Fashion Editorial: Color me Free!

Fashion Editorial: Color me Free!

Diese Fotos sind alt. Ich meine so alt, dass man sich schon überlegt, ob man noch zeigt.

Aber dennoch mag ich sie noch immer. Vielleicht wegen all den Farben.

Denn seit einiger Zeit hat sich heraus kristallisiert, dass das die Sache ist, mit der ich definitiv am meisten Zeit verbringe.

Die meiste Zeit beim Bearbeiten frisst eigentlich die Retusche der Haut; zu perfektionieren, ohne sie künstlich aussehen zu lassen. Allerdings läuft das in der Regel nach Schema F ab. Ein sich wiederholendes Muster an eingespielten Vorgängen, die es erlauben nebenbei Netflix „zu hören“ (ihr habt richtig gelesen; gleichzeitig zu hin zu schauen ist dann doch nicht drin).

Auch wenn das definitiv die zeitaufwendigste Arbeit bei der Bearbeitung ist, ist es noch lange nicht der Schritt, der mir am meisten Kopfzerbrechen – oder Spaß – bereitet. Das ist nämlich definitiv die Farbgebung!
Und das ist nicht nur eines meiner liebsten Dinge bei der Fotografie, sondern macht meiner Meinung nach auch einen nicht unerheblichen Teil des persönlichen Stils eines Fotografen aus.

Natürlich wäre es einfacher, sich an das Erfolgsrezept zu halten. Einen etwas gängigeren Stil zu wählen, etwas mehr in Richtung „SZ-Stil“ (wie es ein Fotograf, dem ich vor langer Zeit assistiert habe, immer nannte) zu gehen, sich für entsättigte Fotos mit seltsamen Grüntönen zu entscheiden. Sich an dem zu orientieren, was läuft, was geklickt und geliked wird (man muss sich ja nur mal auf Instagram umsehen…). Das wäre sicherlich der einfachere Weg, der, der schneller zum Erfolg führen würde.

Aber will ich das? Will ich einen Farbstil, der einem nicht einmal mehr erahnen lässt welcher Fotograf hinter welchen Fotos steckt? In Zeiten, in der sich quasi jeder eine Digitalkamera und Photoshop leisten kann? Kann man damit Erfolg haben?

Vielleicht. Ich halte es dennoch lieber mit dem, was mir besagter Fotograf einmal gesagt hat: es mag länger dauern sich damit durchzusetzen, aber es ist das einzige, womit man auch Bestand haben wird.

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Color me Free!
Photography: Christine Polz
Model: Luisa S. (@ Munich Models)
Hair&Make-up: Hannah Manser
Styling: Jana Wagenknecht

Fashion Editorial: Color me Free!

 

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  1. Charli

    16. Oktober 2017 um 0:09 Uhr

    Was für tolle Fotos, die Farben sind klasse. Und du hast Recht, man sieht sich irgendwann an den üblichen Bildern satt. Eine eigene Handschrift zu haben, ist da sehr viel schwieriger. Instagram kann da wohl auch keine Inspirationsquelle mehr sein. Ich blättere immer gern die alten Fotobände meiner Eltern durch, die „alten“ Fotografen oder Modefotos finde ich da meist spannender. Aber auch Bilder von Tim Walker schaue ich mir gern an, aber der hat natürlich auch immer sehr spektakuläre Sets.
    Du solltest hier also öfter ältere Werke von dir zeigen. :)
    Wünsche dir einen guten Wochenstart. Bei mir sind die Herbstferien um und morgen beginnt wieder die Schule, aber ich zehre noch von unserer kleinen Englandwoche. :)

    LG Charli

    Antworten
  2. Wow gut, dass du uns die Fotos zeigst. Ich finde sie wunderschön und sie erinnern mich an die 50er Jahre… (Betty Draper aus Mad Men)
    Liebst
    Kati
    http://www.kationette.com

    Antworten
  3. Freut mich, dass wir uns bei der Heidi Klum Kollektion einig sind :D Ich habe definitiv auch anderes erwartet, aber besser für den Geldbeutel.
    Aber no risk, no fun xD Ich habe mir halt auch gedacht die Hurricanes treffen ja auch nicht jedes Jahr die ganze Karibik und am Ende hatten wir ja auch echt Glück.
    Klar kann ich froh sein, aber das war unnötiges Gewicht, hätte ich lieber noch ein paar Strandkleider mitgenommen *lach*.
    Bei mir in der Familie trinkt auch niemand Wein, ich bin da durch eine Freundin drauf gekommen und seitdem liebe ich es.
    So is es, ich habe da auch keine Lust drauf, vor allem wenn man dann mal mehr Zeit plant klappt alles und man steht stundenlang am Umstiegsbahnhof :D
    Ohja kenne ich auch zu gut, das Problem is halt auch dass jeder von der Bahn dir was anderes erzählt was richtig wäre und was nicht, bescheuert.

    Die Bilder sind super hübsch, kann dich verstehen dass sie dir gefallen auch wenn sie schon alt sind. Die Farben sind wirklich klasse, wirkt alles sehr fröhlich und modern.
    Ich weiß noch als ich in meiner ersten Ausbildung auch mal retuschieren musste und der uns echt extreme Beispiele dafür gegeben hat, das dauert dann schon echt mal einige Zeit bis die Haut komplett makellos aussieht. Aber wenn das Ergebnis am Ende super aussieht, freut man sich.
    Das mit der Farbgebung kann ich mir gut vorstellen, das macht wirklich einen großen Teil des Stils aus.

    Antworten
  4. Julia

    8. Oktober 2017 um 20:35 Uhr

    (Ich versuche mich mal daran wieder in meine alten Bloggergewohnheiten zu kommen, angefangen mit: Ich schreibe ein Kommentar ^^)

    Ich muss zugeben ich sehe auch deutlich lieber die Fotos die einen eigenen Charakter haben und nicht dem aktuellen letzten Schrei von „Teal and Orange Tint“ folgen. Natürlich hat das auch seinen Reiz, aber irgendwie… macht es jeder. Ich finde es gut das du da den schwierigen Weg gewählt hast. Deine Bilder bleiben deutlich besser im Gedächtnis. Und die älteren Fotos hier erinnern mich ja ein wenig an die 60er. Sowohl das Gesamtbild als auch der Stil und die kleinen Details.

    Gruß,
    Julia

    Antworten
  5. Diese Bilder gefalle mir richtig gut und ich bin froh, dass du sie hier einmal präsentiert hast. :) Ich liebe diese Art der Kombination einfach.

    Liebe Grüße
    Kathleen von http://www.kathleensdream.de

    Antworten
  6. Ja, Pilates macht unheimlich Spaß und ist auch noch sehr effektiv, vor allem für die Bauchmuskeln. Die Bilder sind wunderschön, gefällt mir auch sehr gut mit der Farbgegung, wirklich ganz besonders. LG Jennifer von https://fashionistasfairytale.blogspot.de/

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