Remember the Old Days III

Einer meiner wenigen Vorsätze für das Jahr 2015 lautete: Polaroids meistern.
Wer schon länger hier mitließt oder gar selbst eine Polaroidkamera besitzt weiß von was ich spreche. Denn diese kleinen Biester sind einfach verdammt zickig! So sehr ich Fan von analoger Fotografie bin und so sehr ich den Charme von Polaroids mag, so verstehe ich doch auch gerade in diesem Fall warum das Medium mittlerweile nur noch von Liebhabern und so Wenigen genutzt wird.

Die Dinger brauchen viel Licht, sind Temperaturempfindlich, teuer und was weiß ich noch alles. Man vergeudet unter Umständen also ziemlich viele Filme und somit auch Geld bis man den Dreh raus hat.

Ich hatte mir aber vorgenommen es nun einfach eine zeitlang zu riskieren. Unter Umständen ein paar zu verschwenden und schlicht und ergreifend durch Ausprobieren und Erfolg (oder halt eher Misserfolg…) herauszufinden was möglich ist und was nicht.

Das hier waren meine ersten Versuche mit schwarz/weiß Trennbildfilm.

Der Vorteil an ihnen: selbst im Studio kann man auf Grund der hohen Lichtempfindlichkeit noch ohne Blitz fotografieren.
Ich möchte nicht allzu technisch werden, da es sicherlich nicht jeden interessiert, aber ein kleiner Exkurs sollte drin sein:
Problem vieler alter Polaroidkameras (gerade beim heute noch erschwinglichen und leicht erhältlichen Typ) ist nämlich leider, dass man zwar die Belichtungszeit einstellen kann (wenn auch nur grob und eher nach Schätzung), aber man leider überhaupt keinen Einfluss auf die Blendenöffnung hat. Und die liegt meistens irgendwo zwischen 8.0 oder 11. Da die meisten und heute noch erhältlichen Filme nur einen ISO Wert zwischen 100-200 aufweisen, kann man also quasi nur im guten Sonnenlicht oder eben mit Blitz brauchbare Ergebnisse erzielen.

Gerade s/w haben Polaroids meiner Meinung nach wirklich sehr viel Flair!
Allerdings ist die Produktion dieses Films mittlerweile eingestellt worden… ein Schicksal das leider immer mehr Filmtypen widerfährt. Eine wahre Schande!

Meine Experimente waren also ein klein wenig fruchtlos. Zumindest in diesem Fall.

 Julia T, Java Model Management, Hannah Manser, Jana Wagenknecht, Polaroid, Christine Polz
 Julia T, Java Model Management, Hannah Manser, Jana Wagenknecht, Polaroid, Christine Polz
 Julia T, Java Model Management, Hannah Manser, Jana Wagenknecht, Polaroid, Christine Polz
 Julia T, Java Model Management, Hannah Manser, Jana Wagenknecht, Polaroid, Christine Polz

Und weil’s so schön ist, gibt’s zum Schluss noch was aus der Kategorie: ist das Kunst oder kann das weg? Keine Ahnung was hier genau passiert ist (sieht danach aus, als wäre da Licht rein gekommen…).

kunst

Model: Julia T. (@ Java Model Management)
Hair&Make-up: Hannah Manser
Styling: Jana Wagenknecht

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  1. anniwibo

    7. November 2015 um 12:49 Uhr

    Das dritte Bild ist der Hammer! Ich liebe das wie die Kieferlinie in diesen Schatten übergeht! *nerd aus* – ich finde es auch echt schön, wie du beschrieben hast, wie du mit dem ganzen Thema Polaroid so umgehst!

    Antworten
  2. Find ich total super, was du da zauberst. Ich hab Film ja vor viel zu langer Zeit schon den Rücken zugekehrt. Ich wüsste gar nicht – gibt es in Drogeriemärkten noch Filme oder muss man die mittlerweile irgendwie in Fotogeschäften, etc. erwerben? :D

    Antworten
  3. Also ich finde die Bilder ganz schön :) Ich bin auch ein Fan von Polaroids, allerdings habe ich leider keine Polaroid Kamera-da wie du schon erwähnt hast, das ja doch eher teuer ist. :/
    Trotzdem würde ich mich über mehr Tipps zum Thema Polaroid und Analoger Fotografie freuen. :)

    GLG
    Miss Lilli

    Antworten
  4. Ganz besonders das dritte Bild gefällt mir! Dadurch, dass die weiße Bluse mit dem Hintergrund verschwimmt hat es irgendwie was geisterhaftes. Etwas von einer Zwischenwelt.

    Deine Bilder sind wirklich toll geworden. Ich hätte nie gedacht, dass solche Bilder überhaupt mit einer Polaroid gelingen können.

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah

    Antworten
  5. Ich würd sagen, es ist Kunst :-)
    Sind echt schöne Bilder geworden!

    Antworten
  6. Annelie

    26. Oktober 2015 um 17:33 Uhr

    Danke für dein liebes Kommentar:)!
    wow die Bilder sind echt toll:o

    xxx

    Antworten
  7. Luna

    26. Oktober 2015 um 16:54 Uhr

    Ich weis genau wo von du sprichst, bei über einem Euro pro Bild, kann man halt leider nicht einfach mal drauf losknipsen!
    Die Bilder aus meinem letzten Post sind jetzt übrigens wieder zu sehen, vl hast du ja Lust nochmal vorbei zu schauen! ♥
    Ich weiß nicht was Blogger da schon wieder gemacht hat, wie lädst du denn deine Bilder hoch? :)

    Antworten
  8. Megan

    26. Oktober 2015 um 16:41 Uhr

    klasse Fotos! gefällt mir super gut :)

    Antworten
  9. Malika

    26. Oktober 2015 um 15:45 Uhr

    Eben, besonders sw-Polaroids sind einfach toll! Aber ich verstehe, was du meinst und die Dinger sind einfach so verdammt teuer! Dennoch finde ich deine Fotos sehr gelungen, die haben so etwas Mystisches ;)
    Liebe Grüße♥

    Antworten
  10. Celine

    26. Oktober 2015 um 12:56 Uhr

    Ich finde die Bilder sehen alle toll aus! Richtig außergewöhnlich im Verlgeich zu den Fotos von heute – ziemlich schade, eigentlich. Analoge Fotografie finde ich ziemlich interessant, deshalb freue ich mich schon auf deine nächsten Ergebnisse (:

    Antworten
  11. Ich finde das letzte Foto besonders interessant! leider habe ich bisher noch nie mit einer Polaroid-Kamera gearbeitet, danke dir aber trotzdem für den kleinen Einblick! :)

    Ganz liebe Grüße,

    Lisa von lisa-meilgaard.blogspot.de

    Antworten
  12. Zum letzten Bild: Auf jeden Fall Kunst, und darf nicht weg! :)
    Die Experimente sind aber äußerst gut gelungen! Toll! Ich habe von Polaroid leider überhaupt keine Ahnung. Danke für deine wirklich lieben Worte, habe mich dieses Mal ganz besonders gefreut :)

    Allerbeste Grüße!

    mtrjschk.blogspot.com

    Antworten