auch bei den kleineren Anbietern nachzufragen.


Fahrt nach Sulina & zum Schwarzen Meer

Wer gerne Sulina und den Ort besuchen möchte, an dem die Donau ins Schwarze Meer fliest, kann ich eine Tour mit dem Schnellboot empfehlen.
Die Fahrt ist auch so schon lange genug und auch hier nahmen sich die verschiedenen Anbieter preislich nur wenig.

Wir machten eine Abfahrts- und Abholzeit (wobei sich die ganz schön verzögert hatte und wir mehrmal anrufen mussten…) aus und nach einer recht holprigen Fahrt erreichten wir Sulina.
Der Ort selbst ist klein; es gibt nur wenig Infrastruktur, einfache Häuser und die Straßen sind unbefestigt. Bei Regen verwandelt sich alles in ein Meer aus Schlamm.

Der Weg zum Meer ist nicht weit und tatsächlich war selbst im Sommer recht wenig los. Wir befanden uns fast allein am Strand und konnten ganz gemütlich zu dem Punkt schlendern, an dem die Donau im Schwarze Meer mündet.

Der Rückweg musste allerdings schnell gehen. Denn schon wieder zogen unheilschwangere, dunkle Wolken auf. Und kaum hatten wir Zuflucht in einer Strandbar gefunden, öffnete der Himmel seine Tore und es schüttete wie aus Eimern. So sehr, dass auch unser Unterschlupf nicht lange dicht hielt.
Die Angestellten jedoch deckten mehr schlecht, als recht ihre Gerätschaften ab und fuhren mit ihrem Service fort. Essen und Trinken in der Terasa Tip-Top waren übrigens okay. Nichts besonderes, aber in Ordnung.


Bootsfahrt über die Seen

Unsere Fahrt über die Seen und durch die Kanäle war für mich definitiv mein Highlight unserer Zeit im Donaudelta!

Auf Grund der Sprachbarriere könnte ich euch zwar leider beim besten willen nicht mehr sagen, welche Seen wir auf der Tour genau besucht haben, aber es war schön!
Vor allem, nachdem wir den Hauptkanal hinter uns gelassen und in die schmalen Flüsse und Kanäle eingebogen waren, eröffnete sich uns eine Welt mit ganz besonderer Atmosphäre.

Einzigartige Flora und Fauna

Wir konnten Pelikane beobachten, Reiher (unglaublich viele Reiher; ich wusste nicht, dass es so viele unterschiedliche gibt) und sogar unglaublich große Adler und ein Eisvogel hielten sich entlang unserer Strecke auf.
Dabei verhielt sich unser Fahrer und Guide stets sehr respektvoll und näherte sich den Tieren langsam und mit großem Abstand.

Unsere Tour ging ungefähr einen halben Tag. Pippipausen gab es im Gebüsch am Rande eines Kanals (da scheuchten wir erst mal unzählige, kleine Frösche auf) und Mittagspause (das Essen hatten wir selbst mitgebracht) machten wir auf dem Boot in Mitten einer der großen Seen.
Dort schockierte uns der Guide auch erst mal, weil er eine der großen Muscheln, die auf der Oberfläche schwammen, einfach herausholte, aufschnitt und uns zeigte…
Erst nach einiger Zeit verstanden wir, dass die, die bereits oben schwimmen, eh schon tot waren.

Wie gesagt, verständigen konnten wir uns nur mit Händen und Füßen. Unser Guide hatte allerdings ein englisches Vogelbuch dabei und konnte uns so ein paar Fakten über die Tiere, die wir da gerade sahen, mitteilen.

Wir haben diese Fahrt wirklich sehr genossen und sie blieb uns als besonderes Ereignis im Gedächtnis.


Rumänien hat uns wirklich begeistert und meine Erwartungen noch übertroffen!
Ich konnte zwar eher wenig mit den Städten und den recht touristischen Orten anfangen, aber um die Natur und Berge dort zu erleben, würde ich jederzeit wieder kommen!
Ja, das ein oder andere Klischee hatte sich bewahrheitet (zum Beispiel die schlechten Straßen oder der viele Müll), aber wir hatten eine wirklich gute Zeit beim Erkunden des Landes!


Schreibe einen Kommentar

Beim Absenden deines Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass deine Angaben verarbeitet und gespeichert werden. Bitte lese dir dazu die Datenschutzerklärung durch.

  1. Hallo liebe Christine,
    deinen Bericht habe ich gerade wirklich gerne gelesen. Er ist sehr informativ und ich denke, er ist auch hilfreich, wenn man dann ggf. an konkrete Planungen herangeht.

    Du hast so schöne Erlebnisse gesammelt und ich muss sagen, ich hab jetzt auch richtig Lust auf diese Reise bekommen. Deine Bilder sind wirklich atemberaubend. Du hattest ja schon in deinem anderen Beitrag geschrieben, dass du es sehr schade fandest, dass man nicht in die Häuschen vom Castelul de Lut Valea reingehen konnte. Ich verstehe diese Kritik und würde sie mit Sicherheit auch teilen. Und dennoch sehen die Häuschen auf dem Bild so besonders und schön aus, dass ich vermutlich dennoch anreisen würde, um sie mir alleine von außen einmal live anzusehen <3

    Ich danke dir für diesen wirklich gut geschriebenen Artikel!

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
  2. Was für ein ausführlicher Reisebericht. Großes Kompliment! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Rumänien zu bereisen. Deine Bilder haben mich jetzt aber doch neugierig auf dieses Land gemacht.
    Liebe Grüße
    Christine

    Antworten
  3. Yasmina

    2. März 2026 um 15:08 Uhr

    Auch wenn das alles schön aussieht und sicherlich auch schön is, is Rumänien glaube ich so gar nicht mein Reiseland :D Bin aber generell kein Fan von den Ländern in der Richtung also auch Bulgarien und so nicht, warum weiß ich gar nicht *lach*. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
    Aber landschaftlich sieht das schon echt cool aus mit den ganzen Sachen, also die Schlammfelder, die Burgen und die Aussichten. Und Dracula’s Zuhause is natürlich auch cool ^^ Die Castelul de Lut Valea finde ich ja süß, sieht aus als würden dort Trolle leben. Die Bootstour finde ich besonders schön, das hat auch so ein bisschen was von Hamburg auf der Alster oder so.

    Antworten
  4. Die Fotos finde ich wirklich spektakulär. Schade, dass einige Gegenden so verkommen sind. Das ist aber nicht nur in Rumänien so. Abzocke findet man leider auch häufiger.

    Dein Bericht ist sehr ausführlich. So ist man gut informiert, falls man sich selbst einmal auf die Reise machen will.

    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
  5. S.Mirli

    2. März 2026 um 11:25 Uhr

    WOW, also DAS nenne ich einmal einen ausführlichen Reisebericht und so informativ. Ich habe mir gleich mal ein Lesezeichen gesetzt, denn auch wenn es stimmt, dass Rumänien nur sehr wenige als Reiseziel am Schirm haben, steht es definitiv aus vielerlei Gründen auf meiner travel-bucket-list.
    Die Bilder, all diese Eindrücke sind einfach wunderschöne, vor allem auch weil so anders als man es kennt. Etwas neidisch bin ich übrigens auch, ich wünsche mir so sehr, einmal Wildpferde zu sehen, also deine Bilder … das wäre ein absoluter Wunschtraum von mir. Ich finde, es gibt nichts Schöneres oder etwas, das mehr Kraft und Freiheit verkörpert, als so eine Pferdeherde in freier Wildbahn.
    Vielen Dank für die Arbeit, die du dir da angetan hast, das ist wirklich beeindruckend,
    alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    Antworten
  6. Jenny

    1. März 2026 um 16:24 Uhr

    Hey,
    was für ein toller und ausführlicher Beitrag. Da bekomme ich richtig Lust darauf, das Land kennenzulernen!
    Liebe Grüße!

    Antworten
  7. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht – das war wirklich spannend zu lesen!

    Antworten