Der Seebenfall – oder: das ewige Pech mit dem Timing

Seebenfall; Ehrwald; Tirol; Oesterreich

Der Seebensee und ich. Diese Geschichte begann im letzten Winter, als ich wegen meiner akuten Oster-Depression – auf Grund der Tatsache, dass der sonst jährliche Städtetrip nicht statt finden würde – auf der Suche nach kleinen Abenteuern in der Region war. Um wenigstens irgendwas zu erleben. Und da stand sie also, im Internet, die Tour zum Seebensee, angeblich im Winter machbar. Wie das geendet hat, habe ich ja bereits einmal ausführlich beschrieben; kurz zusammengefasst: Papa führte sich auf wie ein Kind, Mama war genervt und ich hatte Angst vor Lawinen. Im Schnee stecken geblieben waren wir alle gemeinsam. Tja. Irgendwann während des Sommers holten wir die Tour dann nach und was soll ich sagen? Ich war gelinde gesagt enttäuscht und: die Leute wissen, wie sie den See fotografieren müssen. So beeindruckend ist er dann in „echt“ leider nicht.

Nichts desto trotz ist das ein sehr schönes Wandergebiet und eine nette Tour. Und so zögerte ich nicht lange, als ich neulich mal wieder auf der Suche nach kleinen Touren war, die im Winter machbar sind und auf die kleine Wanderung (sagen wir lieber: Spaziergang) zum Seebenfall stieß. Ja genau, jenem Wasserfall der zu besagtem See gehört… Da hätte ich schon stutzig werden müssen.

Ich weiß wirklich nicht, was das mit mir, diesem Gebiet und dem lieben Timing ist. Nur funktioniert es einfach nicht mit uns. Irgendwie hatte ich – nicht mal ein Stadtkind… – nicht damit gerechnet, dass der Wasserfall schon zugefroren sein könnte. Der Winter kam so schnell und plötzlich… Joa. Gut, hätte ich mit eigentlich denken können. Hatte ich halt nicht. Da stand ich also. Und machte – pflichtbewusst, immerhin hatte ich die Kamera mitgeschleppt! – doch ein paar Fotos. Von… ein bisschen Eis und Felsen. Na ja, ziemlich beeindruckenden Felsen. Und das Licht! Das war traumhaft. Und alles verschneit und eisig…. Eigentlich ziemlich wunderschön.

Also hatte ich in gewisser Weise ja noch noch Glück mit dem Timing – obwohl ich weder das Tosen des Wasserfalls (das mir auf einer Hinweistafel angekündigt wurde) gehört noch ein Tröpfchen fliesendes Wasser (des immerhin größten Wasserfalls Tirols) gesehen habe. Aber auch ein zugefrorener Wasserfall kann recht ansehnlich sein.

Seebenfall; Ehrwald; Tirol; Oesterreich Seebenfall; Ehrwald; Tirol; Oesterreich

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Seebenfall; Ehrwald; Tirol; Oesterreich

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  1. Jaaaaa, das leidige Thema mit dem Timing… ich erleb das in der Fotografie am stärksten. Sei es jetzt Licht, Tageszeit oder irgendwas schmelzendes etc.pp. Nichtsdestotrotz: HAMMER Aufnahmen! Die Wanderung hat sich wirklich zu 100%ig gelohnt meine Liebe! Ich vermiss da auch überhaupt keinen tosenden Wasserfall :) Ich kenn das Gefühl aber sehr gut wenn etwas am Ende nicht so toll ist wie man vorher dachte oder es angepriesen wurde, das haben wir in Thailand sehr oft erlebt! Ich wünsch dir noch ne tolle Woche!

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  2. Ganz tolle Fotos, trotz zugefrorenem Wasserfall!
    Das Problem mit Timing kenne ich … ganz egal ob in „kleinen“ oder „großen“ Situationen, grund
    zum Ärgern hab‘ ich öfters mal. :D

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  3. Anne

    19. März 2017 um 12:36 Uhr

    Haha, jetzt hab ich grad die Geschichte von eurer letzten Wanderung nachgelesen! Ich kann „Papa Giftzwerg“ voll verstehen, hätte vermutlich genau so reagiert ;)
    Also, rund ums Baby gibt es alle Abos, die man sich denken kann. Sogar eins, bei dem dir monatlich Klamotten zum Mieten geschickt werden. Auch recht stattlich im Preis, vor allem, weil du die ja nicht gekauft hast… Aber wie gesagt, ich glaube, wir sind die Ausnahme und finde immer noch, dass man gar nicht so viel braucht, wie einem alle immer vorgaukeln oder verkaufen wollen.
    Ha, von Arbeitsdisziplin, die am Urlauben hindert, kann ich ein Lied singen! Es gibt schließlich immer was zu tun, lieber mach ich es jetzt „schnell“ und so weiter! Aber ist vielleicht auch so, wenn man selbstständig ist und alles in der eigenen Verantwortung liegt. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Mein Mann hat mich dann zum Glück immer gezwungen, Pause zu machen. Oder eben umgekehrt dann.
    Deine Gegend ist übrigens wunderschön – auch wenn sie auf den Fotos vielleicht besser wirkt. Nächsten Samstag geh ich auch auf Wandertour in den Schwarzwald, grade neue Wanderschuhe gekauft, die noch driiiingend eingelaufen werden müssen!

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  4. Sieht doch trotzdem sehr imposant aus, ich würde da jetzt keinen Wasserfall vermissen =)
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

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  5. Neri

    18. März 2017 um 15:09 Uhr

    Sehr imposante Aufnahmen!

    Neri

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  6. Tabea

    17. März 2017 um 21:21 Uhr

    Schade, dass der See nicht so toll war, wie du dir das erhofft hattest… und das, nachdem ihr schon zwei Anläufe gestartet habt, um ihn zu sehen. An dein Schneeabenteuer mit dem Kleinkind-Papa erinnere ich mich nämlich noch…

    Ich glaube, ich wäre echt enttäuscht gewesen, wenn ich nur Eis vorgefunden hätte… Wo ich Wasserfälle doch so mag und Kälte verabscheue… Aber schön, dass du es positiv siehst.

    Liebe Grüße

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  7. Mara

    17. März 2017 um 19:22 Uhr

    Die Bilder sind trotz schlechten Timings klasse!
    Und gefrorene Wasserfälle haben ja schließlich auch was tolles! :)

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  8. Cyra

    17. März 2017 um 9:02 Uhr

    Mal wieder wundervolle Bilder !!

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  9. Wunderschön, wie die Felsen im roten Sonnenlicht leuchten. Tolle Bilder hast du gemacht.
    Liebe Grüße,
    Christine

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  10. Rena

    16. März 2017 um 13:04 Uhr

    Mir geht es wie ChristlMistl! Ich finde Deine Bilder einfach nur total klasse und bin einmal mehr begeistert von Deinen Künsten, Szenen photographisch einzufangen.
    http://www.dressedwithsoul.com

    Antworten